Bei einem schweren Baustellenunfall in Tiefgraben im Bezirk Vöcklabruck ist am Samstagmittag ein 45-Jähriger schwer verletzt worden. Der Mann stürzte bei Schalungsarbeiten kopfüber in eine im Bau befindliche Güllegrube.
Der Unfall ereignete sich am 14. März 2026 gegen 12:30 Uhr. Der 45-Jährige aus dem Bezirk Vöcklabruck stand laut Feuerwehr auf einer Leiter und war mit Schalungsarbeiten beschäftigt, als er beim Abnehmen einer Schalungstafel über Kopf das Gleichgewicht verlor. Er bekam nach vorne Übergewicht und prallte kopfüber auf den Betonboden der Baugrube.
Großaufgebot der Feuerwehren
Zunächst wurden vier Feuerwehren alarmiert. Aufgrund der Lage wurden zusätzlich zwei Höhenretterstützpunkte hinzugezogen. Insgesamt standen sechs Feuerwehren im Einsatz.
Beim Verunfallten soll es sich um einen Kameraden einer Feuerwehr handeln. Daher wurde die Mannschaft seiner eigenen Feuerwehr – soweit möglich – von den unmittelbaren Rettungsarbeiten abgelöst und durch andere Einsatzkräfte ersetzt.

Rettung aus der Baugrube
Zu Beginn des Einsatzes führten die Einsatzkräfte eine Gasmessung in der Grube durch, um mögliche gefährliche Gase auszuschließen. Dabei konnten keine gesundheitsgefährdenden Werte festgestellt werden.
Der Notarzt des Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ versorgte den Verletzten zunächst direkt in der Grube und machte ihn transportfähig. Inzwischen hatten Feuerwehrleute über eine breitere Öffnung einen zweiten Zugang zur Baugrube geschaffen.
Die Rettung erfolgte zunächst unterirdisch mit einer Schaufeltrage, anschließend über Steckleitern mit einer Korbtrage aus der Grube. Nach weiterer medizinischer Versorgung auf der Betondecke der zukünftigen Güllegrube wurde der Mann mit dem Notarzthubschrauber in das Unfallkrankenhaus Salzburg geflogen.












