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Des Kaisers Reiterei

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Son­der­aus­stel­lung im Muse­um der Stadt Bad Ischl
Zum 190.Geburtstag von Kai­ser Franz Joseph — 1.Juli bis 31. Okto­ber 2020

Die Reit­kunst war seit den Tagen der klas­si­schen Grie­chen das sicht­ba­re Sym­bol des Adels oder einer rit­ter­li­chen Gesin­nung in allen euro­päi­schen Hee­ren. War ein Pferd im Frie­dens­all­tag ein Trans­port­mit­tel, Sport­ge­rät oder sogar läs­ti­ger Aus­rüs­tungs­ge­gen­stand, so wur­de es im Kriegs­fall zum ech­ten Kame­ra­den, manch­mal auch zum Lebens­ret­ter. Die Kaval­le­rie war die Köni­gin der Waf­fen­gat­tun­gen und der ele­gan­tes­te Trup­pen­kör­per Euro­pas. Doch ihre Geschich­te war eine höchst wech­sel­vol­le — zwi­schen Tri­umph und Nie­der­la­ge.

Ein gutes Pferd zu besit­zen, gut berit­ten zu sein, war eine mora­li­sche Pflicht für jeden Offi­zier und ein Kri­te­ri­um der dienst­li­chen Beur­tei­lung sei­ner Lauf­bahn. Der Kaval­le­rie­of­fi­zier war der spä­te Ver­tre­ter des rit­ter­li­chen Ide­als, die Ver­kör­pe­rung des ade­li­gen Kämp­fers schlecht­hin, aber nicht nur Vasall oder Ver­tei­di­ger des Herr­schers, nein, er war auch des­sen Kame­rad. Das rit­ter­li­che Stan­des­be­wusst­sein gehör­te zum Selbst­ver­ständ­nis der öster­rei­chi­schen Kaval­le­rie, die Rei­ter­geist und Rit­ter­lich­keit als höchs­te Idea­le ansah. Das moch­te sich in der beson­de­ren Prä­zi­si­on beim Manö­ver zei­gen, im Mut bei der Atta­cke auf Tod oder Leben oder in her­aus­ra­gen­den reit­sport­li­chen Leis­tun­gen.

Die Son­der­aus­stel­lung „Des Kai­sers Rei­te­rei“ 2020 zeigt den Rei­ter­geist, die ele­gan­ten Uni­for­men, die weit­läu­fi­gen Gestü­te und die Kampf­wei­se der „berit­te­nen Waf­fen“ der Dop­pel­mon­ar­chie Öster­reich-Ungarn.

In Zusam­men­ar­beit mit dem Doku­men­ta­ti­ons­zen­trum für alt­ös­ter­rei­chi­sche Pfer­de­ras­sen (www.pferde-altoesterreich.at)

Geöff­net:
Mit­woch 14 – 19 Uhr
Don­ners­tag bis Sonn­tag 10 – 17 Uhr

Foto: pri­vat

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