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Tödlicher Alpinunfall: 38-Jährige bei Wanderung am Zwillingskogel tödlich verunglückt

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Eine 38-jäh­ri­ge Frau aus Wien ist bei einer Wan­de­rung am Zwil­lings­ko­gel zwi­schen Grün­au im Alm­tal und Scharn­stein ums Leben gekom­men.

Die Leh­re­rin aus Wien war am Frei­tag 5.3. um ca. 13:00 auf den Zwil­lings­ko­gel auf­ge­stie­gen. Ihre geplan­te Rou­te, Auf­stieg über den soge­nann­ten Jäger­steig (unmar­kiert) zum Zwil­lings­ko­gel und von dort über den mar­kier­ten Weg Durch­gang zurück in den Hau­er­gra­ben zum Auto. Die Rou­te soll sich die Frau aus dem Inter­net gesucht haben. Kurz zuvor hat­te sie bis Mit­tag noch Fern­un­ter­richt vom Haus ihres Bru­ders gege­ben.

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Ver­wand­te alar­mier­ten Ein­satz­kräf­te

Um 17:30 rief sie ihren Vater an und berich­te­te ihm dass sie sich „ver­kof­fert“ habe und nun in Schlan­gen­li­ni­en abstei­ge. Bru­der und Schwä­ge­rin alar­mier­ten kurz vor 20 Uhr die Berg­ret­tung. Die Berg­ret­ter stie­gen über die geplan­ten Rou­ten zum Zwil­lings­ko­gel auf. “Da es seit dem frü­hen Vor­mit­tag bis ins Tal geschneit hat­te, blieb man mit den Fahr­zeu­gen bald ste­cken und man war selbst von den Schnee­men­gen bis Knie­tief im Gip­fel­be­reich über­rascht”, so die Ein­satz­kräf­te.

BRD Grün­au

Neu­schnee erschwer­te die Suche

Am Gip­fel gab es an die­sem Tag kei­ne Ein­tra­gun­gen. Am Jager­steig konn­te man jedoch ver­schnei­te Spu­ren bis direkt unter dem Gip­fel, unklar ob von einer oder meh­re­ren Per­so­nen, fin­den. “Wir folg­ten anfäng­lich einer im Abstieg den Weg ver­las­sen­de Spur, die jedoch bereits wie­der vom Neu­schnee zuge­deckt wor­den war. Wir seil­ten und an meh­re­ren Stel­len ab”, berich­tet die Berg­ret­tung.

Der Bereich wur­de wie­der­holt von meh­re­ren Mann­schaf­ten abge­sucht. Auch der Poli­zei­hub­schrau­ber konn­te kei­ne Per­son orten. Der Ein­satz wur­de um 3:00 Uhr abge­bro­chen und um 5:45 neu gestar­tet

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Suche am nächs­ten Tag brach­te Gewiss­heit

Die Berg­ret­tung und Poli­zei mit Hub­schrau­ber kon­zen­trier­ten sich erneut auf den Bereich der teil­wei­se auf­ge­fun­den Spu­ren am Jager­steig. Such­trupps such­ten das extrem stei­le und teil­wei­se fels­durch­setz­te Wald­ge­biet ab. Um 8:25 wur­de die Ver­miss­te leb­los unter einem Baum im Schnee gefun­den. Die Frau war über einen Fels­ab­bruch 30 Meter abge­stürzt und in wei­te­re Fol­ge von 40 Meter abge­rutscht, ehe Sie unter einem Baum zum lie­gen kam.

Die Fund­stel­le war auf 884 Höhen­me­tern, knapp über Ende einer dar­un­ter lie­gen­den Forst­stra­ße. Die Ber­gung der ver­un­glück­ten wur­de am Seil mit Rol­lup Tra­ge zur dar­un­ter­lie­gen­den Forstra­ße durch­ge­führt. Im Ein­satz waren 27 Mann der Berg­ret­tung Grün­au, 18 Mann der Berg­ret­tung Gmun­den, 2 Man­trail­er­hun­de der Berg­ret­tung, 7 Mann der FF-Grün­au, FF-Scharn­stein mit Hub­schrau­ber Tank­an­hän­ger, 1 Land­wirt mit Trak­tor, Poli­zei und Alpin­po­li­zei mit Poli­zei­hub­schrau­bern”, so die Ein­satz­kräf­te abschlie­ßend.

Fotos: BRD Grün­au & laumat.at

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