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Mehrere Drogendealer in Haft

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Ende Jän­ner 2020 ging ein ver­trau­li­cher Hin­weis bei der Poli­zei Scharn­stein auf zwei schwer süch­ti­ge Sucht­gift­dea­ler ein. Das Lan­des­kri­mi­nal­amt deck­te in Zusam­men­ar­beit mit meh­re­ren Poli­zei­ein­hei­ten einen umfang­rei­chen Sucht­mit­tel­han­del und Schmug­gel von Hero­in und Koka­in im Raum Ober­ös­ter­reich auf. Meh­re­re Dea­ler sind in Haft.

Zuerst nah­men die Ermitt­ler einen 35-jäh­ri­gen Ser­ben aus Wels und einen 28-Jäh­ri­gen bei einem Ver­kauf von Hero­in fest. Die­sen bei­den “Letzt­ver­käu­fern” konn­te ein Dro­gen­han­del nach­ge­wie­sen werden. 

Die Fol­ge­er­mitt­lun­gen kon­zen­trier­ten sich auf die Lie­fe­ran­ten. Es konn­te ein 28-jäh­ri­ger Kroa­te aus­ge­forscht wer­den, der nach einer lang­jäh­ri­gen Haft­stra­fe wegen Dro­gen­han­dels erst Ende Okto­ber 2019 sei­ne Frei­heit erlangt hat­te und sofort wie­der in das Dro­gen­ge­schäft mit Ver­kauf von Koka­in und Ecsta­sy einstieg.

Ein 30-jäh­ri­ger Nord­ma­ze­do­ni­er belie­fer­te unter ande­rem den 28-jäh­ri­gen Kroa­ten mit grö­ße­ren Men­gen Hero­in, die er im Aus­land erwarb und nach Öster­reich schmuggelte.

Ein 35-jäh­ri­ger Ser­be und sei­ne 42-jäh­ri­ge Ehe­frau betrie­ben eben­falls einen regen Dro­gen­schmug­gel. Der Mann, der bereits wie­der­holt in Haft war und abge­scho­ben wur­de, dürf­te unmit­tel­bar danach mit dem Auf­bau von Lie­fer­schie­nen nach Öster­reich, ver­mehrt in den Raum Wels begon­nen haben. Er belie­fer­te die oben ange­führ­ten Beschul­dig­ten, bestimm­te sei­nen 29-jäh­ri­gen Bru­der zum Schmug­gel von Dro­gen, die er in Rei­se­bus­sen nach Öster­reich zum dor­ti­gen Ver­kauf der Ware vertrieb.

Der 35-Jäh­ri­ge setz­te auch sei­ne mit dem gemein­sa­men Kind in Öster­reich ver­blie­be­ne Ehe­frau zum Ver­trieb der Dro­gen ein. Außer­dem hat­te er noch wei­te­re ser­bi­sche Sub­ver­tei­ler im Alter von 18, 22 und 23 Jah­ren in Wels, die vor­wie­gend Hero­in aber auch Koka­in verkauften.

Die­ser im Aus­land leben­de Beschul­dig­te, der die Hero­in­ver­käu­fe orga­ni­sier­te, bedroh­te nach der spä­te­ren Fest­nah­me sei­ner Frau tele­fo­nisch, sowie über diver­se Mes­sen­ger-Diens­te, neben den ermit­teln­den Beam­ten auch ver­meint­li­che Ver­rä­ter mas­siv. Die gemein­sa­me 3‑jährige Toch­ter muss­te auf­grund der Fest­nah­me der Mut­ter in die Obhut der Kin­der- und Jugend­hil­fe gege­ben wer­den. Auch der 35-jäh­ri­ge Ehe­mann konn­te am 21. Juli 2020 bei einem ille­ga­len Auf­ent­halt in Öster­reich fest­ge­nom­men werden.

Die Ermitt­lun­gen führ­ten schluss­end­lich dazu, dass gegen alle ange­führ­ten Tat­be­tei­lig­ten von der Staats­an­walt­schaft Wels Fest­nah­me­an­ord­nun­gen erlas­sen und die in wei­te­rer Fol­ge fest­ge­nom­me­nen Täter mitt­ler­wei­le teils zu mehr­jäh­ri­gen unbe­ding­ten Frei­heits­stra­fen ver­ur­teilt wur­den. Der Haupt­tä­ter wur­de zu einer unbe­ding­ten Frei­heits­stra­fe von 9 Jah­ren verurteilt.

Quel­le: LPD 

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