Rund 1.000 Teilnehmer:innen von HTL-Schulen und innovativen Unternehmen. +++ Nachhaltige Technik im Fokus. +++ Fast alle oberösterreichischen HTLs und HTLs aus Salzburg haben mitgemacht. +++ Gmunden wurde bereits zum dritten Mal zum Innovations-Hotspot für HTL-Klassen und nachhaltig agierende Unternehmen.
Das FutureConvent 2024 begann mit einem eindringlichen Appell an die teilnehmenden HTL-Schüler:innen, an technischen Lösungen zur Begegnung der Klima- und Energiekrise zu arbeiten. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Helmut Antrekowitsch, Vizerektor für Forschung und Nachhaltigkeit und Leiter des Lehrstuhls für Nichteisenmetallurgie an der Montanuniversität Leoben, forderte die jungen Menschen dazu auf, nicht darüber nachzudenken, warum etwas nicht geht, sondern die Ärmel hochzukrempeln und an den Lösungen zu arbeiten. Er betonte, dass „es dringend notwendig sei, mit der Forschung an und Entwicklung von innovativen technischen Lösungen dem Klimawandel zu begegnen.“ „Maßnahmen für den Klimaschutz sind Maßnahmen für den Menschenschutz, denn die Erde hat seit ihrem Bestehen schon unzählige Klimawandel durchgemacht und Stürme, Überflutungen und Dürren überlebt. Doch wir Menschen sind gefährdet.“, so Univ.-Prof. Antrekowitsch in seiner aufrüttelnden Eröffnungs-Keynote.
„Mit Technik die Welt verbessern!“ So lautete auch heuer wieder das Motto vom FutureConvent — und das ist auch der Anspruch der HTL-Schüler:innen, für welche dieser Zukunftskongress gemeinsam mit den HTLs entwickelt wurde.
Die Basis dafür wird in den heimischen HTLs gelegt, wo die Techniker:innen der Zukunft auf hohem Niveau ausgebildet werden. Das FutureConvent setzt direkt bei den in Ausbildung befindlichen HTL-Schüler:innen an und zeigt ihnen auch die nicht immer gut sichtbare gesellschaftliche Dimension der Technik auf.
Das FutureConvent ist eine spezielle ganztägige Kombinationsveranstaltung aus interaktiver Ausstellung von nachhaltig agierenden Unternehmen und Konferenzprogramm mit international renommierten Speakern.
Die Schüler:innen leben Nachhaltigkeit und man darf sich freuen, dass es ebenso zahlreiche Firmen gibt, welche nachhaltig in ihre Zukunft investieren und den Kontakt zu ihren künftigen Innovatoren knüpfen. Schließlich schaffen neue Technologien, wie Automatisierung, Künstliche Intelligenz und Digitalisierung einen Wettbewerbsvorteil. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind immer von enormer Bedeutung.
Auch heuer bediente das FutureConvent die großen Themen, wie beispielsweise KI-Sprachmodelle, wie sie in Chat-GPT, Google Bard und OpenAI innewohnen. Dr. David Schedl, BSc MSc, Professor für Visual Computing an der Fachhochschule Oberösterreich, Campus Hagenberg, erklärte, wie generative KI- Systeme, die zur Erzeugung von Texten, Videos und Bildern verwendet werden, funktionieren. Er zeigte Anwendungsbeispiele und skizzierte die Auswirkungen auf Ausbildung und Beruf.
Schlussendlich sind Firmen im Vorteil, die ihre Geschäftsmodelle und Prozesse schnell an die sich verändernden Marktbedingungen anpassen können – etwa durch digitale Transformation, neue Vertriebskanäle oder Produktinnovationen.
Ein weiterer Appell wurde von Dipl.-Ing. Joshua Eder vom Wasserstoff-Forschungszentrum HyCentA an die HTL-Schüler:innen gerichtet: „Ihr als Techniker:innen der Zukunft habt die Wahl, welchen Technologien ihr eure Zeit schenkt. Ihr habt die Möglichkeit etwas zu verändern und eine nachhaltige Energiewirtschaft mit Forschung und Entwicklung zu realisieren.“ In seinem Vortrag betonte Joshua Eder die große Bedeutung des Wasserstoffs für die Defossilisierung der Industrie. „Prozesse, wie z.B. die Ammoniakherstellung oder die Halbleiterproduktion, brauchen Wasserstoff als Molekül, hier gibt es in einer nachhaltigen Energiewirtschaft keine Alternative zu grünem Wasserstoff.”, so Joshua Eder.
Die ausstellenden Unternehmen und Hochschulen bzw. Universitäten, wie ASFINAG, der Betondialog Österreich, die FH OÖ, die FH Salzburg und die Johannes Kepler Universität Linz, FIT OÖ, Fronius, Galene, GIG Karasek, der Klima- und Energiefonds, Kremsmüller, MIBA, das Österreichische Bundesheer, Powerplayground, Rotorsky, das Forschungsprojekt Stürmische Zeiten und Voith Austria präsentierten viele Attraktionen auf ihren Ständen und die Schüler:innen wurden eingeladen, mittels VR-Brillen, Simulationen, in chemischen Versuchen, bei diversen Geräten und Robotern, usw., nachhaltige Technik hautnah zu erleben. Als interaktive Erlebniswelt präsentierte sich auch der Stand des Österreichischen Bundesheeres, wo die Schüler:innen viele Informationen über die Einsätze des Österreichischen Bundesheeres erhalten haben und selbst z.B. Schutzkleidung anprobieren und diverse sportliche Fähigkeiten testen konnten.
Auch die Fachhochschulen FH Salzburg und FH Oberösterreich, die Johannes Kepler Universität Linz sowie die Montanuniversität Leoben zogen eine positive Bilanz aus der Teilnahme am FutureConvent:
„Nachhaltigkeit steht im Zentrum von Lehre und Forschung am FH OÖ Campus. Wir freuen uns, dass wir beim FutureConvent 2024 den HTL-Schüler: innen Einblicke in unsere studentischen- und Forschungsprojekte in diesem Bereich geben konnten .“, sagte der Hochschulpräsident und Geschäftsführer der FH Oberösterreich, FH-Prof. DI Dr. Michael Rabl MBA. Die FH OÖ war heuer – wie schon 2022 und 2023 — wieder bei diesem HTL-Zukunftskongress in Gmunden dabei und kommt am 27. November auch zum FutureConvent in die Steiermark.
Überraschungsgast war Felix Krainer, 22 Jahre jung. Seine Mission ist es, Umweltbewusstsein unter jungen Menschen zu vermitteln. Er gründete im Februar 2022 eine globale Plastic Cleanup Community auf TikTok. Er hat schon über 3 Millionen Follower und mehr als 200 Millionen Menschen erreicht. Damit ist Planet Matters derzeit die zweitgrößte Umweltbewegung weltweit auf TikTok und leistet einen großen Beitrag zur Steigerung des Umweltbewusstseins der jungen Generation.
Planet Matters wurde mit dem Austrian SDG-Award 2023 ausgezeichnet, ebenso wie das FutureConvent.
Mit der Verabschiedung der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDG) hat die UNO einen Leitfaden für eine globale gute Zukunft geschaffen. Es ist unsere Aufgabe, neue Wege zur Umsetzung dieser Ziele zu finden. Wer diese neuen Wege wie beschreiten wird, ist jedoch völlig klar: Unsere Jugend mithilfe moderner Technik.