Bad Ischl. Anlässlich des internationalen Frauentages läuft an der Handelsakademie Bad Ischl derzeit ein Projekt zum Thema „Gewalt gegen Frauen“.
Schon die Informationskampagnen und Übungen in den Klassen setzen ein starkes Zeichen und schaffen Bewusstsein dafür, dass Gewalt gegen Frauen kein fernes Problem ist, sondern eine Realität, die viele betrifft. Besonders zu spüren ist dies bei der Diskussionsrunde im Turnsaal: Psychotherapeutin Ingrid Mair-Mayer und Präventionskriminalbeamter Michael Eichinger helfen, das Thema einzuordnen, berichten aus ihrem Erfahrungsschatz und gehen auf Schüler*innenfragen ein.
Für unsere weiteren Aktionen finden wir Inspiration im White Ribbons Movement: Am Wochenmarkt werden weiße Armbänder gegen eine Spende für das Frauenhaus Salzkammergut eingetauscht – es wurden stolze 1050,- gesammelt. Videos auf unseren Social-Media-Kanälen tragen das Thema nach draußen. Interviews mit Familie und Freunden regen an, Vorurteile und Stereotypen über Männlichkeit und Feminismus zu überdenken.
Das Wichtigste an diesen Aktionen: Es geht nicht um Fakten, sondern um Haltung und um die Fragen: Wie entsteht Gewalt? Und vor allem: Was können wir als Gesellschaft dagegen tun?
Um es mit den Worten von Frau Mair-Mayer zu sagen: Reden, reden, reden. Schule ist mehr als Unterricht und Prüfungen. Sie ist auch ein Ort, an dem junge Menschen lernen, Verantwortung zu übernehmen, sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen und ihre Sprache zu finden – besonders wenn es um schwierige Themen geht. Es ist uns deshalb ein Anliegen Fähigkeiten wie gewaltfreie Argumentation, Kommunikation, Empathie und Zivilcourage zu fördern. Um das abzubilden, haben wir einen Ehrenkodex mit folgenden Worten entworfen, der von der gesamten Schulgemeinschaft unterschrieben wird: „Wir versprechen, niemals Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu verüben, zu entschuldigen oder darüber zu schweigen. Wir stehen für ein gleichberechtigtes Miteinander und stehen als Team für diese Werte ein.“











