Wo heute noch Asphalt dominiert, wächst schon bald wieder Grün. Mit der maximalen Entsiegelungsförderung des Landes Oberösterreich in Höhe von 125.000 Euro wird ein bestehender Park-&-Ride-Parkplatz in Bad Ischl ökologisch umgebaut. Das Projekt zeigt, wie Klimaschutz im Alltag funktioniert: weniger Hitze, mehr versickerndes Regenwasser und ein Parkplatz, der künftig besser mit Starkregen umgehen kann. Grün statt Grau.
„Jeder entsiegelte Quadratmeter macht Oberösterreich widerstandsfähiger. Entsiegeln heißt: weniger Hitze im Sommer, weniger Überschwemmungen nach Starkregen und mehr Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Das ist Klimaschutz in der Praxis“, betont Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder, der kürzlich mit Bürgermeisterin Ines Schiller und Stadtrat Martin Schott die Baustelle besuchte.

Aus grauem Asphalt wird lebendiger Boden
Der bestehende Parkplatz war bisher fast vollständig asphaltiert. Regenwasser floss direkt in den Kaltenbach – eine Lösung, die heute nicht mehr dem Stand der Technik entspricht. Gleichzeitig war die Fläche sanierungsbedürftig. Jetzt wird die notwendige Erneuerung genutzt, um den Parkplatz klimafit zu machen.
Große Teile des Asphalts werden entfernt. Die Stellplätze entstehen künftig als begrünte Rasengitterflächen, während die Fahrgassen asphaltiert bleiben. Insgesamt werden auf einer Fläche von rund 4.800 Quadratmetern über 3.200 Quadratmeter entsiegelt und ökologisch aufgewertet.
„Mit diesem Projekt investieren wir gezielt in eine lebenswerte und klimaresiliente Zukunft unserer Gemeinde. Mit der Entsiegelung geben wir dem Boden wieder eine wichtige Funktion zurück. Regenwasser kann versickern statt abzufließen, die Umgebung heizt sich weniger stark auf und wir reduzieren Belastungen bei Starkregenereignissen. Gleichzeitig ersetzen wir problematische Neophyten durch geeignete Bepflanzung. So verbinden wir Hitzeschutz, Wassermanagement und ökologische Aufwertung auf einer weiterhin nutzbaren Fläche. Klimaanpassung bedeutet für uns, konkrete Maßnahmen umzusetzen, die im Alltag Wirkung zeigen“, so Ines Schiller, Bürgermeisterin von Bad Ischl.
„Klimaanpassung heißt für uns, mutig neue Wege zu gehen – statt wie gewohnt zu Beton und Asphalt zu greifen, setzen wir hier auf Lösungen, die Wasser speichern, das Mikroklima verbessern und unsere Stadt widerstandsfähiger machen. Wir wollen zeigen, wie die Stadt von morgen aussehen kann“, ergänzt Klima-Stadtrat Martin Schott.

Regen bleibt dort, wo er fällt
Künftig soll Niederschlagswasser nicht mehr möglichst rasch abgeleitet werden, sondern dort versickern, wo es anfällt. Drainagen, Versickerungsanlagen und Rückhalteflächen sorgen dafür, dass Regen langsam in den Boden gelangt. Nur überschüssiges Wasser wird kontrolliert in den Kaltenbach geleitet – und zwar in einer Menge, die einem natürlichen Grünland entspricht. Das entlastet das Gewässer und hilft dabei, Starkregen besser abzufangen.
Zusätzlich werden invasive Pflanzen am Bachufer entfernt, heimische Bäume wie Feldahorn und Ulmen gepflanzt sowie Blumenwiesen und neue Grünflächen angelegt.
Für das Projekt mit Gesamtkosten von rund 657.600 Euro stellt das Umweltressort des Landes Oberösterreich die höchstmögliche Entsiegelungsförderung von 125.000 Euro bereit.












