Mit dem Neubau des Laufwasserkraftwerks Traunfall entsteht in Roitham ein wichtiger Baustein für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung. Etwa ein Jahr nach dem offiziellen Spatenstich machten sich gestern, 1. Juli, Tunnelpatin Michaela Langer-Weninger und CTO Alexander Kirchner persönlich ein Bild vom aktuellen Baufortschritt.
„Der Neubau des Kraftwerks Traunfall verbindet modernste Technik mit nachhaltiger Bauweise. Ein Jahr nach dem Spatenstich sind die Baufortschritte bei diesem technisch anspruchsvollen Projekt eindrucksvoll zu sehen. Durch die vorhandene Fallhöhe, die optimierte Nutzung des Wasserdargebots und den verbesserten Wirkungsgrad wird die jährliche Stromerzeugung um rund 80 Prozent auf 125 GWh pro Jahr gesteigert“, sagt Energie AG-CTO Alexander Kirchner. Bereits in der Projektierung wurde den sensiblen ökologischen Rahmenbedingungen besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Der Traunfall bleibt in seiner natürlichen Schönheit unberührt. Mit einem Investitionsvolumen von rund 190 Millionen Euro entsteht das drittgrößte Kraftwerk der Energie AG an der Traun und damit saubere Energie für 35.000 Haushalte. Die Inbetriebnahme des Kraftwerks Traunfall ist für 2028 geplant.

„Bei jedem Besuch bin ich aufs Neue beeindruckt, welche Fortschritte hier in kurzer Zeit erzielt werden. Das zeigt, mit welcher Professionalität und welchem Engagement das gesamte Projektteam an der Umsetzung dieses wichtigen Vorhabens arbeitet“, betonte Tunnelpatin Michaela Langer-Weninger beim Lokalaugenschein und ergänzt: „Das Kraftwerk Traunfall ist eine Investition in die Zukunft Oberösterreichs. Es sorgt dafür, dass wir auch künftig verlässlich Strom aus heimischer Wasserkraft erzeugen können. Gerade in unsicheren Zeiten ist es wichtig, unabhängiger von Energieimporten zu werden und auf regionale, nachhaltige Energiequellen zu setzen. Davon profitieren die Menschen in Oberösterreich durch eine sichere Energieversorgung, mehr Versorgungssicherheit und eine starke regionale Wertschöpfung. Wasserkraft bleibt dafür ein unverzichtbarer Baustein.“
Vortrieb des Unterwasserstollens gestartet
Mitte Juni 2026 startete der Vortrieb des rund 100 Meter langen Unterwasserstollens. Der bis zu 16 Meter hohe und 15 Meter breite Stollen zählt zu den größten Bauabschnitten des Projekts. Der Unterwasserstollen wird bei laufendem Betrieb der Bestandsanlage bis zum bestehenden Krafthaus Traunfall vorgetrieben.

In den vergangenen Wochen konnte die Energie AG mit den ausführenden Unternehmen ARGE Felbermayr & Swietelsky den Aushub für den Oberwasserstollen etwa 330 Meter vortreiben und damit zu 90 Prozent abschließen. Der Innenausbau wird voraussichtlich in den Sommermonaten abgeschlossen. Aktuell wird die Ortbetoninnenschale errichtet. In Summe beträgt die Länge des Oberwasserstollens und des Oberwasserkanals bis zur Wehranlage in etwa 700 Meter. Das noch fehlende Stück des Oberwasserstollens bis zum alten Einlaufbauwerk wird nach der Stilllegung des alten Kraftwerks Traunfall im Herbst 2027 hergestellt.
Entscheidende Projektfortschritte in allen Projektbereichen
Im Stauraum werden nach der Laichperiode die Bauarbeiten fortgesetzt und die neu geschaffenen Flächen im Anschluss ökologisch gestaltet und wieder bepflanzt. An der Wehranlage beginnen mit dem Abschluss der Baugrubenumschließung und der laufenden Aushubarbeiten die umfangreichen Betonarbeiten. Ab Anfang August folgen die Stahlwasserbauarbeiten, ein sichtbarer und zentraler Schritt für die Wehranlage des zukünftigen Kraftwerks. Gegen Ende des Sommers wird schließlich eines von drei Wehrsegmenten eingehoben.
Im Bereich des Krafthauses sind die Arbeiten an den bis zu 40 Meter tiefen Bohrpfählen abgeschlossen. Aktuell findet der Aushub der sogenannten „tiefen Baugrube“ statt, der etwa 25 Meter tief und beinahe senkrecht erfolgt.
Der Dank gilt dem gesamten Projektteam, den Mineuren und allen, die am Bau des Laufwasserkraftwerks Traunfall beteiligt sind.
Nähere Infos zum Projekt finden Sie unter www.energieabergut.at













