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Schwanenstadt: Oberösterreichs größter Klapotetz steht in Schlatt!

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Im Kirsch­gar­ten der Fami­lie Par­zmair am Hum­er­gut in Staig wacht nun ein Kla­po­tetz, eine Wind­müh­le mit Wind­rad, die durch das Klap­pern die Vögel vom „Naschen“ an den Kir­schen abhal­ten soll. Ein lang­ersehn­ter Wunsch von Jung­bau­er Franz Ratz­in­ger, den ihm sei­ne Freun­de zum 30er ver­wirk­licht haben. In vie­len hun­der­ten Arbeits­stun­den schu­fen die Freun­de des Ehe­paa­res Ratz­in­ger- Par­zmair die­se Vogel­scheu­che, wel­che mit statt­li­chen acht Metern Höhe und einen Flü­gel­durch­mes­ser von 3,6 Metern sich nun in die sanf­te Land­schaft des Obst­gar­tens ein­schmiegt.

Anfangs schien das Vor­ha­ben der ambi­tio­nier­ten Schlat­ter an der Besor­gung eines Bau­plans zu schei­tern, wel­cher in der Hei­mat der Kla­po­tet­ze, die Süd­stei­er­mark, ein gut behü­te­tes Geheim­nis ist. Doch durch her­vor­ra­gen­de Fach­kennt­nis der Betei­lig­ten wur­de aber in mühe­vol­ler Klein­ar­beit ein eige­ner Plan erstellt und man konn­te umge­hend mit der Pro­duk­ti­on begin­nen. Tisch­ler, Schlos­ser, Maschi­nen­bau­ern, Tech­ni­ker,…. befin­den sich unter den Erbau­ern und so konn­te das Pro­jekt pünkt­lich fer­tig gestellt wer­den. Ein abschlie­ßen­der Test im eige­nen Wind­ka­nal bestä­tig­te die Funk­tio­na­li­tät und beru­hig­te die flei­ßi­gen Tüft­ler.

Tra­di­tio­nell zum Hl. Jako­bi wur­de der Kla­po­tetz auf­ge­stellt und über 150 Per­so­nen nah­men am Fest­akt teil. Dar­un­ter auch Bür­ger­meis­ter Alo­is Stein­hu­ber aus Schlatt und Bür­ger­meis­ter Karl Stau­din­ger aus der Nach­bar­ge­mein­de Schwa­nen­stadt, wel­che auch die Paten­schaft über­nah­men. Nach der Seg­nung durch Dia­kon Alo­is Mai­rin­ger wur­de das neue Mit­glied der Fami­lie auf den Namen Josef der Ers­te getauft. Dabei gab es natür­lich einen Kirsch­schnaps und dar­auf galt es erfolg­reich die Glä­ser an den Mas­ten des Bau­werks zu zer­schel­len.

Eine der Beson­der­hei­ten eines Kla­po­tez sind die unter­schied­li­chen Holz­ar­ten in der Bau­wei­se. So wer­den der Kor­pus und die Flü­gel zum größ­ten Teil aus Fich­ten­holz, das Klang­brett aus Vogel­kir­sche und die Klöppl auf Grund der star­ken Bean­spru­chung aus der sehr har­ten Buche gebaut. Cha­rak­te­ris­tisch ist der Bund aus Bir­ken­zwei­gen am Ende des Kla­po­tez, der dem Wind etwas Angriffs­flä­che bie­ten soll.

Das Anlie­gen der Erbau­er war es aber ein Zei­chen zu setz­ten, und zwar ein Zei­chen der Freund­schaft. Der Kla­po­tetz soll­te den neu­en Besit­zern nicht nur Glück brin­gen und über Ihre Ern­te wachen, son­dern sie auch immer an die Freund­schaft erin­nern.

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