salzi.at - Aktuelles aus dem Salzkammergut

Schlatt wird bienenfreundlicher

0

Gemeinde geht mit gutem Beispiel voran und startet Projekt für den Bienenschutz

Schlatt. Alle Bienenfreunde der Gemeinde Schlatt, sowie Vereine und Institutionen, wurden kürzlich zum Startworkshop des Projektes „Bienenfreundliche Gemeinde“ eingeladen. Gesammelt wurden von den Teilnehmern bienenfreundliche Ideen entlang der Themen öffentlicher Raum, Garteln, Betriebe, Landwirtschaft und Bewusstseinsbildung. Die Gemeinde Schlatt gehört zu jenen 20 OÖ – Pioniergemeinden, die sich 2019/2020 am Projekt beteiligen. Bürgermeister Christian Mader zeigt sich begeistert: „Als Gemeinde verzichten wir schon lange auf chemische Pflanzenschutzmittel und haben bereits dieses Jahr kostenlose Samenmischungen für private Hausgärten zur Verfügung gestellt. Die vielen bienenfreundlichen Aktivitäten im Rahmen des Projektes werden unsere schöne Gemeinde noch lebens- und liebenswerter machen.“

In Österreich gibt es rund 690 Bienenarten, die bekannteste ist die Honigbiene. Bienen – Honigbiene wie Wildbienen – sind für die Bestäubung vieler unserer Nutzpflanzen unerlässlich. Doch die Bienen sind geschwächt, ihre Bestände schwinden stark. Die Auslöser dafür sind komplex: Sie reichen vom Verlust an Nahrungs- und Nistmöglichkeiten, dem Pestizideinsatz und Parasiten bis hin zum Klimawandel.

Teilnehmer des Startworkshops in der Gemeinde Schlatt

Intakte Böden nehmen hierbei eine Schlüsselfunktion ein: Denn rund 70 % der Wildbienen nisten im Boden und die Nahrungsvielfalt über dem Boden ist für alle Bienen überlebenswichtig. Ohne gesunde Böden und Bienen gibt es weniger Pflanzenvielfalt: Sie bilden eine Allianz für das Leben.

Gemeinden können viel zum Bienen- und Bodenschutz beitragen, indem z.B. öffentliche Grünflächen bienenfreundlich gestaltet und pestizidfrei gepflegt werden. Oder indem Bewusstsein in der Bevölkerung geschaffen wird. Darum hat das Umweltressort des Landes das Projekt „Bienenfreundliche Gemeinde“ unter dem Motto „Unser Boden für Bienen“ ins Leben gerufen: Gezielte Maßnahmen sollen Gemeinden unterstützen, mit gutem Beispiel voranzugehen und den Bienen- und Bodenschutz nachhaltig zu verankern.

Ein Schwerpunkt ist die nachhaltige Schaffung blütenreicher Lebensräume mit heimischen Wildpflanzen als Nahrungsgrundlage für die Honig- und Wildbienen – z.B. auf öffentlichen Flächen aber auch in den Privat-Gärten. Eine gute Vernetzung und Einbindung aller Akteure in der Gemeinde – von Imker/innen, Landwirte, Gemeinde- oder Bauhofmitarbeiter/innen bis hin zu Betrieben und Bildungseinrichtungen – ist freilich die Voraussetzung für den Erfolg des Projektes.

Foto: Gemeinde Schlatt

Teilen.

Kommentare