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FPÖ – Kaniak: Maskenpflicht in Supermärkten falsche Maßnahme zum falschen Zeitpunkt

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Medizinisches Personal ist im Tragen von Masken und Handschuhen geschult, der einfache Bürger nicht
Schörfling/Wien – Die von der Bundesregierung kurzfristig verordnete Tragepflicht für Schutzmasken in Lebensmittelmärkten und Drogerien wird vom freiheitlichen Gesundheitssprecher NAbg. Mag. pharm. Gerhard Kaniak aus Schörfling heftig kritisiert.

„Solange es die Bundesregierung nicht schafft, dass Kliniken, Arztordinationen, Apotheken oder andere Hilfs- und Pflegedienste zentral mit ausreichend Schutzausrüstung versorgt werden können, ist es wohl eindeutig zu früh, die breite Öffentlichkeit zum Maskentragen zu verpflichten“, so Kaniak. Zunächst müssen vorranging jene geschützt werden, die im direkten Kontakt mit Erkrankten und Infizierten stehen, und das sei nun mal nicht der normale Bürger beim kurzen Einkauf. Denn hier könne durch das Einhalten der empfohlenen Abstände von 1-2 Metern zwischen den Personen das Ansteckungsrisiko auch ganz ohne Masken drastisch reduziert werden. „Für Pfleger, Ärzte oder anderes Gesundheitspersonal ist dieser Abstand jedoch nicht möglich“, begründete Kaniak seine Forderung nach rascher behördlicher Versorgung dieser Einrichtungen mit Schutzmasken. Zudem sehen maßgebliche Institutionen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO oder das renommierte Robert Koch-Institut die generelle Maskenpflicht kritisch, da diese im schlimmsten Fall sogar zu mehr statt zu weniger Infektionen führen könne.

„Medizinisches Personal ist im Tragen von Masken und Handschuhen geschult, der einfache Bürger nicht. So kommt es zu fehlerhafter Anwendung und einem trügerischen Schutz, der nicht vorhanden ist. Zumal wird kein Bürger darüber aufgeklärt, wie oft und wie lange er eine solche Maske tragen kann und darf“, erklärte Kaniak das Problem und weiter: „Auch wird nicht berücksichtigt, wie und wann die Masken in den Märkten ankommen, offenbar hat die Regierung viele, vor allem kleine Marktbetreiber überrumpelt, denn der Bedarf an Schutzausrüstung ist weltweit enorm, lange Lieferzeiten somit gewiss.“

Lob gibt es von Seiten des freiheitlichen Gesundheitssprechers für die Ankündigung der Bundesregierung, die Durchseuchungsrate in der Bevölkerung mittels breitgefächerter Abstriche und Tests zu erheben. „Es bleibt allerdings zu hoffen, dass diese Erhebung auch tatsächlich zeitnahe umgesetzt und nicht wie viele andere Ankündigungen auf die lange Bank geschoben wird. Wenn die Vorschläge von Experten aufgegriffen und die Proben der Bevölkerung ‚gepoolt‘ ausgewertet werden, kann man auch mit einer relativ geringen Anzahl an Laboruntersuchungen ein sehr exaktes Bild der Virusverbreitung erhalten. Wichtig ist es, valide Daten für die kommenden Entscheidungen zu haben und diese Information mit dem Parlament, der Öffentlichkeit und den Experten frühzeitig zu teilen.

Nur so können die notwendigen Maßnahmen gemeinsam diskutiert und beschlossen, sowie die notwendige breite Akzeptanz für das weitere Vorgehen gewonnen werden“, so Kaniak, der noch anfügte, dass Island bereits schon vor Wochen ein breites Testmodell mit Erfolg umsetzte und es unverständlich ist, warum Österreich nicht auf diese Erfahrungen zurückgreift.

Foto: FPÖ

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6 Kommentare

  1. Super Jasmin, endlich einmal ein vernünftiger Kommentar. Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihren so wichtigen, verantwortungsvollen Beruf. Bleiben Sie gesund

  2. Ich kann Hr. Kaniak nur zustimmen. Ich arbeite in der Pflege und wir brauchen den Mundschutz viel dringender, da Mindestabstände nicht eingehalten werden können zu potentiell gefährdeten Menschen. Außerdem wiegt man die Bevölkerung in falscher Sicherheit – wesentlich wichtiger ist ein adäquates, angepasstes Verhalten beim Einkaufen, dass jeder mit Hausverstand schaffen sollte.

  3. refrodnredein lrak am

    Geht’s jetzt um CORONA oder wollt ihr beiden Klugs. nur eure politische MEINUNG kundtun. Dass ist die FRAGE???
    Um mir eigene Meinung zu Bilder guck ich nicht Ö. Regierungssender, bevorzuge ARD, ZDF, RTL.

  4. Rudi Froscher am

    für mich kommt das Maskentragen auch viel zu spät, der Fasching ist ja längst vorbei und die Krampusveranstaltungen so vorzuverlegen, das ist genauso daneben, wie das Rauchen trotz deutlicher Unterschriften nicht aufzuheben, weil der Strache auch gerne eine durchgezogen hat, eine Zigarette!

    Ich habe bis jetzt schon immer geglaubt, das Ärzte einen entsprechenden Mundschutz tragen, auch deshalb, das Patienten nicht angesteckt werden, wenn ihre Ärztekongressvertreter im Kitzloch die geistigen Gewinne des Ärztekongresses praktisch verfestigten.

    Ich bin so froh, im teuren GEsundheitssystem zu leben und besonders freut es mich, dass ich meine getätigten Vorauszahlungen nie in Anspruch nehme und dadurch nicht das Risiko habe, in irgendeiner Art und WEise vielleicht doch nicht ganz bestens versorgt zu werden.

    Es lebe der Kapitalismus im Gesundheitswesen.

    • Rudi Froscher am

      Konklusio zu türkis blau: Gottseidank haben wir diese verantwortungslosen Raucherbefürworter abgeschüttelt und die Übergangsregierung hat das einzig sinnvolle gemacht, das Rauchen weitgehend verboten. Wie kommen Kellner/Innen dazu, dass sie mit 60 einen Herzinfarkt oder Lungenkrebs haben. Die verantwortungsloseste Gesundheitspolitik wurde somit durch die Übergangsregierung beendet. Natürlich haben Apotheker dadurch weniger Umsätze, wenn nicht so viele Menschen durchs Rauchen dauerkrank sind. Die türkis blauen waren die Themenverfehlung des Jahrhunderts in Bezug auf die Raucherkrankheit . Dank Ibiza und damit Strache und Gudenus konnte dieser gesundheitspolitischer Wahnsinn beendet werden. Danke Herr Strache, doch auch viel gutes getan für Österreich, wenn auch unbeabsichtigt.