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Ausnahmesituation bringt Berufsgruppe im internationalen Jahr der Pflege ins Rampenlicht

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 Zum Gedenken an Florence Nightingale, der Pionierin der modernen Gesundheits- und Krankenpflege, wird jedes Jahr an ihrem Geburtstag,
dem 12. Mai, der Tag der Pflegenden begangen. Aus Anlass ihres 200. Geburtstags hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2020 zum weltweiten Jahr der Pflegenden erklärt. Durch die Corona-Pandemie werden die umfangreichen Aufgaben der Pflegenden einmal mehr sichtbar: Noch nie waren die spezifischen Kompetenzen und das persönliche Engagement von Pflegefachpersonen von so immenser Bedeutung wie jetzt.

Im Salzkammergut Klinikum stehen rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege, der Pflegeassistenzberufe, Abteilungshilfen und Stationssekretärinnen im Einsatz, um den jährlich über 60.000 stationären und 450.000 ambulanten Patientinnen und Patienten die beste pflegerische Versorgung zu bieten. Die Vielseitigkeit und die komplexen Anforderungen dieses Berufes wurden in den vergangenen Jahren auch durch die Aus- und Weiterbildung unterstrichen, die bis zum Fachhochschulniveau mit universitärem Abschluss reicht. Die Corona-Pandemie zeigt die Bedeutung dieser Berufsgruppe für ein funktionierendes Gesundheitssystem
auf drastische Weise auf. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pflegebereich leisten einen enormen Beitrag, um unsere Patientinnen und Patienten unter diesen erschwerten Bedingungen zu pflegen und zu begleiten. Besonders hervorzuheben ist die wertvolle Arbeit aller Pflegenden auf der Isolierstation und in den Akutbereichen. Die dortige Aufgabenstellung wurde durch die umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen zur besonderen Herausforderung. Aber auch abseits von Corona gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mein großer Dank für ihren täglichen, professionellen Einsatz unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen“, sagt Mag.a Gabriele Meixner, MBA, Pflegdirektorin im Salzkammergut Klinikum.

Vertrauensperson hinter Schutzmaske und Visier
Aufgrund des in allen Kliniken geltenden Besuchsverbots stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege oftmals auch den wichtigsten sozialen Kontakt für die Patientinnen und Patienten dar. „Wir sind die ersten Ansprechpersonen für Patientinnen und Patienten. Weil sie ihre Ängste und Sorgen nicht mit Besucherinnen und Besuchern teilen können, erleben wir derzeit Freud und Leid noch intensiver. Wir versuchen, so gut es geht, Zeit für die kranken Menschen zu finden und so anstelle des fehlenden Besuchs für sie da zu sein. Denn eines ist klar: Die Patientinnen und Patienten werden immer im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen“, erklärt DGKP Barbara Schmid, die Stationsleiterin der Isolierstation im Salzkammergut Klinikum Gmunden.

Foto: OÖG

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