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Mobile Pflegedienste der Caritas sind wieder im vollen Umfang im Einsatz

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Wäh­rend des coro­nabe­ding­ten Lock­downs durf­ten die mobi­len Pfle­ge­diens­te der Cari­tas nur ein­ge­schränkt für die Men­schen im Bezirk Vöck­la­bruck im Ein­satz sein. Auch wenn die Pan­de­mie noch nicht vor­bei ist, dür­fen jetzt die Cari­tas-Mit­ar­bei­te­rIn­nen ihre Pfle­ge- und Betreu­ungs­ar­beit wie­der im vol­len Umfang leis­ten. Wer in den Gemein­den rund um den Mond­see oder den Atter­see eine mobi­le Betreu­ung und Pfle­ge benö­tigt, kann sich unter 0676 8776 2583 oder 0676 8776 2584 mel­den.

Frau W. ist allein­ste­hend, 87 Jah­re alt und wird seit über vier Jah­ren von den Mobi­len Pfle­ge­diens­ten der Cari­tas betreut. Sie freut sich jeden Tag auf die Mit­ar­bei­te­rIn­nen: „Ihr bringt Leben in mein Zuhau­se. Ihr seid jeden Tag mein Licht­blick und unter­stützt mich bei der Pfle­ge und dem Drum­her­um. Ich bin wirk­lich dank­bar, dass es euch gibt!“

Für unse­re Mit­ar­bei­te­rIn­nen ist es schön, bei den Men­schen so herz­lich will­kom­men zu sein. Sie emp­fin­den die Tätig­keit als sinn­stif­tend und arbei­ten daher moti­viert, beherzt, ein­fühl­sam und sehr ver­läss­lich. Zwi­schen den betreu­ten Men­schen und den Mit­ar­bei­te­rIn­nen besteht ein Ver­trau­ens­ver­hält­nis und das Mit­ein­an­der ist für bei­de Sei­ten ein Gewinn“, so Eli­sa­beth Kie­nes­ber­ger, Gebiets­lei­te­rin der Mobi­len Pfle­ge­diens­te der Cari­tas.

Men­schen, die Betreu­ung benö­ti­gen, trifft die Coro­na-Kri­se beson­ders schwer. Für sie bedeu­tet es oft, völ­lig iso­liert zu sein, Abstand ein­zu­hal­ten und auf Ritua­le wie Hän­de­schüt­teln oder auf eine Umar­mung zu ver­zich­ten. Daher sind die Dank­bar­keit und die Freu­de bei den Men­schen umso grö­ßer, wenn die Betreu­ung trotz­dem – mit allen Vor­sichts­maß­nah­men – wei­ter­hin erbracht wer­den kann.

Man­che Betreu­ungs­auf­trä­ge wur­den in der Anfangs­zeit der Pan­de­mie abge­sagt, weil die Ange­hö­ri­gen durch Kurz­ar­beit oder Home­of­fice die Pfle­ge sel­ber über­neh­men konn­ten. „Doch nach kur­zer Zeit wur­den wir gebe­ten, die Betreu­ung wie­der auf­zu­neh­men und haben den Satz ‚Jetzt ist mir erst bewusst, was vom Pfle­ge­per­so­nal täg­lich geleis­tet wird‘ mehr als ein­mal gehört. Der Stel­len­wert des Pfle­ge­be­ru­fes war bis vor kur­zem nicht all zu hoch. Doch der Blick auf die Berufs­grup­pe in Kri­sen­zei­ten ist eine gro­ße Chan­ce, das Anse­hen in der Öffent­lich­keit zu heben“, so Kie­nes­ber­ger.

Für die Cari­tas-Mit­ar­bei­te­rIn­nen hat sich der Berufs­all­tag inso­fern ver­än­dert, als erhöh­te Hygie­ne­maß­nah­men getrof­fen wur­den. Fie­ber­mes­sen vor Dienst­be­ginn gehö­ren nun genau­so zur täg­li­chen Rou­ti­ne wie ver­mehr­te Hän­de­des­in­fek­ti­on sowie das Tra­gen von Hand­schu­hen und eines Mund-Nasen-Schut­zes. Bei der Betreu­ung von Men­schen mit Infek­ti­ons­ver­dacht oder nach einem Kran­ken­haus­auf­ent­halt kom­men auch Schutz­män­tel, Schutz­bril­len, Hau­ben und Schu­h­über­zie­her zum Ein­satz. Dass die­se Schutz­maß­nah­men eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung für die Mit­ar­bei­te­rIn­nen dar­stel­len, kann bestimmt jeder nach­voll­zie­hen, der in den letz­ten Wochen beim Ein­kau­fen einen Mund-Nasen-Schutz getra­gen hat.

Als Cari­tas sind wir davon über­zeugt, dass wir stär­ker sind, wenn wir uns gegen­sei­tig unter­stüt­zen. Gera­de in der Kri­se zeigt sich, wie wich­tig Zusam­men­halt und Für­ein­an­der-Dasein sind“, sagen die Cari­tas-Team­lei­te­rIn­nen Ger­lin­de Mauth­ner (Regi­on Atter­see) und Chris­ti­an Brein (Regi­on Mond­see) von den mobi­len Pfle­ge­diens­ten. „Wir haben uns stets bemüht, für die Anlie­gen und Pro­ble­me der betreu­ten Men­schen, der Ange­hö­ri­gen und der Mit­ar­bei­te­rin­nen ein offe­nes Ohr zu haben und bei der Suche nach Lösun­gen zu hel­fen. Und jetzt freu­en wir uns, wie­der in vol­lem Umfang tätig sein zu kön­nen.“

Foto: Cari­tas

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