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Herbstputz an Österreichs Badeseen

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Bun­des­fors­te star­ten Seen­rei­ni­gungs­ak­ti­on
Rund 100 frei­wil­li­ge Hel­fe­rIn­nen von Was­ser­ret­tung, Feu­er­wehr und Tauch­ver­ei­nen in ganz Öster­reich im Ein­satz – Groß­auf­ge­bot am Wör­ther­see – Segel­boot­ber­gung am Atter­see

Urlaub an den hei­mi­schen Seen lag die­sen Som­mer voll im Trend. Die Öster­rei­chi­schen Bun­des­fors­te (ÖBf) star­ten daher zum Ende einer inten­si­ven Bade­sai­son eine groß­an­ge­leg­te Seen­rei­ni­gungs­ak­ti­on und befrei­en zahl­rei­che Gewäs­ser von Müll und „Andenken an den Som­mer“. Dosen, Fla­schen und Plas­tik­sa­ckerl bis hin zu Stahl­fäs­sern, Rei­fen, Strand­mö­beln und Boo­ten: Das alles ist am Grund öster­rei­chi­scher Seen zu fin­den. „Gemein­sam mit regio­na­len Ver­ei­nen und Gemein­den füh­ren wir einen öster­reich­wei­ten Herbst­putz an belieb­ten Bade­se­en durch“, so Georg Schöppl, Vor­stand für Finan­zen und Immo­bi­li­en der Bun­des­fors­te, die mehr als 70 der grö­ße­ren Seen des Lan­des nach­hal­tig bewirt­schaf­ten. Ins­ge­samt wer­den ab 19. Sep­tem­ber rund 100 Hel­fe­rin­nen und Hel­fer der Öster­rei­chi­schen Was­ser­ret­tung, der Feu­er­wehr sowie regio­na­ler Tauch­sport­ver­ei­ne im Ein­satz sein, um Seen und Ufer­be­rei­che in Ober­ös­ter­reich, Kärn­ten, Salz­burg sowie der Stei­er­mark zu rei­ni­gen. Die Tauch­gän­ge wer­den vor­wie­gend in ufer­na­hen Berei­chen statt­fin­den und bis in eine Tie­fe von rund 20 Metern gehen.

Müll bedroht sen­si­bles Öko­sys­tem
Die bes­tens aus­ge­rüs­te­ten frei­wil­li­gen Hel­fe­rin­nen und Hel­fer ber­gen hun­der­te Kilos an Müll, dar­un­ter teils auch Fund­stü­cke, die das Öko­sys­tem und die Was­ser­qua­li­tät gefähr­den könn­ten. Die Gegen­stän­de gelan­gen ent­we­der durch Stür­me oder durch unacht­sa­me Ent­sor­gung in die Gewäs­ser. „Das Umwelt­be­wusst­sein hat in den letz­ten Jahr­zehn­ten zwar stark zuge­nom­men, den­noch wer­den Seen lei­der immer wie­der als Müll­de­po­nie miss­braucht“, so Schöppl. „Wir haben schon die unter­schied­lichs­ten Din­ge an die Ober­flä­che geholt. Aber gera­de Auto­bat­te­rien, Kühl­schrän­ke, Öl- oder Treib­stoff­fäs­ser haben in den Gewäs­sern nichts ver­lo­ren und müs­sen unbe­dingt ent­fernt wer­den, um das sen­si­ble Öko­sys­tem nicht zu gefähr­den“, betont Schöppl. Die umwelt­ge­rech­te Ent­sor­gung des gebor­ge­nen Mülls über­neh­men die Bun­des­fors­te in Zusam­men­ar­beit mit den Gemein­den. „Die regio­na­len Ver­ei­ne und Orga­ni­sa­tio­nen sind wich­ti­ge Part­ner für uns, um die Seen sau­ber zu hal­ten. Die Zusam­men­ar­beit funk­tio­niert seit Jah­ren aus­ge­zeich­net“, freut sich Schöppl.

Segel­boot­ber­gung und Heben von Stahl­fäs­sern in Ober­ös­ter­reich
Rund 15 Tau­che­rIn­nen der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr sind am 26. Sep­tem­ber am Atter­see in Ober­ös­ter­reich im Ein­satz. In dem über 46 km² gro­ßen See wird im Gemein­de­ge­biet von Weyregg nicht nur klein­tei­li­ger Müll vom Grund gebor­gen, son­dern auch ein Segel­schiff. Mit Hil­fe von Hebe­bal­lons soll das rund sechs Ton­nen schwe­re Boot wie­der an die Ober­flä­che gebracht und per Kran aus dem Was­ser geho­ben wer­den.

Am Traun­see steht der nörd­li­che Teil des Ost­ufers im Fokus der See­rei­ni­gungs­ak­ti­on. In Zusam­men­ar­beit mit der Feu­er­wehr wer­den am 26. Sep­tem­ber rund zehn Frei­wil­li­ge aus der Regi­on nach Müll tau­chen. Unter ande­rem wer­den die Hel­fe­rIn­nen bis zu zehn 200-Liter-Stahl­fäs­ser ber­gen. Die­se wur­den vor­ab bereits inspi­ziert, um sicher­zu­ge­hen, dass die Fäs­ser kei­ne gefähr­li­chen Stof­fe ent­hal­ten.

Seen­rei­ni­gung in Kärn­ten
Eine der bis­her größ­ten See­rei­ni­gungs­ka­tio­nen, die je am Wör­ther­see unter­nom­men wur­de, fin­det mit rund 35 Tau­che­rin­nen und Tau­cher am 26. Sep­tem­ber statt. Sie befrei­en den See­grund im Gemein­de­ge­biet von Krum­pen­dorf an gleich drei ver­schie­de­nen Stand­or­ten — bei der Schiffs­an­le­ge­stel­le, vor dem Koschat­park sowie dem Park­bad – von Müll und Unrat.

Bereits am 19. Sep­tem­ber star­tet die Seen­rei­ni­gung am Mill­stät­ter See im Bereich des öffent­li­chen Strand­ba­des Mill­statt. Im Ein­satz wer­den rund 12 Tau­che­rIn­nen, Boots­füh­re­rIn­nen und Hel­fe­rIn­nen der Was­ser­ret­tung und Feu­er­wehr ste­hen.

Müll-Tauch­gang im Salz­kam­mer­gut
Am Fuschl­see fin­det der Herbst­putz durch zehn Tau­che­rIn­nen der Was­ser­ret­tung am 25. Sep­tem­ber im Bereich zwi­schen dem Fuschl­see­bad und dem Bade­platz Wesen­au­er statt. Der Alt­aus­seer See wird zwi­schen 5. und 9. Okto­ber in Zusam­men­ar­beit mit Feu­er­wehr, Was­ser­ret­tung, Gemein­de und regio­na­len Tau­che­rIn­nen im Bereich Kahl­sen­eck gerei­nigt.

Nach­hal­ti­ges Seen­ma­nage­ment obers­tes Gebot
Ins­ge­samt pfle­gen, schüt­zen und bewirt­schaf­ten die Öster­rei­chi­schen Bun­des­fors­te für die Repu­blik Öster­reich 74 Seen mit mehr als einem Hekt­ar Was­ser­flä­che sowie zahl­rei­che Klein­se­en. Nach­hal­tig­keit in der Seen­be­wirt­schaf­tung ist dabei obers­tes Gebot. „Als größ­ter Natur­raum­be­wirt­schaf­ter Öster­reich sind wir uns unse­rer Ver­ant­wor­tung bewusst. Unse­re Seen zie­hen jedes Jahr tau­sen­de Besu­che­rin­nen und Besu­cher an. Sie sind sowohl Nah­erho­lungs­ge­biet als auch wert­vol­ler Lebens­raum für zahl­rei­che Tier- und Pflan­zen­ar­ten. Des­halb set­zen wir alles dar­an, sie best­mög­lich auch für künf­ti­ge Genera­tio­nen zu erhal­ten“, so Georg Schöppl abschlie­ßend.

Foto: pri­vat

 

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