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Beam me up, Scotty!“

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Mit sphä­ri­schen Klän­gen, ver­frem­de­ten E‑Gi­tar­ren-Sounds und wil­den Solos ent­führ­ten Kal­le Kali­ma und Oli­ver Steid­le in die „unend­li­chen Wei­ten des Welt­raums.“ Remi­nis­zen­zen an etwas Bekann­tes blit­zen im Hin­ter­grund auf, aber sofort heben die Kom­po­si­tio­nen ab, mit Augen­zwin­kern, und wirk­lich einer Por­ti­on fin­ni­scher Ver­rückt­heit.

Ent­fernt hör­bar ist ein Coun­try-oder Blues-Song, zu dem es aber nie wirk­lich kommt; oder ein tap­si­ger, unge­len­ker fin­ni­scher Tan­go; ein Bezug auf Jean Sibe­li­us; dazwi­schen jede Men­ge Welt­raum­aus­flü­ge mit ver­rück­ten Klang­ef­fek­ten, zu Siri­us A oder Pla­net 5. Kal­le Kali­ma hat auf der Gitar­re alle Mög­lich­kei­ten und Stim­men, der Mann kann alles: fet­zig, abge­ho­ben, spa­cig, vir­tu­os, modern, advan­ced, explo­siv, schräg, rockig, und auch nach­denk­li­che und ganz lei­se Töne.

Oli­ver Steid­le am Schlag­zeug hält immer mit ver­track­ten Rhyth­men dage­gen. Er ist nie nur Beglei­tung, son­dern der „Gas­ge­ber“, der Kal­le pusht und ganz eigen­stän­dig varia­bel agiert. Das funk­tio­niert nur, weil die bei­den schon seit 20 Jah­ren zusam­men­spie­len. Kal­le Kali­ma führt lau­nig durch das Kon­zert, das trotz Coro­na-Auf­la­gen zahl­rei­che und sehr dis­zi­pli­nier­te Publi­kum dank­te mit größ­ter Begeis­te­rung.

Foto: pri­vat

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