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Causa Hatschek: Gemeinden bringen Feststellungsklage ein

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Die Gemein­den Gmun­den, Alt­müns­ter, Ohls­dorf und Pins­dorf sol­len am 11.1.2021 beim Bezirks­ge­richt Gmun­den eine Fest­stel­lungs­kla­ge gegen die Zement­werk Hat­schek GmbH, Gmun­den ein­ge­bracht haben.

Vor­an­ge­gan­gen waren zahl­rei­che Gesprä­che und Ver­hand­lun­gen zwi­schen dem Bür­ger­bei­rat Zement­werk und der Unter­neh­mens­lei­tung, bei denen es vor allem um die anhal­ten­den Beläs­ti­gun­gen durch das Zement­werk (ins­be­son­de­re Geruch und Staub) gegan­gen ist. Das Fass zum Über­lau­fen brach­te aber, dass die Zement­werk Hat­schek GmbH eine 1996 zwi­schen den Gemein­den und dem Zement­werk abge­schlos­se­ne Ver­ein­ba­rung im Jahr 2020 außer­or­dent­lich gekün­digt hat. In die­sem zwi­schen dem Unter­neh­men und den Stand­ort- bzw. Nach­bar­ge­mein­den (Pins­dorf, Gmun­den, Alt­müns­ter, Ohls­dorf und Gschwandt) geschlos­se­nen Über­ein­kom­men ist unter ande­rem ver­ein­bart, dass im Zement­werk die bes­te ver­füg­ba­re Tech­nik zur Mini­mie­rung der Luft­schad­stoff­emis­sio­nen ein­ge­setzt wird.

Foto: pri­vat

Der Vor­sit­zen­de des Bei­rats, Pins­dorfs Bür­ger­meis­ter Die­ter Helms, zeigt sich über den Schritt des Unter­neh­mens ver­wun­dert und erklärt den Grund für die Ein­brin­gung der Kla­ge gegen das Zement­werk so: „Aus Sicht der Gemein­den und deren Rechts­ver­tre­tern ist die Kün­di­gung der Ver­ein­ba­rung durch die Zement­werk Hat­schek GmbH unwirk­sam. Das Bezirks­ge­richt Gmun­den soll daher prü­fen, ob die Ver­ein­ba­rung von 1996 wei­ter­hin gül­tig ist und das Unter­neh­men damit dazu ver­pflich­tet ist, die bes­te ver­füg­ba­re Tech­nik am Stand­ort ein­zu­set­zen.“

Unab­hän­gig vom aktu­el­len Gerichts­ver­fah­ren wird die Zement­werk Hat­schek GmbH in der Zeit von Jän­ner bis März 2021, wie vom Bür­ger­bei­rat schon lan­ge gefor­dert, die bestehen­den Elek­tro­fil­ter auf moder­ne Schlauch­fil­ter umrüs­ten. Die Gemein­den wer­den gemein­sam mit dem Bür­ger­bei­rat die Ergeb­nis­se die­ses Umbaus genau beob­ach­ten und gege­be­nen­falls wei­te­re tech­ni­sche Ver­bes­se­run­gen ein­for­dern.

Die Ableh­nung von Ver­hand­lun­gen und die vie­len Beschwer­den der Anrai­ner über die Emis­sio­nen des Zement­werks haben die Gemein­den zur Ein­rei­chung die­ser Kla­ge gezwun­gen. Trotz­dem hof­fen wir, dass wir uns in Zukunft wie­der ohne die Hin­zu­zie­hung von Juris­ten auf gemein­sa­me Lösun­gen eini­gen kön­nen, damit die Lebens­be­din­gun­gen für alle Anrai­ner ver­bes­sert wer­den und der Stand­ort des Zement­werks zukunfts­fit gemacht wird”, so die Gemein­den in einer Pres­se­aus­sen­dung.

Quel­le: Gemein­den Gmun­den, Alt­müns­ter, Ohls­dorf und Pins­dorf

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