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B145 nach Steinlawine wieder freigegeben

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Nach­dem die Auf­räum­ar­bei­ten nach den gest­ri­gen Stein­schlä­gen auf der B145 von einem tra­gi­schem Unfall über­schat­tet wur­den, konn­te die Salz­kam­mer­gut Bun­des­stra­ße in den spä­ten Abend­stun­den wie­der für den Ver­kehr frei­ge­ge­ben wer­den.

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Auf der Salz­kam­mer­gut­stra­ße B145 kam es ges­tern in den frü­hen Mor­gen­stun­den zu meh­re­ren Stein­schlä­gen. Ein Fahr­zeug­len­ker, der in dem Stre­cken­ab­schnitt der Fels­schlä­ge unter­wegs war, wur­de von einer Stein­la­wi­ne erfasst. Er blieb glück­li­cher­wei­se unver­sehrt. Die Sper­rung der Stra­ße wur­de umge­hend ein­ge­lei­tet.

Schutz­net­ze ver­hin­der­ten wei­te­re Stein­schlä­ge

Die Abgän­ge ereig­ne­ten sich in einem Bereich, wo erst kürz­lich Schutz­net­ze ein­ge­rich­tet wur­den. Durch die Schutz­vor­rich­tun­gen, in denen zahl­rei­che Fels­bro­cken hän­gen blie­ben, konn­te Schlim­me­res ver­hin­dert wer­den. Ledig­lich rund ein Kubik­me­ter an Stein­ma­te­ri­al konn­te von den Stein­schlagnet­zen nicht auf­ge­hal­ten wer­den.

Seil­sper­ren ent­lang der B145 Salz­kam­mer­gut Stra­ße (Foto: Land )

Von Sei­ten der Geo­lo­gen erfolg­ten Erkun­dun­gen am Stand­ort, wor­auf Auf­räum­ar­bei­ten der Stra­ßen­meis­te­rei Bad Ischl folg­ten. Die­ser Arbeits­ein­satz wur­de von einem trau­ri­gen Ereig­nis über­schat­tet. Beim Stand­ort­wech­sel kam der 31-jäh­ri­ge Stra­ßen­er­hal­tungs­fach­mann Micha­el S. aus Bad Goi­sern vom Weg tal­ab­wärts unglück­lich ab und ver­un­glück­te töd­lich.

Lan­des­rat Stein­kell­ner: “Bin tief betrof­fen”

Ich bin tief betrof­fen und erschüt­tert über die­sen tra­gi­schen Unfall. Mein Mit­ge­fühl in die­ser schwe­ren Zeit ist bei der Fami­lie unse­res treu­en Mit­ar­bei­ters“, so Lan­des­rat Mag. Gün­ther Stein­kell­ner. Nach dem tra­gi­schen Vor­fall wur­de eine Fach­fir­ma bei­gezo­gen, wel­che die rest­li­chen Han­g­räu­mungs­ar­bei­ten durch­führ­te.

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Die höhe­re Gewalt hat inner­halb kur­zer Zeit nun schon zwei­mal im Salz­kam­mer­gut zuge­schla­gen. Auf­grund von Stein­schlä­gen muss­te erst kürz­lich ein Abschnitt der B152 gesperrt wer­den. Hier lau­fen mehr­wö­chi­ge Sanie­rungs­maß­nah­men. Die Ereig­nis­se stel­len die gesam­te Mobi­li­tät in der Regi­on süd­li­ches Salz­kam­mer­gut vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen. Nach erfolg­ten Auf­räum- und Sanie­rungs­ar­bei­ten, konn­te die Lan­des­stra­ße B145 aller­dings am Mon­tag­abend wie­der für den Ver­kehr frei­ge­ge­ben wer­den.

Die teil­wei­se beschä­dig­ten Seil­sper­ren müs­sen in den nächs­ten Wochen aus­ge­räumt und repa­riert wer­den. Tem­po­rä­re Anhal­tun­gen des Ver­kehrs sind daher noch eini­ge Wochen not­wen­dig, wobei die Ver­kehrs­teil­neh­me­rin­nen und Ver­kehrs­teil­neh­mer mit War­te­zei­ten von bis zu 20 Minu­ten rech­nen müs­sen“, so Lan­des­rat Gün­ther Stein­kell­ner.

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Lang­fris­ti­ges, flä­chen­wirt­schaft­li­ches Pro­jekt für mehr Schutz

Bereits nach den Lawi­nen­er­eig­nis­sen im Win­ter 2018/2019 wur­de der Bereich ober­halb der B152 inten­siv inspi­ziert. Für ein flä­chen­wirt­schaft­li­ches Pro­jekt der Wild­bach- und Lawi­nen­ver­bau­ung, das von Mit­ter­wei­ßen­bach bis Lang­wies reicht, lau­fen seit eini­ger Zeit die not­wen­di­gen Vor­ar­bei­ten. Ziel ist es, gefähr­de­te Objek­te sowie die Stra­ße lang­fris­tig zu sichern“, so Lan­des­rat Wolf­gang Klin­ger. Haupt­säch­lich soll der Wald als natür­li­cher Schutz die­nen, wes­halb eine Bann­le­gung geplant ist. Die Bun­des­fors­te als Eigen­tü­mer der Grund­flä­chen sind in das Pro­jekt ein­ge­bun­den.

Quel­le: Land

 

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