salzi.at - Aktuelles aus dem Salzkammergut

Wirbel um Hotelparkplatz Toscana

5

Im Zuge des Hotel­pro­jekts auf der Tos­ca­na-Halb­in­sel soll das bestehen­de Park­platz-Are­al erwei­tert wer­den, ein Teil des Auwal­des zwi­schen Wart­gra­ben und Tos­ca­na­park­platz soll dazu gero­det wer­den. Das sorg­te in den ver­gan­ge­nen Tagen für Unmut in den sozia­len Netz­wer­ken. Eine Peti­ti­on wur­de ins Leben gerufen.

Es geht um die Zukunft und Kli­ma­schutz! Es darf nicht noch mehr Grün­flä­che, in die­sem Fall sogar Wald­flä­che, sinn­los ver­sie­gelt wer­den. Es muss eine Alter­na­ti­ve für den Park­platz gefun­den wer­den. Daher ist es wich­tig zu zei­gen, dass es Men­schen gibt, die noch für die Natur ste­hen“, so der Initia­tor Wer­ner Bin­der. Schon knapp 1.000 Unter­stüt­zer hat er mit sei­ner Peti­ti­on für sein Anlie­gen gewin­nen können.

https://www.openpetition.eu/at/petition/online/stoppt-die-abholzung-beim-toskanapark

Krapf: „Hotel­pro­jekt ist unabdingbar!“

Die erfolg­rei­che Rea­li­sie­rung des Hotel­pro­jek­tes Tos­ca­na ist für die tou­ris­ti­sche und wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung der Stadt Gmun­den unab­ding­bar. Wir brau­chen Näch­ti­gungs­ka­pa­zi­tä­ten für Kon­gres­se, Kun­den unse­rer hei­mi­schen Unter­neh­men sowie für gro­ße Kul­tur- und Sport­ver­an­stal­tun­gen. Ich bin als Bür­ger­meis­ter daher ein gro­ßer Befür­wor­ter die­ses Pro­jek­tes, die­ses genießt für mich obers­te Prio­ri­tät“, so Krapf.

Eine Errich­tung ent­spre­che laut Krapf dem Flä­chen­wid­mungs­plan, Natur­schutz- und Forst­be­hör­de sei­en als wich­ti­ge Säu­len im Ver­fah­ren ohne­hin ein­ge­bun­den. „Die recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen sind daher ein­deu­tig und ein unab­wend­ba­res Fak­tum, was in einem demo­kra­ti­schen Recht­staat auch zur Kennt­nis zu neh­men ist“, so der Bür­ger­meis­ter. Die von der Forst­be­hör­de gefor­der­ten Auf­fors­tungs-Ersatz­flä­chen für die Rodung sol­len vom Bau­herrn schon bereit­ge­stellt wor­den sein. 

Ent­schei­dung nicht bei Gemeinde

Die betrof­fe­nen Grund­flä­chen sind bereits ent­spre­chend als Park­platz bzw. als Son­der­ge­biet des Bau­lan­des für Tou­ris­mus­ge­biet gewid­met“, so Bau­stadt­rat Rein­hold Kass­mann­hu­ber. Die Ent­schei­dung oblie­ge daher der Bun­des­im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaft als Eigen­tü­mer sowie dem Pro­jek­tan­ten und nicht der Gemeinde.

Park­haus als mög­li­che Lösung

Kass­mann­hu­ber sei gegen eine wei­te­re Boden­ver­sie­ge­lung und erwar­te hier auch ein Ent­ge­gen­kom­men des Bau­her­ren. Die Anzahl der Park­plät­ze wur­de in Gesprä­chen bereits the­ma­ti­siert. Die­se sei­en mitt­ler­wei­le von 265 auf 220 redu­ziert wor­den. Auch ein Park­haus war im Gespräch. „Das ist aber natür­lich ein wei­te­rer Kos­ten­fak­tor für den Pro­jek­tan­ten“, ergänzt Kassmannhuber. 

Bei der Bau­ver­hand­lung ver­gan­ge­nen Mon­tag ging es rein um das Hotel­pro­jekt, der Park­platz war nicht The­ma. Hier­für ist eine eige­ne Bau­ver­hand­lung in knapp zwei Wochen anbe­raumt, infor­miert der Baustadtrat.

Die Vor­aus­set­zung für die Umset­zung stel­le eine bestimm­te Anzahl an behörd­lich vor­ge­schrie­be­nen Park­plät­zen dar. Ein Hotel gebe es nur, wenn die Auf­la­gen von den Pro­jek­tan­ten erfüllt wer­den, so der Bür­ger­meis­ter abschließend.

 

 

Teilen.

5 Kommentare

  1. Gerhard der Ältere am

    Gmun­dens Hotel-Wahn: es gab das PARK­HO­TEL = abge­ris­sen, es gab das HOTEL-KRO­NE = abge­ris­sen, es gab das HOTEL-MOOS­BERG = abge­ris­sen, es gab das ARK-HOTEL = umge­baut auf Woh­nun­gen, es gab das HOTEL-AUS­TRIA = umge­baut auf Woh­nun­gen. Kei­nes der Hotels hat sich gerech­net – aber jetzt wird alles anders, sagt Herr Krapf, Gmun­den braucht wie­der ein­mal ein Hotel – damit (unab­ding­bar) die Gäs­te kom­men. Herr Krapf weiß ver­mut­lich gar nicht, dass es eh 54 Hotels und Unter­künf­te in Gmun­den gibt. Es wird Zeit, dass Wah­len kom­men, da kann das Wahl-Volk sei­ne Stim­me (gegen die momen­tan noch Regie­ren­den) erhe­ben. Kennst Di aus !?

    • www.gmunden-news.at” lesen!??

      Da wird von enga­gier­ten Bür­gern nicht nur über Bau­wahn , son­dern auch über die dank ihnen auf­ge­deck­ten Wahr­hei­ten bzgl der bei­den Hotel­pro­jek­te berich­tet. Die Toten­grä­ber von Gmun­den — Sport­bür­ger­meis­ter Krapf als Mode­ra­tor sei­ner Crew & sei­ne Haupt­hand­lan­ger vom “BIG”!

      Beim Lesen DIE­SER Lek­tü­re wäre ein Schnäps­chen, aber eher Bal­dri­an zur Ner­ven­be­ru­hi­gung angesagt!

      Dan­ke an die Auf­de­cker von “gmun­den-news”, die “Dos­sier”- wür­dig die Machen­schaf­ten in Gmun­den in Ära BM Krapf publi­zie­ren. Ich mache auf­merk­sam auf euren Blog — va face to face — wo ich nur kann! Die von mir Ange­spro­che­nen tip­pen gleich Web­adres­se ins Smart­pho­ne & begin­nen dann gleich zu lesen! Ihr seid DIE Hel­den von Gmun­den! ??️?Kom­mu­nal­po­li­tiksumpf ist noch schlim­mer, als wir ech­ten Gmund­ner mit Hori­zont weit über den Traun­stein ahnten !

      • garfieldhater am

        du bist ein ura­nus mit blick über den klo­de­ckel du fertige

  2. RUDI FROSCHER am

    Resü­mee: das gezeig­te Ergeb­nis ist ein Pro­blem­fall von Anfang, hin­ter ver­schlos­se­nen Türen, bis zum heu­ti­gen Tag mit man­gel­haf­ten Abstim­mun­gen vor Ort, die nicht ein­mal allei­ne auf Hotel­nut­zung fixiert sind. wie­so wird nicht in Traun­dorf das Hotel end­lich ein­mal hin­ge­baut, wo das alte ÖVP Wahl Ver­spre­chen nicht ein­ge­hal­ten wor­den ist, trotz unglaub­lich güns­ti­ger Teil­flä­chen aus öffent­li­chem ÖBB See­grund hat es zu kei­nem Hotel gereicht.

    nach Traun­dorf pas­sen genug gut­ge­plan­te Hotels hin, ohne Inter­es­sens­kon­flik­te mit irgendwas.
    die zwei­te Rei­he nach der Espla­na­de wo das Park­ho­tel auch gestan­den ist, bit­tet sich ja mit den gro­ßen Flä­chen nach hin­ten wun­der­bar an. 

    Sicher soll­te man bei der BIG und LIG neu anfan­gen das gan­ze intel­li­gen­ter zu über­den­ken und poli­tisch demo­kra­tisch wei­ter­zu­den­ken und aus­zu­dis­ku­tie­ren. viel­leicht mit neu­en Leu­ten an der ÖBAG Spit­ze mit der BIG und halt unbe­dingt wirk­lich umfas­send aus­lo­ten, war­um man für den gan­zen öffent­li­chen Besitz nicht viel bes­se­re und nach­hal­ti­ge­re Nut­zungs­mög­lich­kei­ten mit Land Schloss Orth zusam­men­bringt, als ein der­art stark ver­än­dern­des Hotel mit einem Rie­sen­park­platz in der Ur Wald­roh­dungs- Zone, wo auch der See bei Hoch­was­ser immer wie­der her­aus­kommt, über das sich die Bür­ger gera­de auch nur rein aus opti­schen und sowie­so auch Umwelt­grün­den mit gutem recht empören. 

    Wahr­schein­lich haben jene, die bis­her ihr Ja gege­ben haben, eben nicht wirk­lich sel­ber wei­ter­ge­dacht man­gels feh­len­den amts­in­ter­nen Wei­sun­gen dahin­ge­hend und haben gar kei­ne Ahnung was an die­sem Stand­ort zer­stört wer­den “muss”, um hier so etwas wirt­schaft­lich betrei­ben zu kön­nen. und rund um die Wirt­schaft­lich­keit ist vie­les intrans­pa­rent unter Amts­ge­heim­nis, auch die Pacht­ver­trä­ge kön­nen doch nir­gends öffent­lich ein­ge­se­hen werden?
    Wie kann man ein so unwie­der­bring­lich his­to­ri­sches zusam­men­pas­sen­des Ambi­en­te so der­art mas­siv verändern(verschandeln), und poli­tisch pro­ble­ma­tisch, so intrans­pa­ren­te Ver­trä­ge mit öffent­li­chem Eigen­tum aushandeln? 

    in der Schu­le wür­de man für sol­che Gesamt­pro­jek­te wahr­schein­lich bes­ten­falls Genü­gend bekom­men, dar­über soll­ten betei­lig­te Poli­ti­ker und Par­tei­en viel­leicht gründ­li­cher nachdenken.
    und nicht das ers­te Mal hat man gera­de dort, wo so vie­le Bür­ger ihre Stim­me erho­ben haben, erst recht
    Feh­ler gemacht, die man auch mit Welt­fremd­heit und nicht nur Abge­ho­ben­heit erklä­ren kann. 

    Die­ses, bis jetzt sicht­bar gewor­de­ne Ergeb­nis schafft nur Pro­ble­me und Fragezeichen. 

    Viel­fach feh­len ja auch ande­re wich­ti­ge Räum­lich­kei­ten für öffent­li­che Zwe­cke in Gemein­den und könn­ten statt die­sem Hotel­pro­jekt leich­ter umge­setzt wer­den, ohne auf­wän­di­ge eige­ne Investition.
    Es gibt in Gmun­den kei­ne Jugend­her­ber­ge, es gibt wenig Start­woh­nun­gen, Zim­mer könn­te man im alten Gebäu­de genau­so anbie­ten, Start­woh­nun­gen, betreu­te Wohn­ge­mein­schaf­ten, Klein­woh­nun­gen, Feri­en­zim­mer, Ver­ei­ne, und Feri­en­schul- Lehr­gän­ge und ande­re schu­li­sche Zwecke.
    zudem wer­den öffent­li­che Begeg­nun­gen seit Coro­na auch wahr­schein­lich noch län­ger grö­ße­re Räum­lich­kei­ten oder Innen­hö­fe für Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen brauchen. 

    Gera­de bei öffent­li­chem Eigen­tum wäre man ja demo­kra­tisch eigent­lich gera­de­zu ver­pflich­tet, dass man das, was man vom Bür­ger als selbst­ver­ständ­lich zu erfül­len­den Auf­la­gen ab- ver­langt, sel­ber als gutes Vor­bild pla­ne­risch per­fekt und nach­hal­tig umsetzt. 

    Und die Öffent­li­che Hand hat auch genug Mit­tel und ist gut bera­ten etwas hun­dert­pro­zen­tig nach­hal­tig zu ver­wal­ten und wei­ter zu betreiben. 

    Traun­dorf ist der ein­zi­ge wah­re unkom­pli­zier­te­re Hotel Stand­ort und sagt mir bit­te, ein­mal ganz ehr­lich lie­be Poli­ti­ker aus Gmun­den und Herr Bür­ger­meis­ter, war­um man dort noch immer kein Hotel gebaut hat? 

    wer sich poli­tisch wei­ter­bil­den möch­te, auch über Fra­gen des Hotels, der wird in gmunden-news.at fün­dig und wahr­schein­lich auch weiser. 

    es gilt für Alle die Unschuldsvermutung.