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150 bis 200 Meter über steilen Gletscher abgerutscht

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Zwei Zwil­lings­brü­der aus Hör­sching sind am Sonn­tag auf dem Dach­stein auf einem Glet­scher 150 bis 200 Meter abgerutscht. 

Ein 29-Jäh­ri­ger und sein Zwil­lings­bru­der aus dem Bezirk Linz-Land fuh­ren am 02. Jän­ner 2022 mit ihren Freun­din­nen mit der Dach­stein Huner­ko­gel Seil­bahn von Ram­sau am Dach­stein (Stei­er­mark) auf den Dach­stein auf. Anschlie­ßend wan­der­ten sie über den Glet­scher zum Schul­ter­an­stieg und klet­ter­ten über den Klet­ter­steig auf den Hohen Dach­stein. Zum Abstieg wähl­ten sie nach einer kur­zen Gip­fel­rast den Rand­kluft­an­stieg. Die­ser ist etwas kür­zer, führt aber über den sehr stei­len Glet­scher tal­wärts. Schon nach einem kur­zen Stück rutsch­te einer der bei­den Brü­der am Eis aus und gleich dar­auf auch sein Zwillingsbruder.

Die Bei­den waren mit Pickel und Steig­ei­sen gut aus­ge­rüs­tet, konn­ten den Absturz aber nicht ver­hin­dern. Der zwei­te Abge­stürz­te schlit­ter­te in wei­te­rer Fol­ge ca. 150 bis 200 Meter über den stei­len Glet­scher bis fast in den Glet­scher­bo­den ab. Zeu­gen sahen den Vor­fall und setz­ten einen Not­ruf ab. Die Freun­din­nen stie­gen selbst­stän­dig ab. Mit­ar­bei­ter der Seil­bahn konn­ten die Per­so­nen mit einem Pis­ten­ge­rät abho­len und zur Berg­sta­ti­on brin­gen, von wo aus sie mit der Seil­bahn ins Tal fuhren.

Die leicht ver­letz­ten Brü­der waren ori­en­tiert und ansprech­bar, stan­den aber unter Schock. Sie bega­ben sich zuhau­se in ärzt­li­che Behand­lung. Der­zeit herr­schen schwie­ri­ge bezie­hungs­wei­se anspruchs­vol­le Ver­hält­nis­se vor. Der Regen der letz­ten Tage bis in hohe Lagen drang in die Schnee­de­cke ein und gefror, was den Glet­scher in eine har­te Eis­pis­te ver­wan­del­te, so die Polizei.

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