Am 13. März 2026 fand im Gasthaus Windlegern die 122. Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Eben und Nachdemsee statt. Neben zahlreichen Mitgliedern waren auch hochrangige Ehrengäste anwesend, um gemeinsam das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und zukünftige Ziele zu diskutieren.
Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr
Die Feuerwehr Eben und Nachdemsee blickt auf ein etwas ruhiges Einsatzjahr 2025 zurück, das geringe Einsatzaufkommen begründet aufgrund fehlender Unwetter oder Großschadensereignissen. Diese Tatsache spiegelt aber auch beim Jahresbericht des Landes OÖ wieder.
Ein Highlight war die Bewirtung am Altmünsterer Kirtag, der für einen positiven Kassenstand sorgte. „Die Zusammenarbeit war sensationell“, lobte Kommandant Günter Raffelsberger. Insgesamt waren 37 Einsätze – darunter 5 Brandeinsätze und 32 technische Hilfeleistungen zu bewältigen.
Ebenfalls positive Anerkennung findet im Bericht des Kassier Florian Loidl, der Stand am Kirtagsgelände und deren Auswirkung auf den ausgeglichenen Kassenstand. Aber auch auf der Ausgabenseite macht sich ein größerer „Brocken“ bemerkbar: das neue Fahrzeug, der LAST konnte komplett aus Eigenmitteln finanziert werden.
„Der Bericht beruht nicht auf Zahlen einer Statistik, sondern auf den vielen ehrenamtlichen Stunden!“ erklärt der Kommandant Raffelsberger.
Herausforderungen im Einsatz und technische Ausstattung
Trotz moderner Ausrüstung ist der dringende Neubau der Zeugstätte ein zentrales Anliegen. Derzeitige bauliche Mängel und Platzprobleme erschweren die Arbeit erheblich. Beispielsweise müssen Reparaturen an Fahrzeugen oft auf der Straße durchgeführt werden, was angesichts des starken Verkehrs gefährlich ist. „Hier ersuche ich um Unterstützung von allen Seiten“, betonte Raffelsberger in Richtung der anwesenden Gäste und Mitglieder.
Alles in Allem wurden von den Florianis über 13.000 Stunden für die vielfältigen Aufgaben, wie Einsätze, Jugendarbeit, Übungen, Administration usw. ehrenamtlich aufgewendet.
Ehrengäste würdigen Engagement der Feuerwehr
Die Versammlung wurde durch die Anwesenheit bedeutender Ehrengäste aufgewertet. Bürgermeister von Altmünster Martin Pelzer, Vizebürgermeisterin und Nationalrätin Elisabeth Feichtinger, Ehren-Oberbrandrat Robert Benda, sowie Pflichtbereichskommandant Christian Gruber ließen es sich nicht nehmen, die Leistungen der Feuerwehr zu würdigen. Bürgermeister Pelzer dankte den Kameraden für die unzähligen geleisteten Stunden und betonte: „Die Feuerwehr ist der Anker der Gesellschaft, wenn man die große Jugendgruppe sieht. Da kann ich einen positiven Blick in die Zukunft wagen“.
Engagement in Ausbildung und Jugendarbeit
Die Mannschaft zeigte auch 2025 große Bereitschaft zur Weiterbildung. Insgesamt 16 Übungen, 3 Schulungen und zahlreiche Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule wurden absolviert. Damit wurden insgesamt 953 Stunden in die Ausbildung investiert. „Gut ausgebildete Feuerwehrleute sind der Schlüssel, um in jeder Situation schnell und sicher helfen zu können.“ so der Tenor des Zugskommandanten.
Jugendgruppe als Hoffnungsträger
Besonders stolz ist die Feuerwehr auf ihre Jugendgruppe, die 27 Mitglieder zählt. Unter der Leitung von Jugendbetreuer Max Höller konnte der Wissenstest im Sicherheitszentrum Altmünster erfolgreich absolviert werden. Für die Jugendarbeit wurden beeindruckende 4.867 Stunden aufgewendet. Die Nachwuchsarbeit ist ein Garant für die Zukunft der Feuerwehr, wie Pflichtbereichskommandant Christian Gruber betonte. Durch die Vielfalt der Aktivitäten und abwechslungsreichem Programm wird den Jungflorianis ein besonderes Erlebnis geboten, um den Feuerwehrdienst auch in Zukunft schmackhaft zu machen.
Ehrungen und Auszeichnungen
Im Rahmen der Versammlung wurden zahlreiche Kameraden für ihre langjährige Mitgliedschaft und Verdienste geehrt.
Besondere Erwähnung fanden:
• 20 Jahre Gemeindeverdienstmedaille: Günther Egger, Florian Loidl, Andreas Moser
• 30 Jahre Gemeindeverdienstmedaille: Mathias Ellmauer, Christoph Moser, Dominik Wolfsgruber, Christoph Zauner
• 25 Jahre Feuerwehrdienstmedaille: Daniel Schernberger
• 50 Jahre Feuerwehrdienstmedaille: Josef Felleitner
Ausblick
Abschließend bedankte sich Kommandant Günter Raffelsberger bei allen Kameraden für den außergewöhnlichen Zusammenhalt und die vielen ehrenamtlichen Stunden: „Die Feuerwehr Eben und Nachdemsee ist ein Symbol für Kameradschaft und Hilfsbereitschaft.“ Mit großen Zielen, darunter dem Neubau der Zeugstätte, blickt die Feuerwehr zuversichtlich in die Zukunft.
Ein wichtiger Blick in den Herbst richtet sich bereits auf das Oktoberfest, das mit vielen Neuheiten und Überraschungen aufwarten wird – Info dazu folgen zeitgerecht. Hier wird bereits an der Planung gearbeitet und wieder um zahlreiche Mithilfe gebeten.
Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Eben und Nachdemsee stand im Zeichen von Rückblick, Ehrungen und Zukunftsvisionen. Dank der starken Jugendarbeit und der Unterstützung von Mitgliedern sowie Ehrengästen blickt die Wehr optimistisch auf die kommenden Aufgaben.



















