VÖCKLABRUCK. Seit 30 Jahren ist „Frau in der Wirtschaft“ in der WKO Oberösterreich und im Bezirk Vöcklabruck eine starke Stimme für Unternehmerinnen. Rund 40.000 Frauen profitieren heute von Netzwerk, Service und Initiativen, die unternehmerischen Erfolg unterstützen.
Alleine im Bezirk Vöcklabruck setzen 4.276 Unternehmerinnen täglich Impulse und tragen maßgeblich zur Stärkung der regionalen Wirtschaft bei. „Mit unserem Netzwerk vor Ort schaffen wir Sichtbarkeit, fördern Erfahrungsaustausch und geben Frauen die Möglichkeit, ihre unternehmerischen Ziele aktiv zu verwirklichen“, betont Christine Scharmüller, Bezirksvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“ in Vöcklabruck.
Beinahe jede zweite Unternehmensgründung in Oberösterreich ging 2025 auf eine Frau zurück. Das ist ein deutliches Signal, dass Unternehmerinnen die Zukunft gestalten. Auch im Bezirk Vöcklabruck zeigt sich dieser Trend: 236 Gründerinnen (46,1% aller Neugründungen) wurden von Frauen durchgeführt. „Unternehmerinnen schaffen Arbeitsplätze, bringen neue Ideen ein und stärken die regionale Wirtschaft“, sagt Christine Scharmüller. Der EPU (Ein-Personen-Unternehmer:innen) – Anteil im Bezirk ist mit 67% etwas größer als im Bundesland-Durchschnitt (62%), 46% davon sind Frauen. 35% aller Ein-Personen-Unternehmerinnen sind „hauptberuflich Vollzeit-EPU“, 34% „hauptberuflich Teilzeit-EPU“ und 31% „nebenberuflich EPU“.
Das Veranstaltungsprogramm von „Frau in der Wirtschaft“ bietet Unternehmerinnen im Bezirk Vöcklabruck zahlreiche Impulse: zum Weltfrauentag gab es vor kurzem unter dem Motto „Frauenpower“ einen Netzwerkabend im Kino Seewalchen, im Mai gibt es eine Unternehmensbesichtigung mit Talkabend bei Bestatterin Elisabeth Kienberger, und immer wieder Stammtische zum Austausch von „Frau-zu-Frau im Unternehmensalltag“. „So werden lokale Kontakte gestärkt, Wissen geteilt und neue Geschäftsperspektiven eröffnet“, berichtet Vorsitzende Christine Scharmüller mit ihrem Vorstandsteam Belinda Meinhart und Jeanette Kosch.
In den vergangenen 30 Jahren hat „Frau in der Wirtschaft“ vieles erreicht und entscheidende Verbesserungen für Unternehmerinnen durchgesetzt. Schwerpunkte waren und sind Bildung als Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – etwa durch die Erhöhung des Wochengeldes oder die Einführung einheitlicher Herbstferien. Ein Erfolgsbeispiel ist der Ausbau der Kinderbetreuung, bei dem sich die Unternehmerinnen ständig dafür einsetzen, um die Bedingungen zu verbessern.
Maßnahmen und Zukunftsschwerpunkte
Von der Kinderbetreuung über Karriereprogramme, Berufsorientierung in der Bildung bis hin zu modernen Arbeitszeitmodellen und starken Netzwerken für Frauen – das sind die Zukunftsthemen der Unternehmerinnen. „Wir richten unseren Blick bewusst nach vorne: Innovation, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Regionalität und Nachhaltigkeit sowie Internationalisierung stehen 2026 im Fokus“, erklärt Christine Scharmüller.

© Christina Gräßl











