Eine 70-jährige Frau aus Vöcklabruck ist am Dienstag Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden. Nach zahlreichen sogenannten Schockanrufen übergab sie Goldbarren im Wert von rund einer Million Euro an einen falschen Polizisten.
30 Anrufe und massiver Druck
Die Pensionistin erhielt laut Angaben rund 30 Anrufe von Betrügern. Diese gaben sich als Polizisten und Staatsanwälte aus und behaupteten, ihr Sohn habe in Wien ein Kind überfahren und müsse nun gegen Zahlung einer hohen Kaution vor einer Haftstrafe bewahrt werden.
Durch die Vielzahl an Anrufen und die dramatischen Schilderungen sei die Frau in eine emotionale Ausnahmesituation geraten.
Gold aus Bankschließfach geholt
Da die geforderte Summe von 100.000 Euro in bar nicht verfügbar war, begab sich die 70-Jährige zur Bank und holte Goldbarren aus ihrem Schließfach. Der Gesamtwert der übergebenen Wertgegenstände beläuft sich auf rund eine Million Euro.
Anschließend übergab sie die Goldbarren einem Mann, der sich als Polizist ausgab.
Betrug zu spät erkannt
Erst nach der Übergabe wurde der Frau bewusst, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war. Sie erstattete Anzeige, die Ermittlungen laufen.
Polizei warnt vor Schockanrufen
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass weder Polizei noch Staatsanwaltschaft telefonisch Geld oder Wertgegenstände fordern. Zudem existieren derartige Kautionsforderungen in Österreich nicht.
Kriminalbeamte raten dringend, bei entsprechenden Anrufen sofort das Gespräch zu beenden und sich nicht unter Druck setzen zu lassen.











