Der Gmundner Gemeinderat hat am Montag den Grundsatzbeschluss für das Seeviertel mit 20 zu 16 Stimmen beschlossen. Dafür stimmten ÖVP und FPÖ. Grüne, SPÖ und WIA Gmunden votierten dagegen. ÖVP-Gemeinderat Thomas Höpoltseder und NEOS-Gemeinderätin Linda Windbichler enthielten sich der Stimme.
Mit dem Beschluss wurde ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung des Seeviertels gesetzt. Herzstück des Projekts ist ein Hotel, dessen Finanzierung durch die Oberbank erfolgen soll. Als Betreiber ist die internationale Marriott-Gruppe vorgesehen. Insgesamt umfasst das Projekt ein Investitionsvolumen von rund 170 Millionen Euro.
Bürgermeister Stefan Krapf sprach von einem entscheidenden Schritt für die Stadt. Das Vorhaben werde die regionale Wirtschaft stärken, Arbeitsplätze schaffen und den Tourismus in Gmunden nachhaltig beleben.
Wohnsitzregelung im Mittelpunkt der Debatte
Den Schwerpunkt der Diskussion bildete die geplante Anpassung der Hauptwohnsitzregelung. FPÖ-Gemeinderätin Dina Fritz betonte, dass die Herausforderungen rund um Zweitwohnsitze, Leerstand und hohe Wohnkosten nicht durch eine Ablehnung des Projekts gelöst würden. Entscheidend sei vielmehr, ausreichend leistbaren Wohnraum an geeigneten Standorten zu schaffen. Gleichzeitig verwies sie auf die wirtschaftliche Bedeutung des Projekts und die zu erwartenden zusätzlichen Einnahmen für die Stadt.
Grüne, SPÖ und WIA Gmunden üben Kritik
Die drei Fraktionen begründeten ihre Ablehnung vor allem mit den geplanten Änderungen bei der Hauptwohnsitzregelung. Sie befürchten dadurch negative Auswirkungen auf die Wohnraumsituation und die weitere Stadtentwicklung.
Weitere Entscheidungen stehen bevor
Mit dem Grundsatzbeschluss ist das Seeviertel noch nicht endgültig beschlossen. In den kommenden Monaten müssen die Vertragsänderungen ausgearbeitet und weitere Beschlüsse im Gemeinderat gefasst werden. Der nun gefasste Beschluss gilt als wichtiger Schritt, um das seit Jahren geplante Projekt weiter voranzubringen.













Es war eine Entscheidung für Zweitwohnsitze, für Bootsgaragen (inklusive Lärm etc. siehe bestehende Bootsgaragen) und für Investoren, aber mit Sicherheit gegen die Gmundner/innen. Wer ÖVP/FPÖ wählt, darf sich nicht wundern, wenn die Stadt ausstirbt und die Leerstände ausstirbt. Eine Stadt wird nicht belebt durch Zweitwohnsitze oder Touristen, sondern durch Einwohner.
2027 sind Gemeinderatswahlen!