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Ebensee bekommt Fachmarktzentrum und Verkehrslösung bei “Dorfner-Kreuzung”

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In einer turbulenten Gemeinderatssitzung beschloss der Ebenseer Gemeinderat am 8. März mehrheitlich die Umwidmung der verbleibenden Fläche des ehemaligen Salinenareals (14.000 m2). Am 16. April wird daher mit dem Bau des Fachmarktzentrums begonnen. Die Zustimmung von ÖVP, FPÖ und Teilen der Bürgerliste konnte jedoch erst durch eine von SPÖ Bürgermeister Loidl beantragte Sitzungsunterbrechung erzielt werden. Gleichzeitig konnten auch die Weichen für eine Verkehrslösung bei der Engstelle „Dorfner-Kreuzung“ gestellt werden.

Die SPÖ Ebensee Fraktion studiert bei einem Lokalaugenschein die Pläne des neuen Fachmarkzentrums. Durch die in der Gemeinderatssitzung erzielte Umwidmung wird am 16. April mit dem Bau begonnen.

Fachmarktzentrum und Verkehrslösung drohten zu scheitern
Bis zur Sitzungsunterbrechung signalisierten sowohl ÖVP als auch FPÖ und Bürgerliste der Umwidmung ihre Zustimmung zu verweigern. Wäre der Beschluss nicht bei dieser Sitzung zustande gekommen, wäre sowohl die Verkehrslösung als auch das Fachmarktzentrum nicht umgesetzt worden und das Salinenareal wäre auf Jahre brach gelegen. Als Ablehnungsgrund wurde der eigentlich nicht zur Abstimmung stehende Verkaufspreis der gewünschten Verkehrsfläche beim ehemaligen Konsumareal angeführt.

SPÖ Bürgermeister Loidl unterbrach daher die Sitzung und es konnte eine Einigung mit den Betreibern des Fachmarktzentrums der Firma Immotop und den restlichen Fraktionen erzielt werden. „Ich war mir sicher, dass die Firma Immotop der Gemeinde beim Kaufpreis entgegenkommt. Umso besser, dass diese Einigung schon bei der Gemeinderatssitzung erzielt werden konnte“, freut sich SPÖ Fraktionsvorsitzender Markus Parzer.

Fachmarktzentrum bringt Arbeitsplätze und stärkt Nahversorgung
Das Fachmarktzentrum wird Ende Oktober, spätestens Anfang November seine Tore öffnen. Neben den Ankermietern ADEG, Penny und Bipa (REWE Gruppe) wird auch ein Kaffeehaus und diverse andere Geschäfte die Nahversorgung stärken. „Es werden einige neue Arbeitsplätze entstehen. Neben den Kommunalsteuereinnahmen freue ich mich vor allem, dass die durch die Konsumpleite verlorenen Arbeitsplätze wieder ersetzt, ja sogar ausgebaut werden können“, zeigt sich Bürgermeister Herwart Loidl (SPÖ) hoch erfreut über den Umwidmungsbeschluss.

Bei den zahlreichen Verhandlungen mit den Betreibern konnte auch ein ansehnlicher Bau erreicht werden. „Immotop hat nahezu alle Wünsche, die wir im Ausschuss an sie herangetragen haben umgesetzt“ bedankt sich Baureferent Gemeindevorstand Markus Siller für die gute Zusammenarbeit mit den Betreibern.

Verkehrslösung wurde ermöglicht
Die Firma Immotop ist durch die Umwidmung nun auch in den Besitz des ehemaligen Konsumareals gekommen. Durch einen Vorvertrag mit der Marktgemeine Ebensee kann eine zweite Fahrspur über das ehemalige Konsumareal geführt werden und die „Dorfner-Kreuzung“ dadurch entlastet werden.

„Wir können damit einen der neuralgischsten Verkehrspunkte Ebensees entschärfen. Durch die Umwidmung hat sich ein Fenster geöffnet, dass wir glücklicherweise in letzter Minute noch genutzt haben“, freut sich SPÖ Verkehrssprecher Gemeindevorstand Martin Derfler.

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12 Kommentare

  1. Ebenseer9999 am

    des is a guada vorschlag, des chaos bei der holzschuamacha-kurven in Griff zu gringn. aber da plant ma ja lieba bam in da bahnhofstraß’n, damit d’autofahra nu mehr behindert werden als wia bisher -> an neuralgische Punkte geht man ja nicht heran!

  2. verkehrslösung dorfnerkreuzung ist gute ,notwendige lösung.nächste aufgabe wäre dann holzschuhmacher kurve.busse,lkw..etc teiweise chaos pur…

  3. Rudolf Schwaiger am

    Na da sind wir mal gespannt auf die Verkehrslösung . das könnte noch Spannend werden.
    Welche variante das kommt .

  4. Bürgerliste für Ebensee am

    Bei der Gemeinderatssitzung wollte die SPÖ die für das FMZ erforderliche Änderung des Flächenwidmungsplanes durchwinken.
    BÜFE, ÖVP, und FPÖ aber, die gemeinsam eine Mehrheit haben, verlangten vom Vertreter von Immotop, Herrn Mag. Dietmar PRESLMAYR, einen Grundstreifen zum ortsüblichen Preis, für die Gestaltung eine Einbahnregelung zur Einbindung der Rindbacher- in die Bahnhofstraße, denn Immotop ist auch Besitzerin des ehemaligen Konsumareales.
    Darüber wollte Immotop nach der Änderung des Flächenwidmungsplanes verhandeln. Das ist nun der Punkt, an dem aus Ehrlichkeit Naivität wird! Nämlich zu glauben, dass beinhart kalkulierende Wirtschaftsfachleute, wenn sie schon haben, was sie brauchen, Zugeständnisse machen.
    In einer etwa 45-minütigen Sitzungsunterbrechung wurde, als Voraussetzung zur Zustimmung der BÜFE, ÖVP und FPÖ zur Änderung des Flächenwidmungsplanes, mit dem Vertreter von Immotop Nachstehendes vereinbart: Immotop verkauft der Marktgemeinde Ebensee zur Errichtung einer Einbahnregelung der Einbindung Rindbacher- in die Bahnhofstraße einen 4,5 m breiten Grundstreifen zum ortsüblichen Preis von € 55,-/ m². (Immotop wollte € 117,- / m²: das ist der Selbstkostenpreis für Grundkauf und Abrisskosten).
    Hätte die SPÖ noch die „Absolute“, wäre Seegrund um € 84,-/ m² verkauft (wie für das Hotelprojekt geschehen) und Straßengrund um € 118,-/ m² gekauft worden!!

  5. Neuhuber Wolfgang! Bei uns in Ischl werden systematisch Arbeitsplätze vernichtet, weil unfähige Gemeinderäte Entscheidungen treffen die Arbeitsplätze vernichten.

  6. Nach vollendung der Verkehrslösung Dorfner Kreuzung kann man auch über eine Einbahnregelung Hauptstraße(ausnahme Radfahrer) herangehen bringt auch einige Parkplätze

    • Alle reden nur über parkplätze. Hauptsache die autos können irgendwo stehen. Fahrt doch öfters mit dem fahrrad!!! Ist gut für umwelt und gesundheit!

  7. Bravo Bürgermeister Loidl wir Ischler werden in Zukunft auch zu euch einkaufen kommen, weil man in Ischl ohne Strafzettel nicht mehr einkaufen kann.

    • neuhuber wolfgang am

      beim billa, hofer, lagerhaus etc. gibts keine strafzettel. auch in ebensee gibts strafzettel genug.
      ausser der herr bürgermeister, der steht oft sehr lange in der hauptstrasse “gratis” während andere zahlen wegen 10 min. überschreitung.

  8. neuhuber wolfgang am

    ob durch die errichtung des einkaufszentrums eine höhere kommunalsteuer zu erwarten ist näher zu hinterfragen, da ja das einkausvolumen der bevölkerung nicht steigen wird. die neuen arbeitsplätze werden nur durch die bereits bestehenden ersetzt. die angestrebte verkehrslösung dorfnerkreuzung ist höchst notwendig und daher richtig.