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Aufwendige Bergung am Attersee — Leichnam von Taucher geborgen

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Diens­tag­nach­mit­tag ist die Lei­che jenes Tau­chers gebor­gen wor­den, der am 12. Okto­ber bei der Schwar­zen Brü­cke im Atter­see ertrun­ken ist. Immer wie­der gibt es dort Todes­op­fer. Die Behör­den sind macht­los, ein Tauch­ver­bot sei gesetz­lich nicht durch­setz­bar.

200.000 Tauch­gän­ge gibt es jedes Jahr im Atter­see. Fast alle ver­lau­fen ohne Pro­ble­me. Eini­ge weni­ge aber enden töd­lich, vor allem im Bereich der Schwar­zen Brü­cke in Stein­bach am Atter­see.

Immer wie­der töd­li­che Unfäl­le
In die­sem Bereich ist der See beson­ders tief, immer wie­der pas­sie­ren hier in Tie­fen von 80 bis 100 Metern töd­li­che Zwi­schen­fäl­le. In letz­ter Zeit suchen auf­fal­lend oft Tauch­tou­ris­ten aus Ost­eu­ro­pa den „Kick“, dort beson­ders tief zu gehen. Das letz­te Todes­op­fer ist ein 43-jäh­ri­ger Pole, sei­ne Lei­che wur­de am Sonn­tag in 85 Meter Tie­fe geor­tet und am spä­ten Diens­tag­nach­mit­tag von Tau­chern gebor­gen.

Tauch­ver­bot nicht durch­setz­bar
Die Behör­den sind macht­los, denn es gibt kein Gesetz, das das Tau­chen im Atter­see ver­bie­tet. Ein Tauch­ver­bot wäre nur mach­bar, wenn man die Ein­hal­tung auch kon­trol­lie­ren könn­te, und das sei in die­sem gro­ßen See eben unmög­lich, so der Bezirks­haupt­mann von Vöck­la­bruck, Mar­tin Gschwandt­ner. Nur vor­über­ge­hend und ört­lich begrenzt kann ein Tauch­ver­bot aus­ge­spro­chen wer­den, etwa wäh­rend der Ber­gung nach einem Tauch­un­fall.

salzi.aktuell — Nach­rich­ten vom 22.10.2013

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