Herbert Weißenbacher ist weit über Vöcklabruck hinaus eine bekannte Größe: Als Biologieprofessor prägte er Generationen von Schülerinnen und Schülern; zudem rückte er als langjähriger Landesleiter der Österreichischen Naturschutzjugend Anliegen der Natur geschickt ins Rampenlicht. Auf Vorschlag der Stadtgemeinde Vöcklabruck wurde der Pädagoge jetzt für seine weitläufigen Verdienste von Bundesminister Andrä Rupprechter geehrt.
Unter Weißenbachers Federführung wurden im Rahmen der ÖNJ-Aktion „Schüler retten Naturlandschaften“das 12 ha große Gerlhamer Moor in Seewalchen und das 11 ha große Kreuzbauernmoos in Pfaffing nachhaltig geschützt. 3ha des Feldinger Mooses in Mondsee sollen überdies Naturschutzgebiet werden. Durch seinen unermüdlichen Einsatz leistete Weißenbacher auch einen wesentlichen Beitrag für die Kür der Puchheimer Au, des Vöckla-Ager-Spitzes und des Auwaldes Weyer-Welsern in Neukirchen zum Landschaftsschutzgebiet. Mit zahlreichen Projekten verstand es Weißenbacher immer wieder, die Anliegen der Natur ins Bewusstsein zu rücken.
Eine Erhebung der verschiedenen Flechten im Stadtgebiet Vöcklabrucks zeigt – da diese ein Indikator für die Luftgüte sind – dass sich die Luftqualität im Raum Vöcklabruck wesentlich verbessert hat. Durch Naturfreikauf und gesetzlichen Biotopschutzwurde im Bezirk Vöcklabruck ein ökologisches Netzwerk zum Schutz der biologischen Vielfalt und zugleich der Naherholungsgebietefür die örtliche Bevölkerung aufgebaut.
Bei allem Engagement für die Umwelt ist dem Biologen das Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Arbeitsplätzen und Wirtschaft stets bewusst. Sein Erfolgsrezept ist daher eine gelungene Kooperation zwischen Umweltaktivisten und Gemeinden, Wirtschaft und Medien. Beim Abschlussfest der österreichweiten Kampagne „VielfaltLeben 2014“ in Wien wurde Prof. Herbert Weißenbacher von Bundesminister DI Andrä Rupprechter für seine Verdienste um den Schutz der Artenvielfalt im Bezirk Vöcklabruck geehrt.
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