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Druckschmerzen im Ohr – Was bei Flugreisen beachtet werden sollte

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Som­mer, Son­ne, Urlaubs­fee­ling – für vie­le die bes­te Zeit des Jah­res. Vor den erhol­sa­men Stun­den am Strand steht jedoch zumeist noch eine Flug­rei­se, bei der sich vie­le Men­schen mit einem unan­ge­neh­men Druck­ge­fühl, ein­ge­schränk­tem Hör­ver­mö­gen oder sogar Schmer­zen im Ohr aus­ein­an­der­set­zen müs­sen. Immer wie­der kommt es zudem vor, dass die­se Sym­pto­me anhal­ten und die Urlauber/innen mit Ohren­schmer­zen ihre Feri­en­des­ti­na­ti­on errei­chen. Man spricht dann von einem so genann­ten Baro­t­rau­ma. Was dahin­ter steckt und was Betrof­fe­ne dage­gen tun kön­nen, dar­über infor­miert Prim. Dr. Chris­ti­an Tejkl, Lei­ter der HNO-Abtei­lung am Salz­kam­mer­gut-Kli­ni­kum Vöck­la­bruck.

Prim. Dr. Chris­ti­an Tejkl, Lei­ter der HNO-Abtei­lung am Salz­kam­mer­gut-Kli­ni­kum Vöck­la­bruck

Unter einem Baro­t­rau­ma ver­steht man Beschwer­den von Sei­ten der Ohren, wel­che ins­be­son­de­re beim Lan­de­an­flug auf­tre­ten kön­nen. Dabei han­delt es sich um eine aku­te ein- oder beid­sei­ti­ge Man­gel­be­lüf­tung (Unter­druck) des Mit­tel­oh­res bei rascher abso­lu­ter oder rela­ti­ver Erhö­hung des atmo­sphä­ri­schen Außen­dru­ckes (zuerst nied­ri­ger Luft­druck in der Flug­zeug­ka­bi­ne, dann hoher atmo­sphä­ri­scher Außen­druck)“, erklärt Prim. Tejkl.

Ein gesun­des Ohr gleicht die­se Unter­schie­de auto­ma­tisch aus. Geschieht dies nicht oder nur unzu­rei­chend, hilft es zumeist durch Gäh­nen, Kau­en, Schlu­cken oder durch geziel­ten Druck­aus­gleich, das Ohr zu unter­stüt­zen.

Pro­ble­me auf­grund bestehen­der Infek­te
Immer wie­der tre­ten Urlauber/innen jedoch leicht erkäl­tet ihre Flug­rei­se an. In sol­chen Fäl­len sind die Schleim­häu­te der obe­ren Atem­we­ge geschwol­len und der Druck­aus­gleich funk­tio­niert nicht ein­wand­frei. Kommt es dann bei der Lan­dung zu einem aku­ten Schmerz im Ohr, der auch nach eini­ger Zeit nicht abklingt, ist die Ursa­che zumeist das genann­te Baro­t­rau­ma.

Gut vor­be­rei­tet in den Urlaub
Wer sei­nen ver­dien­ten Som­mer­ur­laub also mög­lichst beschwer­de­frei genie­ßen will, tut gut dar­an, schon vor der Flug­rei­se vor­zu­sor­gen. Mit rela­tiv ein­fa­chen Mit­teln kön­nen Flug­rei­sen­de – spe­zi­ell jene, die schon mit einer leich­ten Erkäl­tung ihre Rei­se antre­ten – dafür Sor­ge tra­gen, dass ihr Ohr in der Lage ist, die unter­schied­li­chen Druck­ver­hält­nis­se bei der Lan­dung zu bewäl­ti­gen. Abschwel­len­de Nasen­trop­fen pas­sen in jedes Rei­se­ge­päck und hel­fen – etwa eine Stun­de vor der Lan­dung ange­wen­det – den Unter­druck aus­zu­glei­chen.

Bei anhal­ten­den Schmer­zen zum Arzt
Auch bei anhal­ten­den Ohren­pro­ble­men im Urlaub sind abschwel­len­de Nasen­trop­fen und Schmerz­mit­tel in der Rei­se­apo­the­ke das ers­te Mit­tel der Wahl. Den­noch soll­ten Urlau­ber bei star­ken Schmer­zen, aku­ter Hör­min­de­rung oder Schwin­del den Arzt­be­such nicht zu lan­ge vor sich her­schie­ben. „Rei­zun­gen des Trom­mel­fells und des Mit­tel­ohrs sowie Sym­pto­me wie ver­min­der­tes Hör­ver­mö­gen, aber vor allem Dreh­schwin­del mit Übel­keit oder Erbre­chen deu­ten auf ein schwer­wie­gen­des Baro­t­rau­ma hin. Unbe­han­delt kön­nen dabei sogar blei­ben­de Schä­den des Ohres vor­kom­men“, sagt der Exper­te abschlie­ßend.

Foto: ges­pag

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1 Kommentar

  1. Dan­ke für die Info. Mir geht’s so nach jede Flug. Den­noch ver­ste­he ich nicht. Wie soll ich den Ohren­schmer­zen mit Nasen­trop­fen behan­deln?