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Standing Ovation für das Adrabesa Quartett in Bad Goisern

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Es war das zwei­te und das letz­te Kon­zert der Jazz­freun­de Bad Ischl von der neu­en Som­mer­rei­he „Jazz on a Summer’s Day“. Die Zwangs­pau­se im Früh­jahr eröff­ne­te neue Per­spek­ti­ven für den Ver­ein. Und so konn­te das schon zwei Mal ver­scho­be­ne Kon­zert mit Vasko Ata­na­sov­ski und Adra­be­sa Quar­tett end­lich am 13. August in der Lan­des­mu­sik­schu­le Bad Goi­sern statt­fin­den. Hät­te das Wet­ter mit­ge­spielt, wäre das Kon­zert eine Out­door-Ver­an­stal­tung in der Are­na der Lan­des­mu­sik­schu­le gewe­sen.

Bereits mit dem ers­ten Stück „Mee­ting“, eine Kom­po­si­ti­on von Vasko Ata­na­sov­ski, „spreng­te“ das Adra­be­sa Quar­tett das Publi­kum. Es ent­stand ein Wow-Effekt. Die­se über­ra­schen­de, beein­dru­cken­de Wir­kung ließ den gan­zen Abend nicht nach. Eine höchs­te Kon­zen­tra­ti­on an Musi­ka­li­tät und Vir­tuo­si­tät unter­schei­det die vier Musi­ker von vie­len ande­ren Quar­tet­ten.

Und das alles mit einer gro­ßen Por­ti­on Fein­füh­lig­keit und Emo­tio­na­li­tät gemischt. Tem­pe­ra­ment­voll, süd­län­disch, feu­rig, voll­blü­tig, sehr melo­disch, ja tän­ze­risch, mit folk­lo­ris­ti­schen Moti­ven aus dem Bal­kan gar­niert und wun­der­schön: Das ist die Musik des Adra­be­sa Quar­tet­tes. Vasko Ata­na­sov­ski, Saxo­phon und Flö­te, Simo­ne Zan­chi­ni, Akkor­de­on, Michel Godard, Tuba und Mar­jan Sta­nic, Schlag­zeug und Per­kus­si­on, boten eige­ne Kom­po­si­tio­nen des Band­lea­ders dar. Und ganz egal, ob es um schnel­le, rhyth­mi­sche oder lang­sa­me, von einem Bal­la­den-Cha­rak­ter gekenn­zeich­ne­te Stü­cke ging: Adra­be­sa Quar­tett begeis­ter­te stets mit einem Sound vol­ler Lebens­kraft und Vita­li­tät. Auch erzähl­te das Duo Ser­pent – Akkor­de­on im ers­ten Set von ande­ren, mär­chen­haf­ten Wel­ten oder die Flö­te führ­te das rhyth­mi­sche Akkor­de­on zu einem stür­mi­schen Tanz im zwei­ten Set.

Con­cer­to Epi­co“ dage­gen misch­te Ele­men­te des expe­ri­men­tel­len Jazz mit Dixie­land-Jazz: Ein sti­lis­ti­sches Feu­er­werk. Die Band sorg­te für Furo­re in Bad Goi­sern und ver­wan­del­te den Tou­ris­mus­ort für zwei Stun­den in ein Mek­ka des Jazz. Der Abend ende­te mit zwei Zuga­ben, Stan­ding Ova­ti­on und purer Begeis­te­rung beim Publi­kum. Ein außer­ge­wöhn­li­ches, tol­les Kon­zert.

Foto: Yuli­ya Atz­manstor­fer

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