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Gmunden nutzt Investitionspaket der Regierung und saniert LMS-Altbau Villa Clusemann

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Einen bes­se­ren För­der­schlüs­sel als im kom­mu­na­len Coro­na-Inves­ti­ti­ons­pa­ket der Regie­rung wird es auf län­ge­re Sicht nicht mehr geben. Weil der­ar­ti­ge Pro­jek­te aber bis Jah­res­en­de 2021 ein­ge­reicht wer­den müs­sen, zie­hen wir die in unse­rem Fünf­jah­res­plan ste­hen­de Clu­se­mann-Sanie­rung natür­lich vor. Von den rund 1,3 Mio. Euro Gesamt­kos­ten zahlt die Hälf­te der Bund und das Land betei­ligt sich mit einem Lan­des­zu­schuss von maxi­mal 260.000 Euro. Also blei­ben für die Stadt nur noch 390.000 Euro übrig.“

Finanz-Stadt­rat Tho­mas Höpolt­se­der erklärt hier kurz den raschen Ent­schluss zur Sanie­rung des Alt­bau­es der Gmund­ner Lan­des­mu­sik­schu­le. Die­ser, die his­to­ri­sche Vil­la Clu­se­mann, muss­te war­ten, nach­dem 2015 der moder­ne An- und Erwei­te­rungs­bau der LMS eröff­net wor­den war. Damals hat­te die Stadt – För­de­run­gen inklu­si­ve – 4 Mio. Euro inves­tiert.

Jetzt hieß es, die Gunst der Stun­de zu nut­zen, weil aktu­ell für die Stadt Gmun­den kraft des Ein­woh­ner­schlüs­sels 1,4 Mio. Euro an Bun­des­för­de­rung abruf­bar sind, aller­dings nur für Pro­jek­te kom­mu­na­ler Infra­struk­tur wie Schu­len oder Kin­der­gär­ten. Die­se Inves­ti­ti­on trägt nicht nur zu einer Wert­stei­ge­rung der Vil­la Clu­se­mann bei, son­dern unter­stützt auch die hei­mi­sche Wirt­schaft in einer ohne­hin schwe­ren Zeit.

Am abge­wohn­ten Inne­ren der denk­mal­ge­schütz­ten Vil­la Clu­se­mann, eines klas­si­zis­ti­schen Bau­es des Wie­ner Archi­tek­ten Her­mann Weh­ren­fen­nig aus dem Jahr 1873, nagt der Zahn der Zeit. Instal­la­tio­nen, Böden, Wän­de, Türen und Decken der Unter­richts­räu­me, der Schall­schutz der Räu­me und die Fas­sa­de mit ihren his­to­ri­schen Kas­ten­fens­tern müs­sen erneu­ert wer­den.

Der Beschluss zur Sanie­rung soll im Dezem­ber den Gemein­de­rat pas­sie­ren. Das Gros der Bau­ar­bei­ten wird im Som­mer 2021 gesche­hen. Im Schul­jahr 2021/20122 soll bereits im neu­en Alt­bau unter­rich­tet wer­den.

Bür­ger­meis­ter Ste­fan Krapf: „Mir ist es ein gro­ßes Anlie­gen, dass in die­sem Fall mehr als 1000 Kin­der und Jugend­li­che unter bes­ten infra­struk­tu­rel­len Bedin­gun­gen ihre musi­ka­li­schen und künst­le­ri­schen Talen­te ent­fal­ten kön­nen. Die­se Groß­in­ves­ti­ti­on in die Zukunft der Jun­gen und Jüngs­ten macht auch des­halb Sinn, weil Musik, Tanz und Gesang gera­de im Smart­pho­ne-Zeit­al­ter eine über­aus loh­nen­de, alter­na­ti­ve Beschäf­ti­gung für eine ganz­heit­li­che Ent­wick­lung sind.“

Foto: Stadt­ge­mein­de Gmun­den

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