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Notschlafstelle bietet seit 30Jahren Obdachlosen ein Dach über den Kopf

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Bis­her 65.500 Näch­ti­gun­gen, Akti­on „Ein Bett für den Win­ter“
Vor 30 Jah­ren, genau am 22. Novem­ber 1990 öff­ne­te die Not­schlaf­stel­le erst­mals Obdach­lo­sen ihre Tür. Nacht­dienst hat­te damals der bekann­te Vöck­la­bru­cker Alo­is Satt­le­der. Auch wenn in die­ser ers­ten Nacht die Gäs­te aus­blie­ben, wur­de die Not­schlaf­stel­le in Fol­ge häu­fig genutzt. Rund 2000 Auf­nah­men und über 65.500 Näch­ti­gun­gen ver­zeich­ne­te man in den 30 Jah­ren.

Hin­ter die­sen Zah­len ste­cken mensch­li­che Schick­sa­le. Jun­ge, Älte­re, Män­ner, Frau­en, Gebil­de­te, Min­der­qua­li­fi­zier­te, Öster­rei­cher, Migran­ten, Psy­chisch Kran­ke, … Auch wenn sich Pro­blem­la­gen der Kli­en­tIn­nen im Lauf der Zeit ver­än­dert haben, so ist deren bruch­stück­haf­ter Lebens­lauf cha­rak­te­ris­tisch. Das sym­bo­li­siert das Mosa­ik aus Bruch­flie­sen — nach einem Ent­wurf des Künst­lers Wolfang Panu­sch­ka — beim Ein­gang der Not­schlaf­stel­le. Die Bunt­heit der unter­schied­li­chen Men­schen, die hier nächtig(t)en drückt auch der Name „Mosa­ik“ für das gesam­te Ange­bot der Woh­nungs­lo­sen­hil­fe in unse­rer Regi­on – Delo­gie­rungs­prä­ven­ti­on, Not­schlaf­stel­le, Über­gangs­woh­nen – aus“, so Mosa­ik- Lei­ter Ste­fan Hin­din­ger.

Die Woh­nungs­lo­sen­hil­fe Mosa­ik hat sich in den 30 Jah­ren zu einer pro­fes­sio­nel­len Bera­tungs- und Betreu­ungs­ein­rich­tung wei­ter­ent­wi­ckelt. Neben der Not­schlaf­stel­le wird Bera­tung für delo­gie­rungs­ge­fähr­de­te Per­so­nen sowie Wohn­be­treu­ung (17Wohnplätze) ange­bo­ten. Pro Jahr sind es über 1000 Men­schen die unser Ange­bot in Anspruch neh­men, so Hin­din­ger. Wegen Arbeits­lo­sig­keit und Kurz­ar­beit auf­grund der Coro­na-Kri­se kön­nen sich immer Mehr Men­schen die Mie­ten nicht mehr leis­ten. „Ohne Unter­stüt­zun­gen durch pri­va­te Spen­den­töp­fe könn­ten wir nicht erfolg­reich arbei­ten, weil das öffent­li­che sozia­le Netz oft nicht mehr greift“, erläu­tert Hin­din­ger. Ursa­chen für die stei­gen­de Armut sieht das „Mosa­ik“ auch im Aus­ein­an­der­klaf­fen von Ein­kom­men und Fix­kos­ten. Wäh­rend die (vor allem unte­ren) Ein­kom­men in den letz­ten Jah­ren sta­gnier­ten, sind die Miet­kos­ten deut­lich höher gestie­gen als die Infla­ti­ons­ra­te.

Bett für den Win­ter“
Der Trä­ger­ver­ein der Woh­nungs­lo­sen­hil­fe Mosa­ik — das Sozi­al­zen­trum Vöck­la­bruck – hat vor Weih­nach­ten wie­der die Spen­den­ak­ti­on „Ein Bett für den Win­ter“ gestar­tet. Die Spen­den­gel­der wer­den zuguns­ten woh­nungs­lo­ser Men­schen im Bezirk Vöck­la­bruck und für Per­so­nen, die gefähr­det sind obdach­los zu wer­den, ver­wen­det. Durch das Ange­bot an Schlaf­plät­zen, Bera­tungs- und Betreu­ungs­leis­tun­gen der Mosa­ik-Mit­ar­bei­te­rIn­nen und finan­zi­el­le Unter­stüt­zun­gen für die eige­ne Woh­nung erhal­ten die Betrof­fe­nen direk­te Hil­fe. Die Spen­den sind steu­er­lich absetz­bar: Spen­den­kon­to: IBAN AT62 1860 0000 1602 9548, BIC VKBLAT2L, Infor­ma­ti­on beim Ver­ein Sozi­al­zen­trum (Tel. 07672/75145) oder im Inter­net unter www.sozialzentrum.org/mosaik sowie www.facebook.com/wohnungslosenhilfemosaik.

Foto: Mosa­ik

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