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Hohes Polizeiaufgebot bei Corona Kundgebung in Gmunden

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Gleich an zwei Tagen hin­ter­ein­an­der tra­fen sich Geg­ner der Anti-Covid Schutz­maß­na­hen in Gmun­den um ihren Unmut über die Regie­rung kund zu tun. Mon­tag­abend stan­den rund 60 Poli­zei­be­am­te bei cir­ca 500 Demons­tran­ten im Ein­satz. 

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Am Sonn­tag, 10. Jän­ner, tra­fen sich am Nach­mit­tag erneut eini­ge hun­dert Coro­na­kri­ti­ker zu einem soge­nann­ten Spa­zier­gang, unbe­kann­te Orga­ni­sa­to­ren hat­ten dazu in den sozia­len Netz­wer­ken auf­ge­ru­fen. Die Poli­zei reagier­te mit erhöh­ter Prä­senz.

Bür­ger­meis­ter dankt Exe­ku­ti­ve

Bür­ger­meis­ter Ste­fan Krapf lob­te am Sonn­tag in einer Stel­lung­nah­me die Poli­zei und die Bezirks­haupt­mann­schaft. Das Auf­ge­bot sei ein kla­res State­ment für Sicher­heit und Wah­rung des Rechts­staats. Die Demons­tra­ti­on sei erneut unan­ge­mel­det, jedoch fried­lich abge­lau­fen, über­wie­gend mit Abstand und ohne frag­wür­di­ge Paro­len. “Wäre nicht Lock­down, wäre dies kul­ti­vier­te, ange­mes­se­ne und auch wün­schens­wer­te Demo­kra­tie. Den­noch war die Ver­an­stal­tung erneut ille­gal und ich distan­zie­re mich daher davon. Es bleibt abzu­war­ten, wie der „Spa­zier­gang“ mor­gen mit „spe­cial guests“ abläuft,” so Krapf und wei­ter: ” Von der Stim­mung  könn­ten sich die Spa­zier­gän­ge­rin­nen und Spa­zier­gän­ger mor­gen ein Bei­spiel an der heu­ti­gen Ver­an­stal­tung neh­men.”

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Rösch und Schiess­ler in Gmun­den

Mit dabei waren dann am Abend des 11. Jän­ner die umstrit­te­ne Ärz­tin Kon­stan­ti­na Rösch und Rechts­an­walt Roman Schiess­ler. Bei­de tou­ren mit ihrer “Coro­na-Sprech­stun­de” durch Öster­reich. Rösch war zuvor Ärz­tin am LKH Graz und wur­de auf­grund ihrer frag­wür­di­gen Aus­sa­gen zu Coro­na und den Schutz­be­stim­mun­gen sei­tens der Regie­rung zuerst vor­über­ge­hend dienst­frei­ge­stellt und schließ­lich frist­los ent­las­sen.

 

Eini­ge Anzei­gen, ansons­ten fried­lich

Laut Bezirks­po­li­zei­kom­man­dant Obstlt. Ger­hard Stei­ger stan­den am Mon­tag rund 60 Poli­zei­be­am­te bei cir­ca 500 Demons­tran­ten im Ein­satz. Der Abend sei im Gro­ßen und Gan­zen ganz gut ver­lau­fen, meint Stei­ger. “Wün­schens­wert wäre gewe­sen, hät­te der/die Ver­ant­wort­li­chen die Ver­samm­lung ange­mel­det. Dann hät­ten wir im Vor­feld einen Ansprech­part­ner gehabt, Regeln ver­ein­bart und es wäre nicht unnö­ti­ger­wei­se zu Anzei­gen gekom­men.”

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Die Bilanz des Abends: 65 Anzei­gen, wegen Nicht­ver­wen­den des Mund-Nasen-Schut­zes, der zu tra­gen ist, wenn man an einer  Ver­samm­lung teil­nimmt. Außer­dem gab es eine kurz­fris­ti­ge Fest­nah­me zur Klä­rung der Iden­ti­tät einer ange­zeig­ten Per­son.

Auf sal­zi Nach­fra­ge wie die Vor­be­rei­tun­gen sei­tens der Poli­zei geklappt hät­ten, ant­wor­tet Bezirks­po­li­zei­kom­man­dant Stei­ger: “Das ist unser Beruf – also gut!”

Eine Ver­an­stal­tungs­teil­neh­me­rin berich­tet

Ich bin einer­seits dank­bar, dass sich trotz des rie­si­gen Poli­zei­auf­ge­bo­tes noch 600 – 700 Men­schen getraut haben, ges­tern nach Gmun­den zum Spa­zie­ren zu kom­men. Mit Frei­heit oder Demo­kra­tie hat das aus mei­ner Sicht aber nichts mehr zu tun, wenn rund um Gmun­den alle Park­plät­ze und Zufahrts­stra­ßen unter dem Deck­man­tel Fahr­zeug­kon­trol­len „über­wacht“ wer­den. Ande­rer­seits ist es erschre­ckend, wie schnell sich Men­schen, die sich für ihre Frei­heit ein­set­zen wol­len, abschre­cken las­sen und sofort wie­der brav nach Hau­se fah­ren. Da unse­re fried­li­chen Fami­li­en-Spa­zier­gän­ge rein spon­tan ent­stan­den sind, kann ich mir vor­stel­len, dass dies auch wei­ter so geschieht. Eine gewis­se Regel­mä­ßig­keit lässt sich aber bereits erken­nen. Ich woh­ne in Gmun­den und gehe mit Sicher­heit wei­ter­hin jeden Tag spa­zie­ren. Fri­sche Luft und Bewe­gung sind gesund und stär­ken unser Immun­sys­tem.”

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Droh­brie­fe gegen Bür­ger­meis­ter

Einen besorg­nis­er­re­gen­de Begleit­erschei­nung zu den Ereig­nis­sen in Gmun­den kam nun zu Tage. Bür­ger­meis­ter Ste­fan Krapf sieht sich mit ver­ba­len Dro­hun­gen kon­fron­tiert. Er bit­tet um mehr Beson­nen­heit und Sen­si­bi­li­tät, auch in der Wort­wahl.

 

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17 Kommentare

  1. @Ohne Lüg­ner
    Natür­lich kann man ein Grund­recht mit Mord ver­glei­chen.
    Du kannst auch einen Haar­spray mit einer Klo­bürs­te ver­glei­chen, wenn dir lang­wei­lig ist.
    Wie legal fin­dest du die lega­len Hin­rich­tun­gen in USA?
    Men­schen­rech­te sind nie ille­gal, aller­dings kön­nen Ver­ord­nun­gen ille­gal sein. ;-)

    Der Bür­ger­meis­ter kann und darf natür­lich pos­ten, was er will, sofern es nur eine Mei­nung ist, aller­dings sind eini­ge Bei­trä­ge von ihm mehr als nur mora­lisch bedenk­lich.

  2. Der Moment, wenn der Bür­ger­meis­ter von einer “ille­ga­len Demo” spricht, die er auch selbst auf sei­ner Sei­te inkl. „spe­cial guests“ ankün­digt und des­we­gen hun­der­te Poli­zis­ten bestellt wer­den. Das kannst nicht erfin­den.

    Wie öffent­lich muss denn eine Demons­tra­ti­on der Bür­ger ange­kün­digt wer­den, damit sie legal ist, was sie sowie­so ist?

      • Der Moment, wenn du befürch­test, dass du zu vie­le Poli­zis­ten bestellt hast und die nächs­te Demo mit spe­cial guests sicher­heits­hal­ber auf dei­ner Sei­te noch­mals für alle ankün­digst, damit die Poli­zei nicht allei­ne dort ist. Welt­klas­se!

        • Der Moment, wenn der Cad­dy beim Wohn­wa­gen Pusch nicht mehr ren­ta­bel ist und nun Spa­zier­gän­ger her­hal­ten müs­sen.

          • Ohne Lügner am

            Ist die Fla­sche jetzt leer?
            “Wie öffent­lich muss denn eine Demons­tra­ti­on der Bür­ger ange­kün­digt wer­den, damit sie legal ist, was sie sowie­so ist?”
            Ist sie 1. nicht und
            2. wenn ich z.B. einen Mord
            öffent­lich ankün­di­ge, wird er dann legal?

  3. Ich bin jetzt schon auf die Wor­te der ÖVP­ler gespannt, wenn schon in Kür­ze die meis­ten Poli­zis­ten, Kran­ken­pfle­ger und Ärz­te die Gift­sprit­ze ver­wei­gern wer­den. Sind sie dann auch Teil des Pro­blems (um den super­coo­len Mar­ke­tingspruch von Syl­via F.-A. zu ver­wen­den)?
    Vor­her gibt es näm­lich sicher kein Zurück zur Nor­ma­li­tät. 😉

    Bis wir mit die­sem Pro­blem kon­fron­tiert wer­den, kön­nen die ÖVP­ler wei­ter­hin für das Kran­ken­haus­per­so­nal und für die Exe­ku­ti­ve klat­schen! Das bringt echt viel. ;-)

    Es bleibt auf jeden Fall span­nend. ;-)

  4. Spaziergänger am

    Bit­te erlau­ben sie mir eine Kor­rek­tur der Zah­len:
    Spa­zier­gän­ger: ca. 200 bis 250 Per­so­nen, maxi­mal 300 Per­so­nen wenn man wohl­wol­lend auf­run­det,
    Poli­zei­be­am­te: ca. 80 bis 100 Per­so­nen

    An die zustän­di­ge Behör­de:

    Ich fra­ge mich, ob eine so star­ke Poli­zei­prä­senz zur Kon­trol­le der Ein­hal­tung der Mas­ken­pflicht gegen­über der eige­nen Bevöl­ke­rung sinn­voll, ver­hält­nis­mäs­sig und ange­bracht ist.

    Ich den­ke, dass die Kapa­zi­tä­ten und Fähig­kei­ten unse­rer Poli­zei anders­wo sinn­vol­ler ein­zu­set­zen wären, als die­se gegen die eige­ne Bevöl­ke­rung zu rich­ten.

  5. Nichts recht­fer­tigt ver­ba­le Angrif­fe oder Beschimp­fun­gen. Per­sön­li­che Belei­di­gun­gen sind abso­lut unan­ge­bracht und haben bei sol­chen Ver­an­stal­tun­gen abso­lut nichts ver­lo­ren. Auf kei­ner “Sei­te”!

    Es ist eben­so unan­ge­bracht, wenn sich div. Gmund­ner Poli­ti­ker wäh­rend der Ver­an­stal­tung am Rat­haus­platz hin­ter Vor­hän­gen im dunk­len Rat­haus ver­ste­cken, her­un­ter­spä­hen und wenn die ers­ten Men­schen hin­auf zei­gen sich wie­der hin­ter dem Vor­hang ver­ste­cken und so tun als ob nie­mand anwe­send wäre und es nicht der Mühe wert fin­den mit den Bür­gern zu spre­chen!!!!!

    Jeder Mensch soll das Recht auf eige­ne Mei­nung haben egal, wie die­se lau­tet. Aber als Poli­ti­ker über das Ver­hal­ten sei­ner Bür­ger beschwe­ren und es nicht der Mühe wert fin­den mit ihnen zu reden.…ich fra­ge mich wel­che Grün­de es für die­ses Ver­hal­ten geben mag.…nicht anwe­send zu sein ist eine Sache…aber anwe­send zu sein und zu beob­ach­ten und sich zu ver­ste­cken eine ande­re.… Es wären eini­ge ger­ne dabei, die ein fried­li­ches Gespräch begrü­ßen wür­den. (Gab es auch eini­ge zwi­schen Poli­zis­ten und Pas­san­ten, die wirk­lich fried­lich teils sogar freund­schaft­lich und infor­ma­tiv ver­lau­fen sind!) Spre­chen Sie BIT­TE mit den Men­schen!!!!! Kei­nem geht es wirk­lich gut, wie es ist! Zumin­dest ken­ne ich lei­der nicht sehr vie­le.…

    PS.: Hr. Lanz war dan­kens­wer­ter­wei­se anwe­send. Aber auf (zuge­ge­be­ner­ma­ßen etwas bar­schen aber doch niveau­vol­len Kri­tik) sich nach kur­zer Zeit mit den Wor­ten: “Des muas i ma net geben” abzu­rau­schen ist viel­leicht auch nicht der bes­te Weg.…ich wür­de es ger­ne ver­ste­hen kön­nen.…?

    UND NOCH­EIN­MAL: Jeder Mensch hat eine Mei­nung die auf Schick­sa­len, Erleb­nis­sen, ein­fach auf das Leben basie­ren und das ist zu respek­tie­ren und das ist GUT SO! Jede Mei­nung ist zu respek­tie­ren es gibt hier kein rich­tig und kein falsch. Man soll­te sie nur eben ver­tre­ten kön­nen und dazu ste­hen kön­nen in wel­chem Rah­men oder auf “wel­cher Sei­te” auch immer.

    • UND NOCH­EIN­MAL: Jeder Mensch hat eine Mei­nung die auf Schick­sa­len, Erleb­nis­sen, ein­fach auf das Leben basie­ren und das ist zu respek­tie­ren und das ist GUT SO! Jede Mei­nung ist zu respek­tie­ren es gibt hier kein rich­tig und kein falsch. Man soll­te sie nur eben ver­tre­ten kön­nen und dazu ste­hen kön­nen in wel­chem Rah­men oder auf “wel­cher Sei­te” auch immer.

      Dem kann ich nur bei­pflich­ten!!!

  6. Ohne Diktator am

    Uiuiui, da hat aber Dik­ta­tor Pfurz Angst!!! 161 Beam­te, 54 Dienst­fahr­zeu­ge und dar­un­ter Son­der­ein­heit aus Linz. Da haben auch die Pro­vo­ka­tio­nen der Zivil­be­am­ten nichts gebracht.

  7. Rudi Anschieber am

    Das Gute liegt doch so nah, in den “küh­len” See ein paar Pum­pen und man kann die erhitz­ten Gemü­ter wun­der­bar abküh­len! Wet­ten, das wäre sehr wirk­sam!!!!

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