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FPÖ – Kaniak: Das Projekt „eRezept“ muss mit ausreichend langer Übergangsfrist versehen werden

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Ein wei­te­res Regie­rungs­pro­jekt stol­pert wegen tech­ni­scher Pro­ble­me vor sich hin 

Wien-Schörf­ling a. A. —  Eigent­lich soll­te das elek­tro­ni­sche Rezept („eRe­zept“) schon seit dem 1. Jän­ner 2022 in Öster­reich Stan­dard sein. Wegen tech­ni­scher Pro­ble­me bei der Aus­rol­lung wur­de der Start auf den 1. Juli 2022 ver­scho­ben. So wie es aus­sieht, muss der Start­schuss aber noch ein­mal nach hin­ten ver­scho­ben wer­den. Medi­en­be­rich­ten zufol­ge hapert es an der Aus­stat­tung der Apo­the­ken mit einer aus­rei­chen­den Anzahl an eCard-Lese­ge­rä­ten, wie auch FPÖ-Gesund­heits­spre­cher NAbg. Ger­hard Kani­ak aus Schörf­ling a. A. – im Zivil­be­ruf selbst Apo­the­ker – bestä­tigt: „Seit Mona­ten sind die­se Lese­ge­rä­te nicht lie­fer­bar und kom­men angeb­lich erst im Herbst.

olan­ge nicht alle Apo­the­ken in Öster­reich mit der not­wen­di­gen Hard­ware aus­ge­stat­tet sind, kann das Pro­jekt ‚eRe­zept‘ nicht star­ten, weil es zu Cha­os in den Apo­the­ken und zu mas­si­ven Ver­zö­ge­run­gen bei der Ver­sor­gung der Pati­en­ten kom­men wird. “

Die Beschwich­ti­gung des Dach­ver­bands der Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger, wonach jede Apo­the­ke im Schnitt 2,5 Lese­ge­rä­te hät­te, hel­fe nur wenig, so Kani­ak: „Ein Gerät ist mit der Kar­te des Apo­the­kers, die als Zugriffs­be­rech­ti­gung dient, blo­ckiert. Somit bleibt im Durch­schnitt nur ein Gerät für die Pati­en­ten. Weil das Sys­tem der­zeit noch nicht feh­ler­frei funk­tio­niert, dau­ert die Abwick­lung viel län­ger als nor­mal. Die­ser Zustand ist weder für die Apo­the­ken noch für die Kun­den zufrie­den­stel­lend. Zudem muss die Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bes­sert wer­den. Vie­le Pati­en­ten wis­sen nicht, dass sie künf­tig die eCard, den digi­ta­len Rezept­code am Han­dy oder ein aus­ge­druck­tes ‚eRe­zept‘ – Letz­te­res soll­ten die Ärz­te bis Jah­res­en­de den Pati­en­ten immer mit­ge­ben, tun es aber oft­mals nicht – in die Apo­the­ke mit­neh­men müs­sen, weil sie sonst ihre Medi­ka­men­te nicht bekom­men. Es wäre daher ziel­füh­rend und ver­nünf­tig, das Pro­jekt ‚eRe­zept‘ mit einer Über­gangs­frist bis Ende 2022 zu versehen.“

Ins­ge­samt sei die gan­ze Ange­le­gen­heit ärger­lich – aber ein Sinn­bild für die Plei­ten die­ser schwarz-grü­nen Bun­des­re­gie­rung im Bereich der Digi­ta­li­sie­rung, kri­ti­sier­te der FPÖ-Gesund­heits­spre­cher: „Was mit dem legen­dä­ren ‚Kauf­haus Öster­reich‘ begon­nen hat, fin­det nun im Pro­jekt ‚eRe­zept‘ eine unwür­di­ge Fortsetzung.“

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