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Wertvollen alten Schleiss-Ofen für’s Kammerhofmuseum gerettet

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Micha­el Jakschs Ent­rüm­pe­lungs­team des Alt­müns­te­r­er “Revi­tal” erkann­te den Wert der Kera­mik­ar­beit, barg die­sen auch als Tisch­herd nutz­ba­ren Bei­stell-Ofen höchst behut­sam aus dem Kel­ler und ret­te­te ihn vor Alt­wa­ren­händ­lern für’s Muse­um. Er ist ein Pracht­stück, das zwi­schen 1920 und 1930 in der Gmund­ner Kera­mik­werk­stät­te von Franz und Emi­lie Schleiss her­ge­stellt wur­de: jede Kachel ein hand­ge­fer­tig­tes Uni­kat, ver­ni­ckel­te Beschlä­ge und Türen und ein Sicht­fens­ter aus Glimmer.

Über Ver­mitt­lung der Gmund­ne­rin Moni­ka Schick hat ihn die Erbin, Dr.in Andrea Mayr­ho­fer aus Wien, jüngst dem K‑Hof Kam­mer­hof Muse­um über­las­sen, weil sie damit an ihre ver­stor­be­ne Gmund­ner Tan­te Wil­ma Tausch erin­nern möchte.Diese hat­te in der Gmund­ner Kera­mik Manu­fak­tur eine erstaun­li­che Kar­rie­re hin­ge­legt, es vom Lehr­mäd­chen bis zur Pro­ku­ris­tin in der Geschäfts­füh­rung gebracht. Auch die Stif­te­rin der nun­meh­ri­gen Dau­er­leih­ga­be für die K‑Hof-Kera­mik­samm­lung hat eine enge Bezie­hung zum Grün­ge­flamm­ten. Andrea Mayr­ho­fer wuchs in Atter­see auf, wo ihre Mut­ter, Tauschs Schwes­ter Irm­gard, ein Geschäft mit Gmund­ner Kera­mik führ­te. Sie und ihr Bru­der Mar­tin hät­ten als Kin­der stän­dig Gmund­ner Kera­mik aus­ge­packt, erin­nert sich Andrea Mayrhofer.

Foto: © Stadt­ge­mein­de Gmunden

Der schwe­re alte Ofen auf dem Weg in den K‑Hof: Dabei ist geball­te Man­power von Arbei­tern des Wirt­schafts­ho­fes der Stadt not­wen­dig.
Foto: © Stadt­ge­mein­de Gmunden

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