Seit dem 14. Februar präsentiert Matthias Kretschmer im Atelier am Markt in Gmunden seine Ausstellung „Nach Hause kommen“ und zeigt frühere Werkserie in Goldfarben. Die Vernissage fand am Faschingssamstag um 16 Uhr statt, damit Besucher sowohl die Ausstellung als auch die abendlichen Faschingsveranstaltungen erleben konnten und gemeinsam die Rückkehr zu Motiven aus Jugend und Heimat feierten.
Im Zentrum steht die Rückbesinnung auf die künstlerischen Wurzeln des Künstlers. Kretschmer beschreibt die Serie als „ein erster Einblick in die aktuelle Werkserie in Gold, zurück zu den Motiven der Jugend und Kindheit“.
Die Ausstellung bietet einen direkten Einblick in eine prägende Phase des Künstlers und stellt zentrale Orte der Stadt in den Mittelpunkt. Bekannte Plätze, sowie ruhige Winkel erscheinen in neuem Licht und zeigen eine bewusste Rückkehr zu frühen Inspirationsquellen. Kretschmer beschreibt die Serie sinngemäß als ersten Einblick in aktuelle Arbeiten mit goldener Farbgebung und als Rückbesinnung auf Motive aus Kindheit und Jugend. Daher wirkt die Präsentation zugleich vertraut und überraschend neu.
Zahlreiche Gäste folgten der Einladung und sorgten für eine lebendige Atmosphäre im Atelier. Unter ihnen befanden sich Kunstinteressierte, Freunde, sowie Vertreter der Gemeinde. Allen voran Bürgermeister Stefan Krapf, passend zum Fasching kostümiert und trug damit zur heiteren Stimmung bei. Zudem fiel die Eröffnung auf den Valentinstag, wodurch Blumen und kleine Gesten den Nachmittag prägten und eine warme Note verliehen. Infolgedessen entstand eine offene und wertschätzende Umgebung für Gespräche über Kunst und Heimat.
In seiner Begrüßung betonte Kretschmer: „Das Soziale in Gmunden hat keine Farbe, es ist bunt.“
Er versteht Kunst daher als verbindendes Element und gibt den verschiedenen Couleurs keinen Platz. GR Dominik Gessert brachte es mit den Worten auf den Punkt: „Kunst baut Brücken.“ Auch Galeristin Christine Pahl unterstrich die Bedeutung der Schau. „Nach Hause kommen drückt Liebe und Verbundenheit zur Stadt Gmunden aus“, erklärte sie sinngemäß.
Zu den gezeigten Motiven zählen der Stadtplatz und die Kirchengasse sowie das Seeschloss Ort, das in goldenem Licht erscheint wie ein stiller Wächter über dem Wasser. Die kräftigen Farben wirken wie warme Sonnenstrahlen, die vertraute Szenen neu aufladen und Emotionen wecken. Manche Werke erscheinen zudem wie leuchtende Fenster in vergangene Zeiten und öffnen einen Blick auf persönliche Erinnerungen.
Der Künstler wurde 1976 in Gmunden geboren und entwickelte früh seine Leidenschaft für Malerei. Sein Studium absolvierte er an der Kunstuniversität Linz, wo er seine eigene Handschrift weiterentwickelte. Seit den frühen 2000er Jahren sind seine Arbeiten im In und Ausland zu sehen und wurden auf internationalen Kunstmessen präsentiert. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit engagierte er sich stark im Gmundner Kunstverein und organisierte die POTENTIALS OÖ Kunstmesse. Nach intensiven Jahren möchte er sich nun wieder verstärkt der Malerei widmen und neue Impulse setzen.
Die Ausstellung ist bis Freitag, 27. Februar während der regulären Öffnungszeiten zugänglich. Besucher haben daher ausreichend Gelegenheit, vertraute Orte in neuem Glanz zu entdecken und den Wandel im künstlerischen Ausdruck nachzuvollziehen. Weiterhin zeigt die Präsentation die Vielfalt der regionalen Kulturszene und stärkt den Austausch zwischen Kunstschaffenden und Publikum.
Mit „Nach Hause kommen“ verbindet Kretschmer persönliche Geschichte mit gemeinsamer Erinnerung und zeigt die enge Verbindung zwischen Kunst und Heimat. Die Ausstellung verdeutlicht zudem die kreative Kraft der regionalen Szene und macht Lust aufkommende Kulturveranstaltungen in Gmunden.


















