Vöcklabruck. Das OKH lädt am 9. April zu Gusset ein. Die fünfköpfige Formation verbindet Jazz, Weltmusik und Kammermusik in einer ungewöhnlichen Besetzung – zwischen komponierten Formen und freier Improvisation.
Mira Gregorič (Geige), Peter Nickel (Posaune), Michael Gramer (Piano), Luca Weigl (Kontrabass) und Jakob Peham (Schlagzeug) schaffen warme, klar strukturierte Klanglandschaften. Die Besetzung ist bewusst unkonventionell: Geige und Posaune treffen auf klassische Jazz-Rhythmusgruppe. Eine Kombination, die neue musikalische Räume öffnet.
Das Programm umfasst Eigenkompositionen neben Stücken aus der Jazzgeschichte und verschiedenen musikalischen Epochen. Gusset bewegt sich dabei zwischen festgelegten Strukturen und spontaner Improvisation – ein Spannungsfeld, das jeden Auftritt einzigartig macht. Die Formation verkörpert einen aktuellen Trend: Laut der Universität für Musik Wien sehen 73 Prozent der befragten Musiker Genre-Kategorien als einschränkend. Der Standard schreibt von einer „neuen Generation von Jazzmusikern, die das Genre völlig neu definiert“. Gusset setzt das praktisch um.
Was passiert, wenn klassische Kammermusik auf Jazz-Improvisation trifft? Wenn Posaune und Geige gemeinsam neue Melodien entwickeln? Die fünf Musiker erforschen diese Fragen live vor Publikum. Musik zum intensiven Hinhören und Entdecken. Jazz entwickelt sich weiter, Grenzen verschwimmen, neue Verbindungen entstehen. Gusset macht diese Entwicklung hörbar – zwischen Tradition und Experiment, zwischen Komposition und spontaner Eingebung.
Die Veranstaltung beginnt um 20:30 Uhr, Einlass ist um 20:00 Uhr. Tickets und weitere Informationen unter www.okh.or.at/programm.












