Die Salzkammergut-Media GmbH, ein bekannter Druckereibetrieb mit sieben Standorten in Oberösterreich und Niederösterreich, befindet sich in finanziellen Schwierigkeiten. Über das Unternehmen wurde beim Landesgericht St. Pölten ein Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung eingebracht.
Die Antragstellerin, die neben Druckerei auch Medienarbeit und Werbedienstleistungen anbietet, beschäftigt derzeit 67 Mitarbeiter. Bis Dezember 2025 wurden die Löhne vollständig ausgezahlt, für Jänner 2026 erfolgte nur noch eine teilweise Auszahlung.
Die Gründe für die Insolvenz liegen laut Unternehmensangaben in der rasanten technischen Entwicklung der Druckbranche und einer zunehmenden Digitalisierung, die zwar Umsätze steigerten, aber den Gewinn nicht erhöhten. Zusätzlich sei es zu schwerwiegenden Mängeln in der Buchhaltung gekommen. Die unerwartete Beendigung der Geschäftsbeziehung durch die Hausbank habe schließlich zur fehlenden Liquidität geführt.
Rund 210 Gläubiger sind betroffen. Die Passiva des Unternehmens belaufen sich auf etwa 3,516 Millionen Euro, während die Aktiva lediglich rund 311.000 Euro betragen.
Betrieb soll fortgeführt werden
Die Salzkammergut-Media GmbH plant, den Betrieb unter Aufsicht eines Insolvenzverwalters fortzuführen und ihren Gläubigern einen Sanierungsplan mit einer Quote von 20 % über zwei Jahre anzubieten. Die Finanzierung der Quote soll aus dem laufenden Geschäft erfolgen. Zusätzlich wird geprüft, ob externe Unterstützungsmaßnahmen möglich sind. Einschränkungen einzelner Unternehmensbereiche oder die Schließung von Standorten sind dabei nicht ausgeschlossen.
Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) wird die Realisierbarkeit des Sanierungsplans nun eingehend prüfen und mögliche Verbesserungen evaluieren. Das Verfahren wurde am 9. März 2026 eröffnet, Forderungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.
Quelle: AKV











