Arbeitslosenquote bleibt mit 3,5 Prozent auf niedrigem Niveau
GMUNDEN. Der Arbeitsmarkt im Bezirk Gmunden zeigt sich weiterhin stabil. Ende Mai 2026 waren beim AMS Gmunden 1.558 Personen als arbeitslos vorgemerkt. Das sind 36 Personen beziehungsweise 2,3 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 3,5 Prozent und damit deutlich unter dem oberösterreichischen Durchschnitt von 4,9 Prozent sowie dem bundesweiten Wert von 7,1 Prozent.

Unterschiedliche Entwicklung bei Frauen und Männern
Während die Arbeitslosigkeit bei Männern und Personen anderer Geschlechter um 68 Personen beziehungsweise 7,8 Prozent auf 807 Personen zurückging, stieg die Zahl der arbeitslosen Frauen um 32 Personen oder 4,5 Prozent auf 751 an.
Der Rückgang der Gesamtarbeitslosigkeit ist somit ausschließlich auf die positive Entwicklung bei den Männern zurückzuführen. Die steigende Zahl arbeitsloser Frauen wird vom AMS besonders beobachtet und in der Beratungs- und Unterstützungsarbeit berücksichtigt.
Rückgänge vor allem bei jungen Erwachsenen
Nach Altersgruppen betrachtet waren Ende Mai 197 Personen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, was einem leichten Anstieg von 2,6 Prozent entspricht. In der Altersgruppe von 25 bis unter 50 Jahren sank die Arbeitslosigkeit um 4,0 Prozent auf 818 Personen. Bei den über 50-Jährigen verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen um 1,3 Prozent auf 543 Personen.
Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den 25- bis 29-Jährigen mit minus 18,1 Prozent sowie bei den unter 19-Jährigen mit minus 22,6 Prozent aus. Zuwächse gab es hingegen bei den 20- bis 24-Jährigen (+7,5 Prozent) und bei den 40- bis 49-Jährigen (+5,9 Prozent).
Mehr Menschen in Schulungsmaßnahmen
Parallel zur Arbeitslosigkeit befanden sich Ende Mai 587 Personen in Schulungsmaßnahmen des AMS Gmunden. Das sind 40 Personen beziehungsweise 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr.
Insgesamt betreute das AMS Gmunden damit 2.145 Personen, bestehend aus arbeitslosen Menschen und Schulungsteilnehmenden.
Weniger Zu- und Abgänge am Arbeitsmarkt
Im Mai wurden 454 Personen neu arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Rückgang von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig konnten 702 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, was ebenfalls unter dem Vorjahreswert liegt.
Von diesen Abgängen nahmen 395 Personen eine Beschäftigung auf. Gegenüber Mai 2025 bedeutet das einen Rückgang von 15,2 Prozent.
Nach Einschätzung des AMS deutet die sinkende Zahl der Arbeitsaufnahmen auf eine etwas zurückhaltendere Nachfrage am Arbeitsmarkt hin.
Stellenmarkt zeigt erste Stabilisierungstendenzen
Beim AMS Gmunden waren Ende Mai insgesamt 1.534 offene Stellen gemeldet. Davon waren 1.414 Stellen sofort verfügbar, weitere 120 Stellen standen zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung.
Im Vergleich zum Vorjahr ging der Bestand an offenen Stellen zurück. Positiv entwickelt sich jedoch der Zugang neuer Stellenmeldungen: Im Mai wurden 571 neue offene Stellen gemeldet, um 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr.
Diese Entwicklung könnte auf eine beginnende Stabilisierung der Nachfrage nach Arbeitskräften hindeuten.
Lehrstellenangebot weiterhin deutlich höher als die Nachfrage
Am Lehrstellenmarkt waren Ende Mai 21 Lehrstellensuchende beim AMS vorgemerkt. Das entspricht einem Anstieg von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dem gegenüber standen 81 sofort verfügbare offene Lehrstellen. Trotz eines Rückgangs um 22,1 Prozent übersteigt das Angebot die Nachfrage weiterhin deutlich.
Auch bei den Zugängen zeigt sich diese Entwicklung: Während sich im Mai 24 Jugendliche neu auf Lehrstellensuche meldeten, wurden gleichzeitig 16 neue Lehrstellen gemeldet. Der Bezirk Gmunden bleibt damit für Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz weiterhin attraktiv.
Positive Entwicklung mit einzelnen Herausforderungen
Insgesamt setzt sich die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt im Bezirk Gmunden fort. Die Arbeitslosigkeit ist bereits den fünften Monat in Folge rückläufig, während die Arbeitslosenquote weiterhin zu den niedrigsten in Oberösterreich zählt.
Gleichzeitig richtet das AMS den Blick verstärkt auf jene Gruppen, die von steigender Arbeitslosigkeit betroffen sind, insbesondere Frauen sowie einzelne Altersgruppen.
„Die Entwicklung am Arbeitsmarkt Gmunden stimmt positiv: Die Arbeitslosigkeit ist weiter zurückgegangen und unsere Quote zählt nach wie vor zu den niedrigsten in Oberösterreich. Wir beobachten aber genau, dass Frauen und einzelne Altersgruppen stärker betroffen sind – und reagieren mit maßgeschneiderter Qualifizierung und persönlicher Begleitung.“
Ilse Hankowetz, Leiterin des AMS Gmunden















