Mit einer feierlichen Preview-Eröffnung im Gmundner Toscana Congress startete am ersten Juliwochenende (3. bis 5. Juli 2026) die zweite Auflage der renommierten Kunstmesse „Potentials OÖ“. Das vom Organisationsteam um Matthias Kretschmer und Michael Wittig initiierte Format verwandelt die Traunseestadt in das vitale Zentrum der regionalen Kunstszene. Das primäre Ziel der Messe liegt darin, zeitgenössisches Kunstschaffen aus Oberösterreich nahbar und unbeschwert erlebbar zu machen, während es gleichzeitig neue Sammler anspricht. Die Relevanz des Events speist sich in diesem Jahr aus einem besonderen kuratorischen Schwerpunkt: Der spannungsvolle Dialog zwischen Gegenwartskunst und barocker Historie beleuchtet das kreative Potenzial des Bundeslandes aus einer völlig neuen Perspektive.
Insgesamt 58 sorgfältig ausgewählte Künstlerinnen und Künstler aus oberösterreichischen Kunstvereinen präsentieren auf der Messe ihre aktuellen Werke. Die hochkarätige Riege vereint etablierte Positionen mit vielversprechenden Nachwuchstalenten, deren Auswahl durch eine unabhängige Fachjury, bestehend aus Marlene Elvira Steinz, Eva-Maria Manner und Lucas Cuturi, getroffen wurde. In den lichtdurchfluteten Hallen des Congresshauses entfaltet sich für die Besucher ein lebendiger Kosmos der Farben und Formen, in dem großformatige moderne Leinwände unmittelbar mit den architektonischen Linien des Salzkammerguts verschmelzen. Die Ausstellung wird so zu einem dynamischen Spiegelbild der Ateliers der Region.
Ein besonderes Highlight der diesjährigen Edition bildet die von Peter Kössl geleitete Sonderausstellung im Johann-Ort-Saal. Hier treffen progressive zeitgenössische Arbeiten auf historische Raritäten der berühmten barocken Bildhauerfamilie Schwanthaler. Die jahrhundertealten, meisterhaft geschnitzten Holzfiguren stehen im direkten, visuellen Zwiegespräch mit moderner Bildsprache, ein ästhetisches Wechselspiel, bei dem Tradition und Gegenwart überraschend harmonieren.
„Das Salzkammergut ist prädestiniert für die Kunst, Werke und Ideen werden sichtbar gemacht!“, betonte Maria Reitter-Kollmann, Leiterin der OÖ Kunstsammlung in Linz, im Zuge ihrer feierlichen Eröffnungslaudatio. Auch die künstlerische Leiterin Ingeborg Rauss zeigte sich vom Erfolg der Weiterentwicklung überzeugt: „Eine Idee hat Wurzeln geschlagen. Die Künstler zeigen, was sie beschäftigt und das kann man in Gmunden bestaunen.“ Die spürbare Qualitätssteigerung im Vergleich zur erfolgreichen Premiere im Kulturhauptstadtjahr 2024 untermauert das Format als festen Eckpfeiler im heimischen Kultursommer.






























