Die Kulturinitiative 0816 lädt gemeinsam mit dem Soroptimist Club Traunsee zu einem besonderen Filmabend ins Kino Gmunden. Gezeigt wird der vielfach beachtete Dokumentarfilm „Die letzte Botschafterin“, der im Rahmen des Weltfrauentages präsentiert wird. Der Film wurde beim Filmfestival in Bologna ausgezeichnet und rückt eine außergewöhnliche Frau und ihren politischen Einsatz in den Mittelpunkt.
Der österreichische Dokumentarfilm aus dem Jahr 2025 wurde von Natalie Halla inszeniert und hat eine Laufzeit von rund 80 Minuten. Für die Kamera zeichnen Judith Benedikt, Natalie Halla und Jordan Bryon verantwortlich, die Filmmusik stammt von Karwan Marouf. Gezeigt wird die Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Im Zentrum der Dokumentation steht die afghanische Diplomatin Manizha Bakhtari. Sie war Botschafterin Afghanistans in Wien, als im Sommer 2021 nach dem Abzug der US-Truppen die Taliban erneut die Macht im Land übernahmen. Seitdem vertritt sie ein Afghanistan, dessen derzeitige Regierung sie nicht anerkennt.
Engagement für Frauenrechte
Trotz finanzieller und organisatorischer Schwierigkeiten setzt Bakhtari ihre diplomatische Arbeit fort. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf ihrem sogenannten „Daughters-Program“. Damit ermöglicht sie afghanischen Mädchen eine geheime schulische Ausbildung und unterstützt Initiativen, die sich gegen die Unterdrückung durch die Taliban richten.
Der Film begleitet Bakhtari in ihrem Alltag im Exil in Wien. Gezeigt werden unter anderem ihre Auftritte bei internationalen Veranstaltungen der Vereinte Nationen ebenso wie persönliche Momente, etwa Gespräche mit ihrem Mann, der in Kanada lebt. Zugleich thematisiert die Dokumentation die Gefahren, denen sie ausgesetzt ist. Immer wieder erhält sie Drohungen, teilweise sogar Mordankündigungen.

Film über Mut und Widerstand
Die Dokumentation beleuchtet mehrere Ebenen der aktuellen Situation in Afghanistan: die Gewalt im Land, die gesellschaftliche und wirtschaftliche Zerstörung sowie den Verlust von Bildungs- und Zukunftsperspektiven für junge Menschen. Gleichzeitig zeigt der Film, welche Wirkung das Engagement einer einzelnen Person entfalten kann.
Bakhtari selbst beschreibt ihre Motivation mit klaren Worten: Die Frauen und Mädchen in Afghanistan würden ihre Stimmen erheben und mutig für ihre Rechte eintreten. Ihre Aufgabe sei es, diese Stimmen international hörbar zu machen und ihnen Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Filmabend mit Benefizcharakter
Die Vorführung findet am Dienstag, 10. März, um 19 Uhr im Kino Gmunden statt. Der Abend soll ein gemeinsames Zeichen für Bewusstsein, Solidarität und Engagement setzen.
Vor und nach dem Film lädt der Soroptimist International Club Traunsee zu einem Buffet ein. Der Erlös des Abends kommt regionalen sozialen Projekten zugute, die Frauen und Mädchen unterstützen.











