Wo: Bürgerspitalkirche St. Jakob beim K-Hof Kammerhof Museum Gmunden
Wann: 24. 7. bis 19. 8. 2026
Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 14 und 16 bis 20 Uhr
Der Titel der Ausstellung – „Jenseits der Zeit“ – verweist auf den transzendenten Ursprung und die zeitlose Dimension der Ikonenmalerei. Ausgehend von den geheimnisvollen Mumienporträts von Fayum, die von den frühen Christen zu einer der bedeutendsten Ausdrucksformen spiritueller Kunst weiterentwickelt wurden, entfaltet sich eine Bildsprache, die das Unsichtbare erfahrbar macht. Die Ikone ist weit mehr als ein Andachtsbild: Sie ist ein Ort der Begegnung, der Kontemplation und der inneren Wandlung. Seit Jahrhunderten meditieren Mönche über dieses „Fahrzeug des Himmels“, das den Übergang von der sichtbaren Welt in das Absolute symbolisiert. Das Künstlerehepaar Loukas und Irene Seroglou präsentiert auch in diesem Jahr die thematische Vielfalt und die künstlerische Tiefe der Ikonenmalerei. Neben klassischen Heiligendarstellungen werden kleinformatige Ikonen, umrahmt von byzantinischer und italienischer Buchornamentik, gezeigt.
KURZBIOGRAPHIEN
Loukas Seroglou kam 1960 mit einem Stipendium nach Wien, wo er Architektur, Malerei, Gebrauchsgrafik und Dekoration studierte und an zahlreichen Wettbewerben und Großbauten teilnahm, wie der Überbauung des Franz-Josef-Bahnhofs oder dem AKH. Seinen künstlerischen Werdegang begann er mit einer Reihe surrealer Bilder, deren Hauptthema die Sinnfrage des Lebens ist; die meisten davon befinden sich in Privatbesitz, so auch das des früheren österreichischen Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger. Durch jahrelange Aufenthalte in der Mönchsrepublik Athos in Griechenland entdeckte er seine Liebe zur Ikonenmalerei, die er bei mehreren Mönchen erlernte. Er ist zudem staatlich geprüfter Fremdenführer für Österreich und Griechenland.
Irene P. Seroglou absolvierte das Musikkonservatorium in Athen im Fach Klavier. Nach einem kurzen Philosophiestudium in Luxemburg kam sie nach Wien, um sich gemeinsam mit ihrem Mann der Ikonenmalerei zu widmen, die sie bei verschiedenen Ikonenmalern auf Korfu und Kreta erlernte. Neben traditionellen Ikonen spezialisiert sie sich in der Kombination von Ikonographie und Realismus. 2025 wurde sie für den St. Leopold Friedenspreis des Stiftes Klosterneuburg nominiert.
Ikonen von Loukas und Irene Seroglou befinden sich in Privatsammlungen, Klöstern und Kirchen in Österreich, Griechenland, Deutschland, Frankreich und den USA.
Weitere Informationen unter www.iconart.at












