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Einsatztendenz steigend — Scharnsteins Feuerwehren waren 2011 enorm gefordert

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Die drei Feu­er­weh­ren der Markt­ge­mein­de Scharn­stein Bäcker­berg, Scharn­stein und Viecht­wang prä­sen­tier­ten am 24.März 2012 ihre beacht­li­che Bilanz für das Jahr 2011. „Die Anfor­de­run­gen an die Feu­er­weh­ren wer­den immer mehr. Trotz der aus­blei­ben­der Ele­men­tar­ereig­nis­se im Jahr 2011 waren die Ein­satz­be­las­tun­gen im ver­gan­ge­nen Jahr wie­der enorm und stel­len ein enor­mes Belas­tungs­po­ten­ti­al dar“- so lau­te­te der Tenor des Pflicht­be­reichs­kom­man­dan­ten Chris­ti­an Hue­mer bei der 49. gemein­sa­men Jah­res­hautpver­samm­lung der Feu­er­weh­ren des Pflicht­be­rei­ches Scharn­stein im Fest­saal der Lan­des­mu­sik­schu­le.

Foto:  FF Scharn­stein

Der­zeit sor­gen 111 akti­ve Feu­er­wehr­män­ner und 18 Kame­ra­den der Reser­ve für die Sicher­heit der Gemein­de­be­völ­ke­rung. Erfreu­lich ist der Zuwachs bei den bei­den Jugend­grup­pen Scharn­stein und Viecht­wang. Der Gesamt­stand beträgt der­zeit 35 Jugend­grup­pen­mit­glie­dern, der einen kon­ti­nu­ier­li­chen Per­so­nal­stand sichert. Das ver­gan­ge­ne Jahr 2011 for­der­te die Feu­er­weh­ren bei allen mög­li­chen Ein­sät­zen, beson­ders bei den zahl­rei­chen Ein­sät­zen in Zusam­men­hang mit der Ent­fer­nung von Wes­pen und Hor­nis­sen­nes­tern.

Ins­ge­samt waren die Feu­er­weh­ren 165-mal im Ein­satz, um die Gefahr durch die Insek­ten zu ban­nen. Die Anzahl von 16 Ein­sät­zen in Zusam­men­hang mit Ver­kehrs­un­fäl­len ist im ver­gan­ge­nen Jahr zwar leicht stei­gend — die Haupt­ur­sa­che ist jedoch fast immer über­höh­te Geschwin­dig­keit oder auch Unacht­sam­keit (Ablen­kung durch Han­dy-Tele­fo­nie­ren, Auto­ra­dio,…).

1.594 Mann von den drei Feu­er­weh­ren der Gemein­de leis­te­ten bei 368 Gesamt­ein­sät­zen  ins­ge­samt 3.584 Ein­satz­stun­den. Damit ran­giert der Pflicht­be­reich Scharn­stein im vor­ders­ten Drit­tel des Bezir­kes Gmun­den. Die Ein­satz­tä­tig­keit teil­te sich auf in 44 Brand­ein­sät­ze und 324 Tech­ni­sche Ein­sät­ze (!).

Gro­ßer Wert wur­de auch auf die Aus­bil­dung in den Feu­er­weh­ren gelegt, um auf den Ernst­fall best­mög­lich vor­be­rei­tet zu sein. Zahl­rei­che Leis­tungs­ab­zei­chen wur­den im Rah­men der Wei­ter­bil­dung und zur Fes­ti­gung des Team­geis­tes und der Schlag­kraft erwor­ben. Vie­le Ver­an­stal­tun­gen der ört­li­chen Ver­ei­ne und Insti­tu­tio­nen konn­ten durch Brand­si­cher­heits­wa­chen, Ver­kehrs­weg­si­che­run­gen und Siche­rungs­diens­ten in her­vor­ra­gen­der Zusam­men­ar­beit mit dem Roten Kreuz und der Exe­ku­ti­ve unter­stützt wer­den. Auch die Akti­on Frie­dens­licht durch die Feu­er­wehr­ju­gend am Vor­mit­tag des Hl. Abend wird von der Bevöl­ke­rung immer mehr geschätzt und ger­ne ange­nom­men.

Sor­ge berei­tet den Feu­er­weh­ren die immer schwie­ri­ger auf­zu­trei­ben­den Finanz­mit­tel, um den Feu­er­wehr­be­trieb sicher zu gewähr­leis­ten. Ohne eige­ne Ver­an­stal­tun­gen, Haus­samm­lungs­ak­tio­nen und Ein­satz­er­lö­sen wäre es vor allem der Gemein­de nur mehr sehr schwer mög­lich, die not­wen­di­gen Mit­tel für den lau­fen­den Dienst­be­trieb bereit­zu­stel­len.

Allein die Auf­wen­dun­gen für die Erhal­tung, War­tung, Repa­ra­tur der not­wen-digen Fahr­zeu­ge und Gerä­te machen rund zwei Drit­tel des Gesamt­auf­wan­des aus. Betrach­tet man jedoch die durch die Feu­er­wehr­ein­sät­ze geret­te­ten Per­so­nen, Objek­te und Sach­gü­ter, so ist die­ser finan­zi­el­le Auf­wand im Ver­hält­nis gese­hen eher als gering ein­zu­schät­zen und mehr als gerecht­fer­tigt.

Über­aus erfolg­reich ist jedoch die Jugend­ar­beit in den Feu­er­weh­ren. Durch die Feri­en­ak­tio­nen der Gemein­de, an der sich die Feu­er­weh­ren lau­fend mit moti­vie­ren­den Pro­gram­men betei­li­gen, konn­ten sich zu Jugend­grup­pen wie­der über Zuwachs freu­en. Der Gesamt­mit­glie­der­stand der bei­den Jugend­grup­pen stieg auf 35 Mit­glie­der an.

Mit der Dienst­me­dail­le des Lan­des Ober­ös­ter­reich für 25jährige ver­dienst­vol­le  Feu­er­wehr­tä­tig­keit wur­den HBM Wolf­gang Berne­cker (FF Viecht­wang) und AW Micha­el Raf­fels­ber­ger von der FF Bäcker­berg, für 40jährige ver­dienst­vol­le Feu­er­wehr­tä­tig­keit OBM Fritz Silm­broth (FF Viecht­wang) und mit der Feu­er­wehr­ver­dienst­me­dail­le des Bezir­kes Gmun­den 3. Stu­fe OBM Mit­ter­mair Anton (FF Viecht­wang) aus­ge­zeich­net.

Bezirks­feu­er­wehr­kom­man­dant Robert Ben­da, Bür­ger­meis­ter Rudolf Raf­fels­ber­ger, Vize-Bür­ger­meis­ter Max Eben­füh­rer, sowie Gemein­de­vor­stand Ger­lin­de Stau­din­ger zeig­ten sich beein­druckt von den gewal­ti­gen Leis­tun­gen der Feu­er­weh­ren des Pflicht­be­rei­ches Scharn­stein und blick­ten mit Stolz auf die wert­vol­le Jugend­ar­beit, die bei den Feu­er­weh­ren Scharn­stein und Viecht­wang geleis­tet wer­den.

Einen beson­de­ren Dank sprach Pflicht­be­reichs­kom­man­dant BR Chris­ti­an Hue­mer den ört­li­chen Fir­men für das Frei­stel­len der Feu­er­wehr­män­ner im Ein­satz­fal­le wäh­rend der nor­ma­len Arbeits­zeit aus. Eben­so galt sein Dank der Gemein­de, der Gemein­de-Bevöl­ke­rung, den ört­li­chen Geld­in­sti­tu­tio­nen und den zahl­rei­chen Fir­men für die lau­fen­den finan­zi­el­len Sub­ven­tio­nen im Rah­men von Haus­samm­lungs­ak­tio­nen und Unter­stüt­zung der Feu­er­wehr­ver­an­stal­tun­gen für die Ersatz­be­schaf­fun­gen von Fahr­zeu­gen, Aus­rüs­tun­gen und Gerät­schaf­ten.

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