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Local-Heros brachten Spitzenleistungen bei Salzkammergut-Trophy 2012

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Mit dem Sieg der Deut­schen Nata­scha Bin­der (43) und dem Tsche­chen Ondrej Foj­tik (35) ende­te die Königs­di­stanz über 211 Kilo­me­ter bei der gest­ri­gen Salz­kam­mer­gut-Tro­phy! Aber auch die Local-Heros, die in einer eige­nen Regio­nal­wer­tung (Stre­cken A bis D) zusätz­lich zusam­men­ge­fasst und gewer­tet wur­den, gin­gen bei den Bewer­ben zur Tro­phy 2012 an ihre Gren­zen und brach­ten groß­ar­ti­ge Leistungen.

Ein­mal Höl­le und zurück: Andre­as Neu­ba­cher – Regi­ons­sie­ger über 211 km!
Neu­er Regi­ons­sie­ger auf der Extrem­di­stanz (211 km) wur­de der Bad Goi­se­rer Andre­as Neu­ba­cher (ASKÖ Dach­stein West Bad Goi­sern) – mit sei­ner Lauf­zeit von 12 Std. 33 min wur­de er in der Gesamt­wer­tung her­vor­ra­gen­der 31.!  Micha­el Jaksch (Ghost­bi­kers) wur­de in der Regi­ons­wer­tung Zwei­ter, Vol­ker Unter­ber­ger (Team Som­mer­hof Gosau) Dritter.

Fotos: Hörha­ger, Rudi Knoll

Nach einem Sturz – an aus­ge­zeich­ne­ter 16. Stel­ler lie­gend – lei­der aus­ge­schie­den ist der Regi­ons­sie­ger von 2011 Bern­hard Wind­ha­ger. Er stürz­te auf einer Abfahrt im Bereich Ham­mer­berg (Weis­sen­bach), muss­te aus dem unweg­sa­men, für die Ein­satz­kräf­te per Ret­tungs­au­to nicht erreich­ba­ren Stre­cken­ab­schnitt mit­tels Hub­schrau­ber-Tau­ber­gung gebor­gen werden.

Wind­ha­ger brach sich dabei die Schul­ter, konn­te aber das LKH Bad Ischl bereits nach einer „Beob­ach­tungs­nacht“ wie­der ver­las­sen! Auf der Stre­cke über 119 km gewann die Regio­nal­wer­tung der Bad Mit­tern­dor­fer Manu­el Pliem (Team Rad.Sport.Szene Aus­seer­land) vor Ste­fan Etzls­tor­fer (Team Instec) und Heinz Schnupp (Team Rad.Sport.Szene).

Bei den Damen sieg­te Danie­la Pfandl (bikes4you) vor Ingrid Urstö­ger (Team Urstö­ger). Beson­ders stark auch die Regi­ons­sie­ger auf der C‑Strecke (76,5 km): Ste­fa­nie Puch­in­ger aus Ober­traun und Lukas Islit­zer (Bikes4you) aus Gosau. Hier die bes­ten 3 aller 4 Regi­ons­wer­tun­gen: A‑Strecke (211 km): 1. Andre­as Neu­ba­cher (ASKÖ Dach­stein West Bad Goi­sern), 2. Micha­el Jaksch (Ghost­bi­kers), 3. Vol­ker Unter­ber­ger (Team Som­mer­hof Gosau); B‑Strecke (119 km) – Damen: 1. Danie­la Pfandl (Inter­sport-Gene­sis Team), 2. Ingrid Urstö­ger (Bad Goisern);

Her­ren: 1. Manu­el Pliem (Team Rad.Sport.Szene Aus­seer­land), 2. Ste­fan Etzls­tor­fer (Team Instec), 3. Heinz Schnupp (Team Rad.Sport.Szene Aus­seer­land); C‑Strecke (76,5 km) – Damen: 1. Ste­fa­nie Puch­in­ger (Ober­traun), 2. Karin Rei­ter (Bikes4You), 3. Ani­ta Lin­ort­ner (Bikes4You), Her­ren: 1. Lukas Islit­zer (Bikes4You), 2. Nor­bert May­er (Gra­fi­ke­ria Racing Team), 3. Gerald Freis­muth (SC Dach­stein Ober­bank) D‑Strecke (53 km) – Damen: 1. Mar­ti­na Deu­bler (Löff­ler Mau­na Loa DT Swiss), 2. Iri­na Krenn (Bikes4You), 3. Katha­ri­na Bitt­ner (Gra­fi­ke­ria Racing Team); Her­ren: 1. Mat­thi­as Grick (Team Rad.Sport.Szene Aus­seer­land), 2. Andre­as Hofin­ger (Gra­fi­ke­ria Racing Team), 3. Wolf­gang Rei­ter (Bad Ischl);

Mar­ti­na Deu­bler bleibt die Regionskaiserin “!

Groß­ar­ti­ger Erfolg für Mar­ti­na Deu­bler (Team Löff­ler-Mau­na Loa-DT Swiss)
Einen Tag vor ihrem 31. Geburts­tag fuhr  die Aus­nah­me­ath­le­tin aus Bad Goi­sern im Rah­men der 15. SKGT-MTB-Tro­phy auf der Stre­cke über 53km gleich drei Poka­le ein. Im Ziel­sprint um den Tages­sieg muss­te sich „Matl“ zwar Chris­ti­na Koll­mann aus der Stei­er­mark hauch­dünn geschla­gen geben. Neben dem Klas­sen­sieg hol­te sich Deu­bler auch den pres­ti­ge­träch­ti­gen Titel der Regionssiegerin.

Ich bin mit mei­ner Leis­tung heu­te mehr als zufrie­den. Sicher war der Tages­sieg wie­der drin­nen, aber ich muss auch Chris­ti­na zu ihrer Leis­tung gra­tu­lie­ren. Wir sind ziem­lich auf Anschlag unter­wegs gewe­sen. Die Stim­mung war wie­der ein­mal groß­ar­tig und mei­ne bei­den Mädel im Ziel haben da rich­tig mit­ge­ju­belt“, zeig­te sich Mar­ti­na Deu­bler nach dem Ren­nen rich­tig angetan.

Nicht ganz nach Wunsch lief es für die Team­kol­le­gen. Gün­ther Pern­kopf gab auf der glei­chen Stre­cke wie Deu­bler knapp nach Halb­zeit nach einem Defekt auf. Andre­as Kien­ast ging trotz gesund­heit­li­cher Pro­ble­me an den Start der 76km Stre­cke, muss­te aber nach weni­gen Kilo­me­tern die Segel strei­chen. Karl Lech­ner fuhr über die Distanz von 119km ein beherz­tes Ren­nen, ver­fehl­te jedoch schließ­lich den begehr­ten Sto­ckerl­platz um knapp zwei Minuten.

Dafür reich­te es in der Team­wer­tung über 76km in der Beset­zung Mar­tin Horn­eg­ger, Andi Wim­mer und Chris­ti­an Amon zum tol­len 2. End­rang. Groß­ar­tig unter­wegs waren die bei­den Gast­fah­rer Simo­ne und Mar­tin Horn­eg­ger. Simo­ne hol­te sich über 53km den Sieg in der Klas­se AK 3, Mar­tin sieg­te auf der Stre­cke über 76km in der AK 4.

Platz 2 in der Regio­nal­wer­tung für Micha­el Jaksch (Team Ghost­bi­kers) auf der Extremdistanz
Regen, Käl­te und knö­chel­tie­fer Schlamm – Typisch Goi­se­rer MTB?Wetter Wenn in Bad Goi­sern das High­light aller öster­rei­chi­schen MTB?Marathons am Pro­gramm steht weiss man bereits im Vor­feld daß fol­gen­de Extre­me sicher zutref­fen wer­den: eine extrem gute Orga­ni­sa­ti­on, hun­der­te extrem moti­vier­te Frei­wil­li­ge, extre­me Stre­cken und extre­mes Wet­ter. Knallt dir in einem Jahr die pral­le Son­ne bei Tem­pe­ra­tu­ren bis 36 Grad auf den Helm, so kann es pas­sie­ren daß du dich im nächs­ten Jahr wie­der knapp dem Gefrier­punkt näherst. So auch heuer.

Zeig­te das Ther­mo­me­ter beim Start zur Extrem­di­stanz um 05 Uhr früh noch mode­ra­te 13 Grad, sank die Tem­pe­ra­tur im Tages­ver­lauf bei star­kem Regen bis auf 5 Grad am höchs­ten Punkt der Stre­cke, auf der Gosau­er Rossalm. Doch es heisst nicht umsonst „ein­mal Höl­le und retour“. Die Isch­ler Ghost­bi­ker stell­ten auf der Lang­di­stanz mit Andi Ram­sau­er, Roland Kres­lin, Robert Loidl und Micha­el Jaksch ein aus­sichts­rei­ches Quar­tett an den Start. Lei­der zer­schlu­gen sich die Hoff­nun­gen von Roland Kres­lin bereits nach kur­zer Zeit und er muss­te das Ren­nen vor­zei­tig beenden.

Nicht viel bes­ser ging es dem Kapi­tän der Isch­ler Lifestyle?Biker, Andre­as Ram­sau­er. Gleich zu Beginn ein Pat­schen und dann noch ein auf­ge­schnit­te­ner Rei­fen. Dies kos­te­te wert­vol­le Zeit und er ver­lor den Anschluss an die vor­de­re Grup­pe. Schluss­end­lich been­de­te er das Ren­nen nach 13 Stun­den und 25 Minu­ten als Gesamt 71ter.

Micha­el Jaksch fuhr ein soli­des Ren­nen obwohl auch bei ihm nicht alles nach Wunsch ver­lief. „Es gibt Tage da geht von Beginn an ein­fach nix wei­ter. Erst nach 6 Stun­den fing bei mir das Werkl halb­wegs gut zu lau­fen an. Lei­der hat­te ich bis dahin schon sehr viel Zeit ein­ge­büßt. Aber mit dem Gesamt 35ten Platz, Viert?Bester Öster­rei­cher in mei­ner Alters­klas­se und dem 2ten Platz in der Regio­nal­wer­tung muss ich den­noch zufrie­den sein.“

Den inte­ren Preis für den zähes­ten Ghost hol­te sich indes­sen unbe­strit­ten wie­der Robert Loidl. Ein Sturz bei der Abfahrt vom Hoch­muth kos­te­te ihm nicht nur die Funk­ti­on des Hand­ge­lenks son­dern auch die sei­ner Gang­schal­tung. „Wenn man das Rad so lan­ge bis zur nächs­ten Technical?Zone schie­ben muß geht einem schon so man­cher Gedan­ke über die Sinn­haf­tig­keit durch den Kopf. Lei­der funk­tio­nier­te auch das nach fast 2 Stun­den auf­ge­trie­be­ne Ersatz­rad nicht wirk­lich. Aber Durch­fah­ren woll­te ich unbe­dingt“. Bereits im Dun­keln, nach 15 Stun­den und 45 Minu­ten, erreich­te er das Ziel in Bad Goisern.

Auf der 73,6 km?Schleife woll­ten es heu­er Joe Joha­nik, Alfons Horak und als Gast?Biker der Isch­ler Peter Mül­ler wis­sen. Mül­ler konn­te das Tem­po von Joha­nik und Horak lei­der nicht hal­ten und muss­te sie bald zie­hen las­sen. Die Bei­den fuh­ren lan­ge ein nahe­zu aus­ge­gli­che­nes Ren­nen, schluss­end­lich hat­te Joha­nik aber um 7 Minu­ten die Nase vorn. Bedeu­tet Platz 37 und 45 in der AK III. Der jüngs­te Ghost­bi­ker und die gro­ße Nachwuchs?Hoffnung bei den Nor­di­sche Kom­bi­nie­rern, Domi­nik Dier, prä­sen­tier­te sich auf der 53,5 km Distanz.

Für mich ist eine Fahr­zeit um die drei Stun­den eigent­lich schon viel zu lan­ge. Den­noch lief es recht gut. Berg­ab muß ich sicher noch an mir arbei­ten aber berg­auf wars schon in Ord­nung“, so Dier. PS.: Gute Bes­se­rung und Gene­sungs­wün­sche von allen Ghosts an den lei­der schwer gestürz­ten Bör­ni Windhager !

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