salzi.at - Aktuelles aus dem Salzkammergut

Spatenstich für die StadtRegioTram Gmunden-Vorchdorf — angekündigte Gegendemo blieb aus

0

srt-spatenstich (2)Der Zusam­men­schluss von Traun­see­bahn und Gmund­ner Stra­ßen­bahn wird nach lang­jäh­ri­gen Ver­hand­lun­gen und Pla­nun­gen ver­wirk­licht. Die Stadt­Re­gio­Tram Gmun­den-Vorch­dorf schließt eine Lücke im öffent­li­chen Ver­kehrs­netz und bie­tet einen beson­de­ren Mehr­wert für die Region.

Beglei­tend zu den Arbei­ten an der Stadt­Re­gio­Tram hat die Stadt Gmun­den ein zukunfts­wei­sen­des Stadt­ent­wick­lungs­pro­gramm gestar­tet. Die Sanie­rung wich­ti­ger Plät­ze und Stra­ßen, sowie die Moder­ni­sie­rung der Infra­struk­tur in Gmun­den brin­gen einen erheb­li­chen Mehr­wert für alle Gmund­ne­rin­nen und Gmund­ner, für Tou­ris­ten und Gäs­te, wie auch für die Bewohner/innen der Stadt­Re­gio­Tram Gemein­den Gschwandt, Kirch­ham und Vorchdorf.

Lan­des­haupt­mann-Stv. Rein­hold Ent­hol­zer: “Mit der Stadt­Re­gio­Tram Gmun­den-Vorch­dorf tre­ten wir den Beweis dafür an, dass der schie­nen­ge­bun­de­ne Ver­kehr auch in klei­ne­ren regio­na­len Bal­lungs­räu­men Sinn macht. Die 120 Jäh­ri­ge Eisen­bahn­tra­di­ti­on in Gmun­den ist damit nicht nur lang­fris­tig gesi­chert – Gmun­den nimmt auch inter­na­tio­nal eine Vor­rei­ter­rol­le in Sachen kli­ma­freund­li­cher und sanf­ter Mobi­li­tät ein”.

Lan­des­haupt­mann-Stv. Franz Hiesl: „Das Land Ober­ös­ter­reich bekennt sich zum Aus­bau des öffent­li­chen Ver­kehrs in länd­li­chen Bal­lungs­zen­tren. Mit dem Zusam­men­schluss von Traun­see­bahn und Gmund­ner Stra­ßen­bahn wird das Leit­pro­jekt Stadt­Re­gio­Tram für das nörd­li­che Salz­kam­mer­gut in Angriff genom­men. Die­se neue umwelt­freund­li­che Ver­kehrs­ver­bin­dung hebt zwei­fels­oh­ne die Wohn- und Lebens­qua­li­tät für die Men­schen in der gesam­ten Regi­on und wird für Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer eine attrak­ti­ve Alter­na­ti­ve zum Auto darstellen.

Etwa 200 Meter beträgt der Abschnitt See­bahn­hof bis Klos­ter­platz. Auf­takt der Bau­ar­bei­ten stellt dabei die Ver­le­gung und Erneue­rung der unter­ir­di­schen Ein­bau­ten wie Was­ser, Gas, Strom und Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on dar. Ab Mit­te Novem­ber folgt dann der abschnitts­wei­se Umbau der Gleis­zo­ne, gefolgt von den Stre­cken­aus­rüs­tungs­ar­bei­ten wie Fahr­lei­tung, E-Technik etc. Der soge­nann­te „Fahr­plan­wech­sel“ am 13. Dezem­ber 2014 lei­tet dann erst­ma­lig die neue Ära ein: Die Inbe­trieb­nah­me der stadt.regio.tram bis zum Klos­ter­platz. Rest­ar­bei­ten an Fahr­bahn und Geh­steig wer­den im Anschluss bis zum Jah­res­en­de fer­tig gestellt. „Nach der lan­gen Vor­bei­tungs­pha­se sind wir nun sehr froh, dass es nun end­lich los­geht. Den Wor­ten fol­gen nun Taten, die die Traun­see­stadt Gmun­den wesent­lich attrak­ti­ver machen wer­den“, freut sich Pro­jekt­ma­na­ger DI Chris­toph Döder­lein von Stern & Haf­ferl Ver­kehrs­ge­sell­schaft m.b.H. über
den Start der ers­ten Bauphase.

srt-spatenstich (1)Archi­tek­tur­bü­ro kb + l archi­tek­tur ZT GmbH plant Klosterplatz
Die neue Ver­kehrs­füh­rung erfor­dert die Umge­stal­tung des Klos­ter­plat­zes. Für die­ses archi­tek­to­ni­sche Gestal­tungs­kon­zept zeich­net sich das Archi­tek­tur­bü­ro kb + l archi­tek­tur ZT GmbH aus Gmun­den ver­ant­wort­lich. Bei der Pla­nung wur­de neben einer neu­en Park­platz­lö­sung und dem neu­en Hal­te­stel­len­be­reich vor allem auf die Schaf­fung eines­men­schen­freund­li­chen Lebens­raums Rück­sicht genom­men. So soll die Hal­te­stel­le am Klos­ter­platz bei­spiels­wei­se kei­nen Fremd­kör­per dar­stel­len, son­dern durch Trans­pa­renz inte­griert wer­den. Das gesam­te Are­al wird aber auch durch die Gra­nit­pflas­te­rung auf­ge­wer­tet – ein­zig die Stra­ße wird asphal­tiert wer­den. Im Vor­der­grund steht für den Archi­tek­ten ganz klar der Mensch und nicht der Auto­mo­bil­ver­kehr. Zum Ein­satz kom­men moder­ne Ele­men­te ein­brin­gen. Aber auch der Brun­nen und die Pest­säu­le bekom­men einen neu­en Stand­ort. Sie wer­den auf den Kir­chen­vor­platz verlegt.

Als stol­zer Gmund­ner beschäf­ti­ge ich mich schon lan­ge mit der städ­te­bau­li­chen Neu­ge­stal­tung der Traun­see­stadt. Den nun 100-Jahre-alten Plan einer Durch­bin­dung der Stra­ßen­bahn, heu­te mit zeit­ge­mä­ßen Mit­teln umset­zen zu dür­fen, ist für mich natür­lich eine beson­de­re Ehre und Freu­de. Die stadt.regio.tram Gmun­den – Vorch­dorf ist eine gro­ße Zukunfts­chan­ce und wich­ti­ger Impuls­mo­tor für Gmun­den und die umlie­gen­de Regi­on“, so DI Roman Kaindl, der sich vor allem durch den prak­ti­schen Bezug sei­ner Arbeit und der täg­li­chen Kon­fron­ta­ti­on mit dem The­ma „Öffent­li­cher Ver­kehr“ für das Pro­jekt beson­ders qua­li­fi­zie­ren konnte.

salzi.aktuell — Nach­rich­ten vom 02.09.2014

Im Rah­men einer EU-weiten, nota­ri­ell beauf­sich­tig­ten Aus­schrei­bung konn­te das BAu­un­ter­neh­men Held & Francke aus Linz das ers­te Bau­los für die erwei­ter­te Tras­sen­füh­rung sowie die Umset­zung des Gestal­tungs­kon­zep­tes des Pla­nungs­bü­ros kb + l archi­tek­tur ZT GmbH und der Bau­pla­nung der IKK-ZT Inge­nieur­ge­mein­schaft Graz, für sich ent­schei­den. Das Unter­neh­men, wel­ches schwer­punkt­mä­ßig im Tief- und Stras­sen­bau tätig ist, kann auf zahl­rei­che Refe­renz­pro­jek­te zurück­bli­cken. Bis zu 25 Mit­ar­bei­ter wer­den die­se Auf­ga­be fach­ge­recht lösen und in nur vier Mona­ten etwa 7.200 m³ Aus­hub­ma­te­ri­al bewe­gen, 1.100 m³ Beton ver­bau­en, 3.700 m² asphal­tie­ren und 1.800 m² Natur­stei­ne pflastern.

srt-spatenstich (3)Die Fir­ma HELD & FRANCKE Bau­ge­sell­schaft m.b.H. mit Sitz in Linz, als eines der füh­ren­den Bau­un­ter­neh­mun­gen Öster­reichs, ein­ge­bun­den in den inter­na­tio­nal täti­gen HABAU-Konzern, nimmt die Her­aus­for­de­rung für die­ses Jahr­hun­dert­pro­jekt in orga­ni­sa­to­ri­scher und tech­ni­scher Kom­ple­xi­tät mit Freu­de an. Auf­grund der Erfah­rung ähn­li­cher erfolg­reich rea­li­sier­ter inner­städ­ti­scher Bau­pro­jek­te sind wir uns der Ver­ant­wor­tung die­ses anspruchs­vol­len tech­ni­schen Bau­vor­ha­bens bewusst. Als ein in sämt­li­chen Bau­spar­ten täti­ges Bau­un­ter­neh­men sind wir stolz im Her­zen des Salz­kam­mer­gu­tes ein der­art wesent­li­ches, im öffent­li­chen Inter­es­se gele­ge­nes Pro­jekt errich­ten zu dür­fen. Die­se Erwei­te­rung des Schie­nen­net­zes ist sicher­lich ein wich­ti­ger Impuls für Gmun­den – Per­le des Salz­kam­mer­gu­tes – als tou­ris­ti­scher Anzie­hungs­punkt“, freut sich Ing. Johann Knöll, tech­ni­scher Geschäfts­füh­rung von Held & Francke.

Die IKK ZT GmbH weist eine jahr­zehn­te­lan­ge Erfah­rung in der Infra­struk­tur­pla­nung im inner­städ­ti­schen Bereich auf. Die­se Erfah­rung wur­de nicht nur in der Aus­schrei­bungs­ab­wick­lung und Bau­pla­nung ein­ge­bracht, son­dern wird auch in der Aus­füh­rungs­pha­se durch die ört­li­che Bau­auf­sicht wahr­ge­nom­men“, ver­si­chert Ing. Franz Wag­ner, Geschäfts­feld­lei­ter Infra­struk­tur­pla­nung der IKK-ZT Inge­nieur­ge­mein­schaft Graz.

1. Öko­lo­gi­sches Ver­kehrs­kon­zept der Zukunft 
Die Stadt­Re­gio­Tram ist ein nach­hal­ti­ges und sanf­tes Ver­kehrs­mit­tel, das die Ver­kehrs­si­tua­ti­on in Gmun­den wesent­lich ent­span­nen wird. Zahl­rei­che Simu­la­tio­nen der Ver­kehrs­pla­nung bele­gen, dass die Stadt­Re­gio­Tram kei­ne zusätz­li­chen Ver­kehrs­stau­un­gen ver­ur­sacht, son­dern sich pro­blem­los in den Ver­kehrs­fluss ein­glie­dert. Ent­lang der Tras­se der Stadt­Re­gio­Tram kön­nen die wich­tigs­ten öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen, von Gesund­heits- und Sozi­al­ein­rich­tun­gen bis hin zu Ämtern, Schu­len und Behör­den, sicher und kom­for­ta­bel erreicht wer­den. Laut Poten­ti­al­ana­ly­se des Wie­ner Ver­kehrs­pla­nungs­bü­ros Snizek&Partner kann durch die Stadt­Re­gio­Tram bis 2025 zumin­dest mit einer Ver­dop­pe­lung der Fahr­gäs­te im öffent­li­chen Ver­kehr gerech­net werden.

Die lücken­lo­se Durch­fahrt vom Haupt­bahn­hof Gmun­den bis Vorch­dorf und die damit ver­bun­de­ne Erschlie­ßung der Bezirks­haupt­stadt Gmun­den stellt einen mas­si­ven Stand­ort­vor­teil für das gesam­te nörd­li­che Salz­kam­mer­gut dar. Ent­lang der neu­en Stadt­Re­gio­Tram – Ver­bin­dung kön­nen geziel­te Betriebs­an­sie­de­lun­gen zur lang­fris­ti­gen Absi­che­rung von Arbeits­plät­zen bei­tra­gen. Für Pend­le­rin­nen und Pend­ler ent­ste­hen in Gmun­den, wie in Engel­hof, groß­flä­chi­ge Park & Ride Anla­gen. In Rich­tung Vöck­la­bruck kom­plet­tiert ab Herbst 2014 der neue Bahn­hof Att­nang-Puch­heim mit dem eben­falls neu errich­te­ten Bus­termi­nal und einer zusätz­li­chen Park & Ride Anla­ge das hoch­wer­ti­ge ÖV-Ange­bot der Region.

2. Hohe Inves­ti­ti­ons­wir­kung wird durch Stadt­ent­wick­lungs­pro­gramm verstärkt 
Die Stadt Gmun­den lei­tet mit Bau­start der Stadt­Re­gio­Tram ein zukunfts­wei­sen­des Stadt­ent­wick­lungs­pro­gramm ein, in des­sen Zuge zahl­rei­che Stra­ßen und Plät­ze moder­ni­siert wer­den. Als Vor­leis­tung zu den Arbei­ten an der Schie­nen­ver­bin­dung wur­de der See­bahn­hof Gmun­den ver­legt und gene­ral­sa­niert. Im Zuge der Tras­sen­ar­bei­ten wird eine umfas­sen­de Stra­ßen- und Lei­tungs­sa­nie­rung in der Gmund­ner Innen­stadt angegangen.

Im Zuge des Ober­lei­tungs­baus wird auch die Stra­ßen­be­leuch­tung erneu­ert. Auch die Traun­brü­cke wird ver­brei­tert und gene­ral­sa­niert – eine not­wen­di­ge Maß­nah­me die ohne­hin in den kom­men­den 10 bis 15 Jah­ren not­wen­dig gewor­den wäre. In Zukunft bie­tet die Traun­brü­cke Schutz vor Wind und Wet­ter, sowie aus­rei­chend Platz für Indi­vi­du­al­ver­kehr, Fahr­rä­der und Stadt­Re­gio­Tram. Die Brü­cken­pfei­ler wer­den voll­stän­dig erneu­ert, was die Durch­fluss­men­ge ver­grö­ßert und damit einen Bei­trag zum Hoch­was­ser­schutz leistet.

3. Inte­grier­tes regio­na­les Verkehrskonzept
Mit der Stadt­Re­gio­Tram bekommt Gmun­den ein neu­es Bus­kon­zept. Bestehen­de Regio­nal­bus­li­ni­en wer­den zum Teil ersetzt, gleich­zei­tig wird es schon ab Dezem­ber 2014 deut­lich weni­ger Bus­se am Rat­haus­platz Gmun­den geben. Das zu erwar­ten­de gerin­ge­re Ver­kehrs­auf­kom­men leis­tet einen Bei­trag zu mehr Lebens­qua­li­tät am Gmun­der Rat­haus­platz. In Vorch­dorf haben Fahr­gäs­te Zug­an­bin­dun­gen in Fahrt Rich­tung Lam­bach und Wels. Vom Haupt­bahn­hof Gmun­den geht es mit der Salz­kam­mer­gut­bahn nach Att­nang-Puch­heim oder Stein­ach-Ird­ning – die Stadt­Re­gio­Tram schließt damit eine Lücke im groß­flä­chi­gen Schie­nen­netz der Region.

4. Kos­ten
Die Errich­tungs­kos­ten der Stadt­Re­gio­Tram sind mit 30 Mil­lio­nen Euro gede­ckelt, wobei ein über­wie­gen­der Teil der Kos­ten durch die teil­wei­se ohne­hin not­wen­di­gen Sanie­run­gen der Infra­struk­tur in Gmun­den ent­steht. 80 % der Kos­ten wer­den vom Land Ober­ös­ter­reich getra­gen, 20 % über­nimmt die Stadt Gmun­den. Die Kos­ten der Stadt Gmun­den für die Betriebs­kos­ten der Stadt­Re­gio­Tram wer­den am der­zei­ti­gen Stand der Stra­ßen­bahn ein­ge­fro­ren und valo­ri­siert. Die Kos­ten, die aus der Erwei­te­rung des Ver­kehrs­diens­te­ver­tra­ges erwach­sen trägt zur Gän­ze das Land Oberösterreich.

Spatenstich für die StadtRegioTram Gmunden-Vorchdorf - angekündigte Gegendemo blieb ausGegen­de­mons­tra­ti­on ange­kün­digt — Groß­auf­ge­bot an Poli­zei bei Spa­ten­stich­fei­er vor Ort
Auf­grund einer ange­mel­de­ten Gegen­de­mons­tra­ti­on wur­de ein Groß­auf­ge­bot an Poli­zei­be­am­te abge­stellt, die für die Sicher­heit vor Ort sor­gen soll­ten. Nur zu Arbei­ten hat­ten die Beam­ten jedoch wenig. Denn kei­ner der min­des­tens 20 gemel­de­ten Gegen­de­mons­tran­ten trau­te sich dann doch sei­ne Mei­nung zum Pro­jekt öffent­lich kund zu tun. Die Gegen­de­mons­tra­ti­on viel sprich­wört­lich ins Wasser.

5. Lau­fen­de Information
In der Pla­nung, aber auch in der Bau­pha­se, wird beson­de­ren Wert auf eine lau­fen­de Abstim­mung mit den Bürger/innen gelegt, wobei nun die Infor­ma­ti­on über die bau­stel­len­be­ding­ten geän­der­ten Stra­ßen­füh­run­gen im Vor­der­grund steht. Alle Infor­ma­tio­nen zur Stadt­Re­gio­Tram Gmun­den-Vorch­dorf fin­den sich auch im Inter­net unter:

www.stadtregiotram-gmunden.at/ bzw. auch auf einem eige­nen You­tube-Chan­nel: http://www.youtube.com/user/stadtregiotram

Teilen.

Comments are closed.