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Ausstellung “Landflucht” von Manfred Hebenstreit

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AUS­STEL­LUNGS­ER­ÖFF­NUNG
Sams­tag, 16. Febru­ar 2019
11.00 UHR

AUS­STEL­LUNGS­DAU­ER :
16.02.2019 – 23.03.2019

LAND­FLUCHTDie Welt als Gemäl­de

MAN­FRED HEBEN­STREIT aus der Serie „Land­flucht“ Misch­tech­nik auf Lein­wand, 110 cm x 90 cm

LAND­FLUCHT heißt die aktu­el­le Aus­stel­lung von Man­fred Heben­streit in der Gale­rie 422 in Gmun­den. Mit die­sem Begriff ver­bin­den sich meh­re­re Bezü­ge: einer­seits der Hin­weis auf den abge­le­ge­nen länd­li­chen Wohn­sitz des Künst­lers im Tal der Sie­ben Müh­len im nörd­li­chen Haus­ruck­vier­tel. Die­sen sei­nen Hei­mat­ha­fen ver­lässt der Maler regel­mä­ßig, „flüch­tet sich“ seit Jahr­zehn­ten nach Asi­en und Aus­tra­li­en, in den Nor­den Euro­pas, nach Schott­land, in die Bre­ta­gne und noch wei­ter west­wärts nach Ari­zo­na. Dort schlägt er sei­ne Zel­te auf, mie­tet Häu­ser und arbei­tet vor Ort. Rei­sen wird so zu einer Inha­la­ti­on ande­rer Land­schaf­ten und Atmo­sphä­ren, ist Ideen-Input für neue Farb- und Form­va­ria­tio­nen und bie­tet Ein­blick in ande­re Kul­tur­wel­ten. Die­se Hori­zont-Erwei­te­run­gen zei­gen immer wie­der neue sicht­ba­re Ein­flüs­se auf Bild­fin­dun­gen und The­men des Heben­streit-Wer­kes. Ande­rer­seits ver­weist LAND­FLUCHT (unfrei­wil­lig) auch auf die aktu­el­len Migra­ti­ons­be­we­gun­gen mit denen wir welt­weit kon­fron­tiert sind.

Herz­stü­cke der Aus­stel­lung sind groß­for­ma­ti­ge Lein­wän­de mit dem Titel „Land­flucht“ und „Sich­tun­gen“, außer­dem klei­ne­re Aqua­rel­le mit dem Titel „Face Scapes“ (vor Ort in Indi­en ent­stan­den). Neue Bil­der­se­ri­en auf Spie­gel­plat­ten mit dem Titel „Natur-Signa­tur“ run­den den Bil­der­bo­gen die­ser Aus­stel­lung ab und zei­gen ein Werk, das einem bestän­di­gen Wan­del unter­liegt und doch immer unver­kenn­bar die typi­sche Heben­streit-Hand­schrift trägt.

Der Maler Man­fred Heben­streit drückt es so aus: „Rei­sen ist unver­zicht­ba­rer Teil mei­nes Lebens und mei­ner Arbeit. Für mich sind regel­mä­ßi­ge Orts­wech­sel des­halb so not­wen­dig, weil sie mich und mei­ne Arbeit über das All­täg­li­che erhe­ben. Mein Werk ist untrenn­bar mit den vie­len ver­schie­de­nen Rei­se­sta­tio­nen ver­bun­den“.
Der Begriff „rei­sen“ hat sei­nen Ursprung im Alt­hoch­deut­schen rei­sa, wie­der­um vom ger­ma­ni­schen reis‑a abge­lei­tet. Es bedeu­tet: sich erhe­ben, auf­stei­gen.

BIO­GRA­PHIE
Gebo­ren 1957 in Alt­heim in Ober­ös­ter­reich
Leh­re und Gesel­len­prü­fung zum Fein­me­cha­ni­ker, nach dem Zivil­dienst
1976 bis 1978 Rei­se nach Asi­en und Aus­tra­li­en
1979 bis 1984 Stu­di­um „Male­rei und Gra­fik“ an der Hoch­schu­le für
künst­le­ri­sche und indus­tri­el­le Gestal­tung in Linz, jetzt Kunst-Uni­ver­si­tät
1987 Ein­zel­aus­stel­lung Neue Gale­rie der Stadt Linz und
Talent­för­de­rungs­preis des Lan­des Ober­ös­ter­reich
1990 bis 1995 Wohn­sitz und Ate­lier in Mün­chen
2002 Kul­tur­preis des Lan­des Ober­ös­ter­reich

Foto: pri­vat

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