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Preisgekrönte Lesung über ein Tabu

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Die „4840 Kulturakzente“ laden am 26. Februar den ausgezeichneten Autor Daniel Wisser mit seinem tabubrechenden Roman „Königin der Berge“ in das OKH ein. Auf das Publikum wartet eine gekonnte Gratwanderung zwischen schwerer Kost und virtuosen Sprachwitz rund um das Thema Sterbehilfe.

Foto: imago stock & people

Seit er zwanzig Jahre ist, lebt Robert Turin mit der Diagnose „Multiple Sklerose“. Sein Zustand verschlechtert sich kontinuierlich und so zieht er mit Mitte vierzig in ein Pflegeheim, um seiner Frau nicht zur Last zu fallen. Auf den Rollstuhl und Harnkatheter angewiesen, lebt er nun bereits seit Jahren dort. Die „Königin der Berge“, wie er seine Krankheit bezeichnet, hat ihn aus seiner Sicht besiegt. Robert Turin wünscht sich in dieser Situation nur eines: Er möchte in die Schweiz gebracht werden, damit er dort sterben kann. Daniel Wisser bricht raffiniert mit Erwartungen und Konventionen. Denn dieses Buch ist vieles, allerdings nicht todtraurig.

Foto: Ian Ehm

Ausgezeichnet mit dem Österreichischen Buchpreis zeigt es: Ja, das Leben ist manchmal grausam, aber leben will man es trotzdem.

Die Veranstaltung beginnt um 20:00 Uhr. Der Eintritt beträgt im Vorverkauf (Buchhandlung Neudorfer) neun Euro, an der Abendkassa zehn Euro. Weiterführende Infos sind via www.okh.or.at zu finden.

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