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Bär trifft Wolf

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Zwei Tier­ar­ten tei­len sich einen gemein­sa­men Lebens­raum
Der Cum­ber­land Wild­park Grün­au besticht nicht nur mit einer beein­dru­cken­den Viel­falt an Tie­ren, son­dern auch durch sei­ne Lage inmit­ten der ein­zig­ar­ti­gen Natur­land­schaft des Alm­tals. Durch­zo­gen von der Alm, einem natür­li­chen Flüss­chen mit kris­tall­kla­rem Was­ser und ein­ge­bet­tet in die gewal­ti­ge Natur­ku­lis­se des Toten Gebir­ges lädt der Natur­tier­park zu aus­ge­dehn­ten Spa­zier­gän­gen und Wan­de­run­gen ein. Wer hier in aller Stil­le die Natur betrach­tet wird gleich­zei­tig von unzäh­li­gen Wild­tie­ren beob­ach­tet. Egal ob Wolf und Bär. Oder Luchs und Wasch­bär. Ein Besuch im Wild­park Grün­au wird garan­tiert zu einem unver­gess­li­chen Erleb­nis.

Tier- und Natur­welt auf 60 Hekt­ar
Der Park brei­tet sich auf einer Gesamt­flä­che von rund 60 ha aus und bie­tet einen außer­ge­wöhn­li­chen Ein­blick in die Welt der hei­mi­schen Wild­tie­re. Das Bestre­ben der Betrei­ber ist es, die Natur im Cum­ber­land Wild­park so natür­lich wie mög­lich zu belas­sen und hei­mi­schen Wild­tie­ren ein authen­ti­sches sowie natur­na­hes Lebens­um­feld zu bie­ten.

Neue Tier­an­la­gen für Arten- und Natur­schutz
Der Arten- und Natur­schutz gehört zu den zen­tra­len Auf­ga­ben des Cum­ber­land Wild­park Grün­au. So betei­ligt sich der Wild­park bei­spiels­wei­se durch Erhal­tungs­zucht bei zumin­dest fünf Tier­ar­ten aktiv am Arten­schutz. Um Wild­tie­ren in der Obhut von Men­schen art­ge­rech­te Lebens­räu­me bie­ten zu kön­nen, wur­den in den letz­ten Jah­ren zahl­rei­che Tier­an­la­gen erneu­ert.

Ein­ma­lig in Öster­reich: Bär und Wolf in gemein­sa­mer Hal­tung
Das Jahr 2019 wird als ganz beson­de­res in die Geschich­te des seit 1970 bestehen­den Wild­parks ein­ge­hen. Denn seit Mai tei­len sich Braun­bä­ren und Wöl­fe einen gemein­sa­men Lebens­raum, die­se Hal­tungs­form ist für Öster­reich ein­ma­lig. Die neue Gemein­schafts­an­la­ge ent­spricht der viel­fa­chen Flä­che, die bei­de Tier­ar­ten davor in getrenn­ten Anla­gen zur Ver­fü­gung hat­ten. Bin­nen kür­zes­ter Zeit wur­de die­se Anla­ge ein abso­lu­ter Publi­kums­ma­gnet.

Die zur Ver­fü­gung ste­hen­den Finanz­mit­tel für die gesam­te Anla­ge betra­gen 600.000,00 Euro. 75% Pro­zent der Kos­ten wer­den von den unter­schied­li­chen Res­sorts des Lan­des . getra­gen. 150.000,00 Euro beträgt der Eigen­mit­tel­an­teil für den Wild­park Grün­au, der zu einem gro­ßen Teil von den Mit­glie­dern des För­der­ver­eins getra­gen wird!“, sagt Bern­hard Lank­mai­er, der Geschäfts­füh­rer des Wild­parks.

In der ers­ten Bau­pha­se 2017 wur­den zwei Drit­tel die­ser Gesamt­sum­me ver­baut. Um rund 400.000,00 Euro ent­stand unter ande­rem eine Besu­cher­brü­cke, über die ein völ­lig git­ter­frei­er Ein­blick in den Lebens­raum der Wild­tie­re ermög­lich wird, sowie ein Win­ter­quar­tier in dem die Tie­re wäh­rend ihrer Win­ter­ru­he von den Tier­pfle­gern beob­ach­tet wer­den kön­nen.
Rea­li­siert wur­de die­ser ers­te Bau­ab­schnitt in einer Zeit von rund vier Mona­ten.

2018 wur­de, in einem zwei­ten Bau­ab­schnitt, die alte Anla­ge in wel­chen Braun­bä­ren und Wöl­fe bis­her unter­ge­bracht waren, abge­ris­sen und völ­lig neu adap­tiert. Spä­tes­tens jetzt kön­nen die Tie­re selbst­stän­dig von einem in den ande­ren Anla­gen­teil wech­seln. Heu­te tei­len sich die bei­den Tier­ar­ten mit 10.000 m² eine Flä­che die etwa vier­mal so gro­ße ist wie zuvor!

Wäh­rend bei den Braun­bä­ren wei­ter­hin zwei Tie­re im Wild­park Grün­au leben wer­den, soll das Wolfs­ru­del in eini­ger Zeit auf sechs bis sie­ben Tie­re anwach­sen“, erzählt Bern­hard Lank­mai­er.

Poli­tik bei Eröff­nung zahl­reich ver­tre­ten
Zahl­rei­che Spit­zen­po­li­ti­ker des Lan­des Ober­ös­ter­reich gaben der offi­zi­el­len Eröff­nung die­ser ein­zig­ar­ti­gen Anla­ge die Ehre.

v.l.n.r: Bgm Wolf­gang Bam­mer, LAbg. Bgm Rudi Raf­fels­ber­ger, Präs. Adal­bert Cra­mer, LR Bir­git Gerstor­fer, LHstv. Man­fred Haim­buch­ner, LR Mar­kus Ach­leit­ner, Prä­si­dent Johann Viel­ha­ber, GF Bern­hard Lank­mai­er

LHstv. Dr. Man­fred Haim­buch­ner (FPÖ) mein­te etwa dazu: “Natur- und Arten­schutz leben vom Bewusst­sein für ihre Wich­tig­keit. Die­ses Bewusst­sein kann man am bes­ten ver­mit­teln, wenn man sich mit den Tier- und Pflan­zen­ar­ten direkt beschäf­tigt, also sie sprich­wört­lich begrei­fen kann. Der Cum­ber­land Wild­park bie­tet hier die Mög­lich­keit, wil­de und sel­te­ne Tier­ar­ten in sehr natur­na­hen Lebens­räu­men beob­ach­ten zu kön­nen. Durch die­se Wis­sens­ver­mitt­lung direkt vor Ort schaf­fen wir es, den Natur­schutz in die Her­zen und Köp­fe der Men­schen zu brin­gen und ihn so zu stär­ken.“

Lan­des­rä­tin Bir­git Gerstor­fer (SPÖ) sag­te: „Was mich begeis­tert ist Ers­tens, dass bei die­sem Pro­jekt von Anfang an alle an einem Strang gezo­gen haben. Als damals zustän­di­ge Gemein­de­re­fe­ren­tin war eine Unter­stüt­zung für mich selbst­ver­ständ­lich. Zwei­tens ist so ein Gemein­schafts­ge­he­ge etwas Beson­de­res im Arten­schutz und drit­tens wer­den zusätz­li­che Gäs­te in den Wild­park kom­men, was wie­der­um die Wert­schöp­fung für die Regi­on erhöht. Und das auf sanf­te Art und Wei­se.“

Bern­hard Lank­mai­er, Prof. Dr. Dag­mar Schrat­ter, LR Mar­kus Acheit­ner

Wirt­schaft und Tou­ris­mus Lan­des­rat Mar­kus Ach­leit­ner (ÖVP) unter­streicht: „Der Cum­ber­land Wild­park Grün­au ist eine belieb­te Aus­flugs­de­sti­na­ti­on in Ober­ös­ter­reich, die nicht nur für ein­hei­mi­sche Tages­gäs­te und Tou­ris­ten, son­dern auch für unse­re inter­na­tio­na­len Gäs­te beein­dru­cken­de Erleb­nis­se bie­tet. Die gro­ße Akzep­tanz sowohl in der Regi­on selbst als auch bei den Gäs­ten zeigt sich auch an den erfreu­li­cher­wei­se stark stei­gen­den Besu­cher­zah­len. Durch die neue Gemein­schafts­an­la­ge für Bären und Wöl­fe, ein öster­reich­weit ein­zig­ar­ti­ges Pro­jekt, hat der Cum­ber­land Wild­park Grün­au eine wei­te­re Attrak­ti­on erhal­ten, die nun noch mehr Besu­che­rin­nen und Besu­cher anzie­hen wird. Davon pro­fi­tiert nicht nur das Alm­tal, son­dern die Tou­ris­mus- und Frei­zeit­wirt­schaft in Ober­ös­ter­reich ins­ge­samt, die im Rah­men der neu­en . Tou­ris­mus­stra­te­gie ver­stärkt auf Natur­er­leb­nis­se setzt. Denn Natur und Land­schaft sind das wich­tigs­te Motiv für unse­re Gäs­te für einen Urlaub in Ober­ös­ter­reich“.

Beson­ders stolz zeig­te sich der Grün­au­er Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Bam­mer: „Was hier in den letz­ten Jah­ren geleis­tet wur­de ist groß­ar­tig! Vom Grund­ei­gen­tü­mer, der Her­zog von Cum­ber­land Stif­tung, über die Betrei­ber und die tol­len Mit­ar­bei­te­rIn­nen zie­hen alle an einem Strang. Die natur­na­he Bewirt­schaf­tung und die tra­di­tio­nel­le, authen­ti­sche Gestal­tung des Aus­flugs­zie­les tref­fen genau den Geschmack der Gäs­te wovon 100.000 Besu­cher im Jahr 2018 zeu­gen. Durch die­se ein­zig­ar­ti­ge Gemein­schafts­an­la­ge könn­ten das in den nächs­ten Jah­ren noch mehr wer­den und davon pro­fi­tie­ren wir in unse­rer Gemein­de alle. Auf unse­ren Wild­park kön­nen wir wirk­lich sehr stolz sein!“

Auch der bes­te Zoo Euro­pas war ver­tre­ten
Beson­ders stolz war man in Grün­au auf die Anwe­sen­heit von Frau Prof. Dr. Dag­mar Schrat­ter! Die Direk­to­rin des Wie­ner Tier­gar­tens Schön­brunn war nach län­ge­rer Zeit wie­der ein­mal Gast im Wild­park Grün­au und zeig­te sich eben­so begeis­tert von der Ent­wick­lung des Unter­neh­mens wie auch von der neu­en Anla­ge. „Die Ver­ge­sell­schaf­tung von Wild­tie­ren, die sich auch in frei­er Wild­bahn einen Lebens­raum tei­len ist sehr begrü­ßens­wert und trägt sehr zum natür­li­chen Ver­hal­ten von Tie­ren bei, die in mensch­li­cher Obhut gehal­ten wer­den“ erklär­te Frau Prof. Dr. Schrat­ter.

Foto: pri­vat

 

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