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Tourismus mit und für Einheimische

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Jun­ge Wirt­schaft Alm­tal lud zur Podi­ums­dis­kus­si­on über die tou­ris­ti­sche Zukunft des Alm­tals
Neben der Zukunft des Kas­bergs und dem Wunsch nach einer For­cie­rung der Hotel­le­rie und Gas­tro­no­mie um die Auf­ent­halts­dau­er der Gäs­te zu stei­gern, stan­den vor allem auch der star­ke Tages­tou­ris­mus und die damit ver­bun­de­ne Ver­kehrs­la­wi­ne im Mit­tel­punkt der Dis­kus­si­on am 14.11.2019 in der Resi­denz Geyer­ham­mer in Scharn­stein. Star­ke Impul­se erhofft man sich vom Zuschlag für das Salz­kam­mer­gut als Kul­tur­haupt­stadt 2024.

Über sieb­zig Inter­es­sier­te waren der Ein­la­dung von Sophie Witt­mann, der Orts­ob­frau der Jun­gen Wirt­schaft Alm­tal, zur Podi­ums­dis­kus­si­on gefolgt und dis­ku­tier­ten auch leb­haft mit. Unter den Gäs­ten waren neben zahl­rei­chen Unter­neh­mern und Bewoh­nern u.a. LA Bür­ger­meis­ter Rudolf Raf­fels­ber­ger, Andre­as Mur­ray und Ste­fan Schimpl vom Tou­ris­mus­ver­band Traun­see-Alm­tal, Bür­ger­meis­ter Gun­ter Schimpl, Tou­ris­mus-Urge­stein Her­mann Hüth­mayr, der Geschäfts­füh­rer des Wild­parks Grün­au Bern­hard Lank­mai­er oder Mär­chen­er­zäh­ler Hel­mut Witt­mann.

Wohin sich das Alm­tal tou­ris­tisch ent­wi­ckeln soll, dar­über dis­ku­tier­ten nach einem Impuls­re­fe­rat von Mag. Andre­as Win­kel­ho­fer, dem Geschäfts­füh­rer des Ober­ös­ter­reich Tou­ris­mus, WK-Bezirks­stel­len­ob­mann Mar­tin Ettin­ger, Pro­jekt­ent­wick­ler Mag. Her­bert Ackerl (Geschäfts­füh­rer Dach­stein Moun­tain GmbH), der Bür­ger­meis­ter von Grün­au Wolf­gang Bam­mer, Archi­tekt DI Sieg­fried Mein­hart und Karl­heinz Eder (Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der Salz­kam­mer­gut Tou­ris­mus Mar­ke­ting GesmbH). Punk­ten möch­ten die Tou­ris­ti­ker mit der mär­chen­haf­ten, intak­ten Land­schaft sowie den Kern­the­men Genuss, Sport, Gesund­heit und Kul­tur.

v.l.n.r.: Rudolf Raf­fels­ber­ger (LAbg., Bür­ger­meis­ter Scharn­stein), Mar­tin Ettin­ger (Obmann WKO Gmun­den), Sophie Witt­mann, BA (JW Alm­tal Orts­vor­sit­zen­de), Mag. Clau­dia Wein­ber­ger, Wolf­gang Bam­mer (Bür­ger­meis­ter Grün­au), DI Gun­ter Schimpl (Bür­ger­meis­ter Vorch­dorf), Archi­tekt DI Sieg­fried Mein­hart

Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Bam­mer dank­te Sophie Witt­mann für den Impuls zur Ver­an­stal­tung und mein­te: „Es spricht für die Gesprächs­kul­tur in unse­rer Regi­on, dass die bren­nen­den The­men wie Mobi­li­tät und Aus­flugs­ver­kehr, neue Unter­künf­te und das Pro­jekt Kas­berg, wel­ches Gott sei Dank vie­len ein Anlie­gen ist, auf so hohem Niveau dis­ku­tiert wur­den. Als Gemein­de wer­den wir natür­lich wei­ter­hin, im Rah­men der gesetz­li­chen Vor­ga­ben und Richt­li­ni­en und mit allen uns zur Ver­fü­gung ste­hend Mit­teln, bis­he­ri­ge Pro­jek­te und neue Ideen zur tou­ris­ti­schen Ent­wick­lung unter­stüt­zen!“

Pro­jekt­ent­wick­ler Her­bert Ackerl, der unter ande­rem das Hotel Dach­stein­kö­nig und COEE Alpin in Gosau erfolg­reich auf Schie­ne gebracht hat, sieht das Alm­tal als zukunfts­träch­ti­ge Ganz­jah­res­de­sti­na­ti­on. Die Vor­ar­bei­ten für ein neu­es Hotel­pro­jekt in Grün­au sei­en schon sehr weit gedie­hen. Sein Cre­do lau­tet: „Glaub an dich. Es soll den Men­schen bewusst sein, dass wir in einer der schöns­ten Regio­nen leben und arbei­ten dür­fen. Dass das Salz­kam­mer­gut 2024 Euro­päi­sche Kul­tur­haupt­stadt sein wird, bie­tet eine tol­le Gele­gen­heit, sich ambi­tio­nier­te Zie­le für die­se Zeit­span­ne dahin zu ste­cken.“

Archi­tekt DI Sieg­fried Mein­hart, der die Resi­denz Geyer­ham­mer geplant hat, hat ein wei­ters Pro­jekt für das Alm­tal parat. Alte Bau­sub­stanz zu erhal­ten, Leer­stän­de neu zu bele­ben, ist ihm ein beson­de­res Anlie­gen: „Das his­to­ri­sche, bau­kul­tu­rel­le Erbe im Alm­tal ist ein Schatz, der auf die Geschich­te des Ortes ver­weist und ihm gewach­se­ne Iden­ti­tät schenkt! Mei­ne Visi­on ist die­sen Schatz frei­zu­le­gen und in dem Kon­text nach­hal­ti­gen, moder­nen Lebens­raum zu schaf­fen.“ Dafür hofft er auf mehr Unter­stüt­zung sei­tens der Gemein­de Grün­au, gera­de, weil auch in der Regi­on Alm­tal Beher­ber­gungs­be­trie­be ver­lo­ren gegan­gen sind.

In die­se Ker­be schlägt auch WK-Obmann Mar­tin Ettin­ger: „Um auch in Zukunft wett­be­werbs­fä­hig zu sein, benö­ti­gen wir eine grö­ße­re Anzahl an höher­wer­ti­gen Gäs­te­bet­ten!“

Als Gegen­pol zur Urba­ni­sie­rung sieht Tou­ris­mus­ex­per­te Andre­as Win­kel­ho­fer das Alm­tal im Trend der Neo-Öko­lo­gie. Trotz eines Näch­ti­gungs­rück­gan­ges von 12% in den ver­gan­ge­nen 10 Jah­ren befin­de sich das Alm­tal im Auf­wind: mit der rich­ti­gen Posi­tio­nie­rung, Digi­ta­li­sie­rung und Kuli­na­rik-Offen­si­ve. Der Alm­see sei auf der Web­sei­te des Tou­ris­mus eines der am meis­ten geklick­ten Moti­ve und voll­kom­men „insta­gramm­a­ble“. Ein Beweis für die Sehn­sucht der Men­schen nach intak­ter Natur.

v.l.n.r.: Mag. Andre­as Win­kel­ho­fer (Geschäfts­füh­rer Ober­ös­ter­reich Tou­ris­mus), Mag. Clau­dia Wein­ber­ger, Mag. Her­bert Ackerl (Geschäfts­füh­rer Dach­stein Moun­tain GmbH), Karl­heinz Eder (Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der der Salz­kam­mer­gut Tou­ris­mus und Mar­ke­ting GmbH), Sophie Witt­mann, BA (JW Alm­tal Orts­vor­sit­zen­de), Mar­tin Ettin­ger (Obmann WKO Gmun­den), Wolf­gang Bam­mer (Bür­ger­meis­ter Grün­au), Archi­tekt DI Sieg­fried Mein­hart

Das Alm­tal bie­tet mit sei­nen Stär­ken ins­be­son­de­re im Bereich Natur wert­vol­le Ange­bo­te für den Gast, vom fami­liä­ren Win­ter­sport bis zum Erleb­nis im ein­zig­ar­ti­gen Wald­raum mit dem Ange­bot Wald­ness. Durch den Zusam­men­schluss zum über­re­gio­na­len Tou­ris­mus­ver­band Traun­see-Alm­tal wird die­se Kraft ver­stärkt und es kön­nen gemein­sam Maß­nah­men zum Aus­bau des Ganz­jah­res­tou­ris­mus for­ciert wer­den. Dabei unter­stüt­zen auch Alli­an­zen mit der regio­na­len Wirt­schaft, die es zu ent­wi­ckeln oder wei­ter aus­zu­bau­en gilt. Und auch die Kul­tur­haupt­stadt 2024 ist eine groß­ar­ti­ge Chan­ce, sich über die Bran­che hin­weg zu ver­net­zen und neue, auch inter­na­tio­na­le Gäs­te fürs Alm­tal zu begeis­tern.“

Karl­heinz Eder, Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der Salz­kam­mer­gut Tou­ris­mus Mar­ke­ting GesmbH und Schiff­fahrts­un­ter­neh­mer, attes­tiert dem Alm­tal enga­gier­te Unter­neh­mer und eine posi­tiv ein­ge­stell­te und inter­es­sier­te Bevöl­ke­rung. Von 2024 erwar­tet er sich star­ken Rücken­wind für wei­te­re Pro­jek­te.

Orga­ni­sa­to­rin Sophie Witt­mann, die Alm­tal lebt und arbei­tet, brach­te es auf den Punkt: „Wir müs­sen den Tages­tou­ris­mus run­ter- und den mehr­tä­ti­gen Qua­li­täts­tou­ris­mus rauf­schrau­ben. Ent­schei­dend ist, dass das Alm­tal lebens­wert ist und bleibt.“

Foto: Chris­ti­ne Has­lin­ger

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