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Traunseetram zieht positive Bilanz

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Ein Jahr nach Einführung der neuen modernen Traunseetram zieht der OÖ Verkehrsverbund eine positive Bilanz bezüglich der Entwicklung der Fahrgastzahlen. Der Zusammenschluss der Lokalbahn Gmunden-Vorchdorf und der Straßenbahn Gmunden schloss eine Lücke im öffentlichen Verkehrsnetz in der Region und bringt eine deutliche Nutzungssteigerung.

Am 01. September 2018 wurde die neue Strecke der Traunseetram nach 4 Jahren Bauzeit feierlich eröffnet und eine der modernsten Bahnen Europas überquerte zum ersten Mal die Traunbrücke in Gmunden.

Durch den Zusammenschluss der Lokalbahn Gmunden-Vorchdorf (Traunseebahn) und der Gmundner Straßenbahn ist es gelungen, eine Lücke im öffentlichen Verkehrsnetz in der Region zu schließen. Nun können Bewohnerinnen und Bewohner aber auch Touristinnen und Touristen von Vorchdorf über Kirchham und Gschwandt direkt ins Gmundner Zentrum, zum Einkaufspark SEP oder zum Gmundner Hauptbahnhof fahren und sind damit mit dem überregionalen Schienennetz verbunden.

Die nun vorhandene direkte Bahnverbindung wertet den Lebens- und Wirtschaftsraum Gmunden deutlich auf und macht ihn für Menschen, die sich nachhaltig und umweltfreundlich fortbewegen wollen, noch interessanter.

Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner: „Die Traunseetram hat ein neues Mobilitätszeitalter in der Region Gmunden eingeleitet. Sie vernetzt die Gemeinden Vorchdorf, Kirchham, Gschwandt und Gmunden miteinander und bietet nun eine große Bandbreite neuer Mobilitätslösungen für Schülerinnen und Schüler, Pendlerinnen und Pendler und den Tourismus.“

Durch die Einführung der Traunseetram ist auch das Interesse der Fahrgäste am regionalen öffentlichen Schienenverkehr stark angestiegen, was die Entwicklung der Fahrgastzahlen deutlich zeigt.

Über 700.000 Fahrgäste im ersten Jahr

Im ersten Betriebsjahr von 01. September 2018 bis zum 31. August 2019 sind insgesamt rund 713.000* Personen mit der Traunseetram gefahren. Ein Jahr zuvor, also im Zeitraum von 01. September 2017 bis zum 31. August 2018, verzeichneten die Lokalbahn Gmunden-Vorchdorf und die Gmundner Straßenbahn zusammen insgesamt knapp rund 446.000 Fahrgäste. Somit haben der Zusammenschluss der beiden Bahnen und die daraus entstandene direkte Verbindung der Traunseetram von Vorchdorf bis zum Gmundner Hauptbahnhof eine Steigerung der Fahrgastzahlen von rund 60 Prozent bewirkt. Seit Beginn der baulichen Erweiterungsmaßnahmen Ende 2014 sind die Nutzungszahlen sogar um knapp 100 Prozent gestiegen.

„Die Fahrpreise haben nicht den oft behaupteten hohen Einfluss auf die Nutzung“

„Die Steigerung der Fahrgastzahlen, die durch den Zusammenschluss der Lokalbahn Gmunden-Vorchdorf mit der Gmundner Straßenbahn realisiert werden konnte, zeigt neuerlich ganz klar, dass vor allem die Attraktivität des Angebotes entscheidend für die Nachfrage im Öffentlichen Verkehr ist“, zeigt sich Herbert Kubasta, Geschäftsführer der OÖ Verkehrsverbund Gesellschaft, sehr erfreut über die Bilanz der Nutzung der Traunseetram im 1. Betriebsjahr und ergänzt: „Die Fahrpreise haben nicht den oft behaupteten hohen Einfluss auf die Nutzung“.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung der Nutzung im Freizeitverkehr. Speziell in den Sommermonaten des Jahres 2019 lagen die Fahrgastzahlen deutlich über den Erwartungen. OÖ Verkehrsverbund-Organisations GmbH Nfg. & Co KG Während der Sommerferien im Juli und August, in denen natürlich kein Schulverkehr stattfand und auch weniger Pendlerinnen und Pendler unterwegs waren, lagen die Nutzungszahlen sogar knapp über denen der Monate Mai und Juni. Mai und Juni 2019: rund 124.500 Fahrgäste Juli und August 2019: rund 126.900 Fahrgäste

In Hinblick auf die zahlreichen Betriebe, die entlang der Bahnstrecke angesiedelt sind, gibt es noch viel Potenzial für eine Steigerung der Anzahl der Pendlerinnen und Pendler, welche die Traunseetram anstatt des eigenen Autos für den Weg zur Arbeit nutzen könnten.

Günter Neumann, Geschäftsführer von Stern & Hafferl: „Neben den laufenden Aktivitäten zur Bewerbung der Traunseetram ist es vor allem enorm viel Energie, die wir gemeinsam mit dem OÖ Verkehrsverbund und den Gemeinden in die Öffentlichkeitsarbeit und Informationsarbeit stecken. Dazu gehört auch, dass wir die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kundinnen und Kunden berücksichtigen. So wurde z.B. in Abstimmung mit dem OÖVV in Gmunden die beliebte 6-Fahrten-Karte wiederbelebt und undatierte Tageskarten zum Vorverkauf im Gemeindeamt Kirchham, der Bürgerservicestelle Gmunden, im SEP Gmunden und am Bahnhof Vorchdorf angeboten.“

Trotz der positiven Entwicklung bei den Nutzungszahlen sind in Zukunft sicherlich noch viele Maßnahmen nötig, um die Nachfrage und somit die Auslastung der Traunseetram weiter zu steigern. Der OÖ Verkehrsverbund arbeitet dabei eng mit der Stadt Gmunden und Stern & Hafferl zusammen.

*Da im Einführungsmonat September 2018 die Fahrt mit der Traunseetram kostenlos war, ist der tatsächlich erhobene Wert von rund 105.000 Fahrgästen nicht repräsentativ und wurde mit dem Durchschnittswert der nachfolgenden 12 Monate von rund 60.000 ersetzt.

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10 Kommentare

  1. Mir gefällt die Traunseetram schon, weil da kann ich z. B. nach Vorchdorf fahren. Allerdings weiß ich noch nicht so richtig, was ich dort mache. Eventuell könnte ich später wieder retour fahren.

  2. Das ganze ist eine Absolute Frechheit, alleine wenn man bedenkt das einer der Hauptakteure der damals das Projekt entschieden hat jetzt im Vorstand bei Stern & Haferl sitzt. Gmunden ist viel zu klein für eine Straßenbahn, das einzige Sinnvolle wären Elektrobusse gewesen die könnte man dann auch wenigstens Schienenungebunden einsetzten und Sonderfahrten zbsp. zum Strandbad bzw. Toskana Gmunden bei Veranstaltungen anbieten aber nein wir mussten ja die Firma Stern & Haferl sanieren.

    Die Zählungen die gemacht wurden sind aus den Hauptmonaten und enthalten die ganzen Schüler die Morgens und Abends die Bahn verwenden, kurz gesagt sind die Zahlen vernichtend aber das darf man sich natürlich nicht eingestehen weil man sonst ja Millionen das Klo hinuntergespült hätte.

    • 1. Schienenbonus ist wissenschaftlich längst bewiesen, bei reinem Busangebot fahren viel weniger Menschen öffentlich. Das ist ein Fakt.
      2. Selbstverständlich sind die Schüler dabei. Sind die etwa weniger wert? Auch diese brauchen öffentlichen Verkehr und durch die Haltestellendichte der Traunseetram mit Bedarfshalten kann man sich teure, viel personalintensivere Schulbusse sparen.
      3. Das ist keine reine Straßenbahn für Gmunden, sondern eine Verknüpfung ins Umland, genauso wie die Badner Bahn in Wien, die Linzer Straßenbahn über Pasching nach Traun oder demnächst die Innsbrucker Straßenbahn nach Völs und Rum.

      • Ihre Kommentare sind absolut haltlos, seit wann sind Busse teurer als eine Bahn. Wenn man bedenkt was alleine der Ausbau des Schienennetzes gekostet. Busse wären somit tausend mal günstiger gewesen und sind auch günstiger zu betreiben. Und das man die Schüler mitzählt verzerrt deshalb das Bild weil das die Statistik verfälscht und dann quasi den restlichen Tag die Bahn leer fährt außer zu diesen Stoßzeiten. Gäbe es keine Betriebsgarantie für die Straßenbahn wäre diese morgen in Konkurs.

      • Sie vergleichen Gmunden mir Wien, Linz und Innsbruck, das läuft auf einen Äpfel und Birnen Vergleich hinaus! In Gmunden ist abgesehen von den Großveranstaltungen eh tote Hose.

      • „Luxus, den andere bezahlen müssen“

        Sechs Millionen Euro hat die Gemeinde Gmunden zu den 30 Millionen Euro Projektkosten beitragen müssen, die Großteils vom Land Oberösterreich finanziert wurden. “Das war eine Verschwendung von Steuergeld”, sagt Beate Enzmann von der FPÖ gegenüber der Zeitung. Sie kritisiert auch die Streckenführung: “Die Bahn fährt nicht zum Schwimmbad und sie fährt nicht zum Krankenhaus. Flexible Hybrid-Busse wären für Gmunden die weit bessere Lösung gewesen.”

        Das sieht auch Stadtrat Reinhold Kassmannhuber von der Bürgerinitiative Gmunden (BIG) so: “Ab 20.000 Passagieren pro Tag wäre eine Straßenbahn sinnvoll gewesen.” Aber bei 13.191 Einwohnern sei das eben schwierig zu erreichen. “Für eine Stadt wie Gmunden ist eine solche Straßenbahn ein Luxus, den alle anderen bezahlen müssen”. Er rechnet damit, dass die Frequenz der Züge reduziert werden muss.

        Zitat “Die Presse.com”

  3. Geldverschwendung am

    Es ist eine Sensation wie man sich diese Geldverschwendung schön reden/schreiben kann….

    Hauptsache die Heerscharen von Touristen die Vorchdorf, Gschwandt und die anderen Weltstädte entlang der Bahn (aus welchem Grund nochmal?) massenhaft besuchen können jetzt per Geisterzug nach Gmunden fahren.

    Während man sich als Autofahrer täglich über die B145 quält, die schon lange nicht mehr in der Lage ist, das stark gestiegene Verkehrsaufkommen zu bewältigen. Was wohl so bleiben wird weil das notwendige Geld für einen Ausbau der Straße in eine sinnlose Bahn investiert wurde.
    Und solange man mit Öffis von Gmunden nach Vbruck 45 Minuten aufwärts braucht, ist ein Umstieg sicher für niemanden ein Thema

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