salzi.at - Aktuelles aus dem Salzkammergut

Hörverstärker für akutgeriatrische PatientInnen

0

Wertvoller Beitrag zu guter Kommunikation
GMUNDEN. Gut zu hören ist nicht nur im Alltag wichtig, sondern stellt auch bei einem Krankenhausaufenthalt sicher, dass die Kommunikation funktioniert. Da es vor allem im Kontakt mit älteren Menschen immer wieder zu Verständigungsproblemen kommen kann, werden auf der Akutgeriatrie im Salzkammergut Klinikum Gmunden seit kurzem Hörverstärker eingesetzt.

„Wir verwenden die Geräte für Aufnahmegespräche beziehungsweise Visiten bei Patientinnen und Patienten, die schwerhörig sind und keinen eigenen Hörapparat besitzen“, erklärt DGKP Leonhard Ziegler, Stationsleiter der AGR 2 (Abteilung für Akutgeriatrie und Remobilisation) am SK Gmunden. Die Hörverstärker werden an einer Ladestation aufgeladen und wie Kopfhörer aufgesetzt, die Verstärkerleistung kann individuell eingestellt werden. „Die Geräte sind einfach zu handhaben und dennoch kann die Lautstärke sehr sensibel reguliert werden. Im Gegensatz zu Hörgeräten sind sie deutlich günstiger, unkompliziert zu reinigen und sie gehen aufgrund der Größe nicht so leicht verloren, was für den Einsatz im Krankenhaus ideal ist“, sagt Ziegler.

Ein vollwertiger Ersatz für einen individuell angepassten Hörapparat sind die Verstärker natürlich nicht. Aber für den sporadischen Einsatz bzw. bei einer leichten Hörminderung können sie auch zu Hause eine wertvolle Hilfe darstellen. „Hörverstärker sind lediglich dafür da, in bestimmten Situationen – wie zum Beispiel beim Fernsehen in ruhiger Umgebung – die Lautstärke zu erhöhen. Hörgeräte hingegen sollten von einem Fachmann individuell angepasst werden“, erläutert Prim. Dr. Peter Dovjak, Leiter der Abteilung für Akutgeriatrie und Remobilisation am SK Gmunden.

„Unabhängig vom Gerät ist es wichtig, sich rechtzeitig für das Tragen einer Hörhilfe zu entscheiden. Nur dadurch lässt sich das Fortschreiten der Schwerhörigkeit eindämmen. Gutes Hören bedeutet einen Zugewinn an Sicherheit und Lebensqualität, denn so können zum Beispiel gefährliche Situationen im Straßenverkehr besser erkannt werden und die Teilnahme an Gesprächsrunden schützt vor geistigem Abbau und sozialer Isolation“, weiß der Experte.

Foto: OÖG

Teilen.

Kommentare