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100. Treibstoff-Betankung des Polizeihubschraubers „LIBELLE

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Im Rah­men der Flug­hel­fer-Wei­ter­bil­dung der Wald­brand­spe­zia­lis­ten Ober­ös­ter­reichs anfangs Okto­ber, bei der unter ande­rem auch der Poli­zei­hub­schrau­ber des Innen­mi­nis­te­ri­ums „Libel­le Linz“ ein­ge­setzt war, erfolg­te die 100.Betankung mit Flug­zeug­treib­stoff durch den Tank­ver­sor­gungs­wa­gen TVW JetA1 der FF Scharn­stein.

Im Juni 2017 wur­de bei der FF Scharn­stein als einer der 10 Flug­hel­fer- und Wald­brand­stütz­punk­te Ober­ös­ter­reichs vom Lan­des­feu­er­wehr­ver­band in enger Koope­ra­ti­on mit dem Innen­mi­nis­te­ri­um ein Tankstütz­punkt in Form eines knapp 1000 Liter fas­sen­den Kero­sin-Tanks auf Anhän­ger­ba­sis errich­tet. Das Haupt­ziel die­ser Ein­rich­tung war die Ver­sor­gung des Poli­zei­hub­schrau­bers „Libel­le Linz“ mit Flug­zeug­treib­stoff bei Ein­sät­zen für den süd­li­chen Bereich des Bun­des­lan­des (Totes Gebir­ge, Salz­kam­mer­gut), vor­wie­gend bei Wald­brand-Ein­sät­zen, jedoch aber auch bei
Such­ak­tio­nen und Ber­gun­gen im alpi­nen Bereich.

Der Vor­teil ergibt sich in einem enor­men Zeit­ge­winn, denn ansons­ten müss­te der Poli­zei­hub­schrau­ber jedes Mal zum nächst­ge­le­ge­nen Flug­platz (Salz­burg, Linz) zurück­flie­gen, um die Betan­kung vor­zu­neh­men. Somit kön­nen Ein­sät­ze, egal wel­cher Art, ohne gro­ße Unter­bre­chung durch­ge­führt wer­den. Ein wei­te­rer Vor­teil besteht dar­in, dass der Hub­schrau­ber beim Abflug zu Ein­sät­zen nicht voll auf­ge­tankt wer­den muss, was sich bei Ein­sät­zen vor allem im Gebir­ge posi­tiv aus­wirkt. Was sich bei der Indienst­stel­lung des Tank­an­hän­gers anfäng­lich mit fünf bis sie­ben Tank-Ein­sät­zen pro Jahr zu Buche schla­gen wür­de, hat sich in der Zwi­schen­zeit auf durch­schnitt­lich 30 Betan­kungs­ein­sät­ze jähr­lich gestei­gert. Im Rah­men der Flug­hel­fer-Wei­ter­bil­dung der Wald­brand- und Flug­hel­fer­stütz­punk­te Ober­ös­ter­reichs am 6.Oktober in Rosen­au am Hengst­pass erfolg­te die mitt­ler­wei­le 100. Betan­kung des Poli­zei­hub­schrau­bers.

Für die FF Scharn­stein bedeu­tet dies zusätz­lich zum nor­ma­len Feu­er­wehr-Ein­satz­ge­sche­hen eine Her­aus­for­de­rung, die jedoch von den aus­ge­bil­de­ten Wald­brand­spe­zia­lis­ten und Flug­hel­fern bis jetzt pro­blem­los bewäl­tigt wer­den konn­te, geht es doch bei der Anfor­de­rung durch die Lan­des­warn­zen­tra­le auch um die rasche Reak­ti­on, damit die Betan­kung jeder­zeit ent­we­der auf dem Flug­platz Scharn­stein oder dis­lo­ziert am Ort des Ein­satz­ge­sche­hens erfol­gen kann. Auch bei Such­ein­sät­zen in der Nacht durch Poli­zei-Hub­schrau­ber mit Wär­me­bild­ka­me­ra kam der Tankstütz­punkt bereits mehr­mals zum Ein­satz.

In den drei Jah­ren wur­den bei den ver­schie­dens­ten Hub­schrau­ber­ein­sät­zen (Wald­brän­de, Such­ak­tio­nen, Ber­ge­ein­sät­ze, Übun­gen mit den Son­der­ein­hei­ten Cobra und Strah­len­spü­rer, Flug­ret­ter-Fort­bil­dun­gen, usw.) ins­ge­samt 38 700 Liter Kero­sin betankt. Der Lei­ter der Flug­ein­satz­stel­le Linz, Chef­inspek­tor Cpt. Tho­mas Langtha­ler, zeigt sich hoch­er­freut über die Effek­ti­vi­tät des Tankstütz­punk­tes, der im Ein­satz­ge­sche­hen der Flug­po­li­zei nicht mehr weg­zu­den­ken ist und sich in den drei Jah­ren des Bestan­des mehr als bewährt hat. Auch der Kom­man­dant der FF Scharn­stein, Ing. Flo­ri­an Hue­mer, sieht die Unter­stüt­zung der Flug­po­li­zei im Rah­men des seit 27 Jah­ren bestehen­den Wald­brand­stütz­punk­tes in Scharn­stein eine über­aus posi­ti­ve und effek­ti­ve Koope­ra­ti­on inner­halb der ver­schie­de­nen Ein­satz­or­ga­ni­sa­tio­nen.

Bericht: E‑BR Chris­ti­an Hue­mer (Sach­be­ar­bei­ter Flug­dienst im OÖLFV)

Foto: pri­vat

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